In der 2. Klasse B hat die SG SK Weißenstein/SV Töplitsch das Heimspiel gegen den BSV Bad Bleiberg mit 4:1 gewonnen und nach dem 1:1 zur Pause vor allem in der zweiten Hälfte klar nachgelegt. Trainer Patrick Staudacher sah seine Mannschaft von Beginn an im Vorteil und brachte die Kernaussage nach dem Schlusspfiff knapp auf den Punkt: „Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen.“
Dass Weißenstein/Töplitsch dieses Spiel nicht einfach nur über das Ergebnis gewann, sondern über weite Strecken auch über die Art und Weise, war für Staudacher der wichtigste Punkt. „Meine Mannschaft war ab der ersten Minute die spielbestimmende Mannschaft. Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen. Wir haben den Gegner zu hohen Bällen gezwungen. Wir haben die ersten Bälle gehabt“, sagte der Trainer und meinte damit genau jene Grundlinie, auf der seine Elf die Partie aufbaute. Der Ertrag daraus war in der 23. Minute die Führung durch Leon Wimmer. Ganz weg war Bad Bleiberg damit aber noch nicht, denn kurz vor der Pause stellte Manuel Wertschnig auf 1:1. So ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen, obwohl die Gastgeber laut ihrem Trainer schon bis dahin die aktivere und griffigere Mannschaft gewesen waren.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Überlegenheit dann auch im Spielstand ein klareres Gesicht. In der 58. Minute brachte Kilian Eder Weißenstein/Töplitsch wieder nach vorne, und genau dieses Tor hob Staudacher später besonders hervor. „Das zweite Tor durch Kilian Eder war ganz wichtig“, sagte er und erzählte dazu auch die kleine Geschichte vor dem Anpfiff: „Er feiert heute seinen 20. Geburtstag. Ich habe ihm vor dem Spiel gesagt: Dann mach dir heute selber ein Geschenk.“ Eder stand diesmal weiter vorne auf dem rechten Flügel, nicht wie sonst auf der rechten Außenverteidigerposition, und lieferte laut seinem Trainer „ein super Spiel“. Als Christoph Ernst Ebner in der 72. Minute auf 3:1 stellte, hatte Staudacher bereits das Gefühl, dass die Partie nun endgültig gekippt war. „Da habe ich gewusst: Das geben wir jetzt nicht mehr aus der Hand.“ In der Nachspielzeit legte Ebner dann noch das 4:1 nach und schnürte damit seinen Doppelpack.
Entsprechend zufrieden war der Trainer nach dem Schlusspfiff mit dem Gesamtauftritt seiner Mannschaft. „Meine Mannschaft hat heute am Platz gezeigt, was das SK-Weißenstein-Herz ist. Wir haben mit Leidenschaft Fußball gespielt, wir haben positiv gespielt, wir haben miteinander Fußball gespielt, wir haben uns gegenseitig motiviert und bis zur 95. Minute unseren Spielplan voll durchgezogen“, sagte Staudacher. Besonders hob er dabei mehrere Spieler heraus. Im Tor gefiel ihm Khaled Kaplan mit wichtigen Paraden, in der Defensive sprach er von einer „souveränen Partie“ von Martin Preissl und Nirmel Bajramovic. Auch vorne sah er gute Arbeit, unter anderem von Ajdin Merdanic an der Seite von Christoph Ernst Ebner. Gleichzeitig beließ es Staudacher nicht nur bei Lob. „Ein paar Feinheiten haben noch nicht gepasst“, meinte er und sprach damit Situationen an, in denen seine Mannschaft nach Ballgewinnen hinten noch zu viel Risiko genommen habe. Sein Wunsch sei klar: „Wenn wir hinten den Ball erobern, müssen wir ihn mit dem zweiten Kontakt gleich weiterspielen.“
Gerade deshalb hatte dieser Sieg für Staudacher auch einen besonderen Wert. Er erinnerte daran, dass seine Mannschaft in den vergangenen Wochen trotz ordentlicher Leistungen immer wieder noch Punkte aus der Hand gegeben hatte. „In den letzten Spielen haben wir uns die Punkte immer wieder noch nehmen lassen“, sagte er sinngemäß und stellte das 4:1 deshalb auch in einen größeren Zusammenhang. Gegen Bad Bleiberg blieb seine Elf diesmal konzentriert, hatte die Gästeoffensive laut Trainer „gut unter Kontrolle“ und brachte den Vorsprung sauber ins Ziel. Dass aus dem 1:1 zur Pause am Ende noch ein klarer Heimsieg wurde, passte damit genau zum Eindruck des Trainers, der von einem „kompletten Pauschallob“ sprach. Mit dem Erfolg hält Weißenstein/Töplitsch nach sieben Runden bei 11 Punkten und hat gezeigt, wie die Mannschaft auftreten will, wenn sie ihren Plan über 90 Minuten konsequent durchzieht.