In der 2. Klasse B hat Wernberg 1b gegen ASKÖ St. Egyden 2:2 gespielt. Für Gäste-Trainer Martin Koreiman war der Punktgewinn nach dem Spielverlauf aber kein Anlass für große Zufriedenheit. Er sprach offen von einer enttäuschenden Leistung seiner Mannschaft und ordnete das Remis sogar als eher glücklich ein. Genau dieser selbstkritische Ton zog sich nach dem Schlusspfiff durch seine gesamte Analyse.

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Die Partie hatte von Beginn an Tore, aus Sicht von ASKÖ St. Egyden aber nur selten Ruhe. Wernberg 1b ging in der 6. Minute durch Samuel Josef Pfeifer mit 1:0 in Führung, die Gäste fanden allerdings schnell eine Antwort. Schon in der 11. Minute stellte Kilian Lorenz Nemetz auf 1:1 und brachte seine Mannschaft damit sofort wieder zurück. Wirklich stabil wurde der Auftritt von ASKÖ St. Egyden danach dennoch nicht. In der 33. Minute traf Rok Udovc zum 2:1 für die Heimischen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel rettete Elias Noah Hudelist mit seinem Treffer in der 54. Minute immerhin das 2:2. Martin Koreiman fasste den Auftritt seiner Mannschaft danach nüchtern zusammen: „Wir haben das ganze Spiel nicht unsere Leistung abgerufen und haben schlussendlich einen Punkt geholt.“
Dass ASKÖ St. Egyden am Ende überhaupt noch etwas aus Wernberg mitnahm, wollte der Trainer nicht als Erfolg verkaufen. Im Gegenteil: Seine Einordnung fiel deutlich aus. „Das Unentschieden war für uns im Endeffekt eher glücklich, aber wir nehmen es gerne mit“, sagte Martin Koreiman und legte damit den Finger direkt in die Wunde. Vor allem die beiden Gegentore passten für ihn in ein bekanntes Muster. „Wir machen leider immer wieder die gleichen Fehler, haben dadurch zwei Tore bekommen“, erklärte er. Auch im Spiel nach vorne fehlte ihm vieles von dem, was seine Mannschaft eigentlich zeigen wollte. „Vorne spielen wir zu unruhig und sind nicht bereit, die letzten Meter, die notwendig wären, zu laufen.“ Der Ausgleich brachte also zwar einen Punkt, änderte an der grundsätzlichen Kritik des Trainers aber nichts.
Auffällig war nach dem Schlusspfiff, wie klar Koreiman die gesamte Partie einordnete. Ausreden suchte er keine. Sein Urteil fiel knapp und deutlich aus: „Beide Mannschaften waren heute nicht gut.“ Dass ASKÖ St. Egyden trotzdem mit einem Zähler heimfuhr, erklärte er genauso nüchtern: „Dass wir den glücklichen Ausgleich schießen konnten.“ Auch die Frage nach positiven Aspekten beantwortete der Trainer ohne Umschweife. „Es hat eigentlich gar nichts funktioniert, was wir uns vorgenommen haben. Wir schaffen es nicht, ohne Fehler zu spielen und sind nach vorne zu unruhig.“ Nur für den Unparteiischen fand er ein klares Lob: „Die Schiedsrichterleistung war hervorragend.“ In der Tabelle hält ASKÖ St. Egyden nach zwei Runden damit bei zwei Punkten.