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„Diesen Sieg widmen wir Michael Lamprecht“ – Bodensdorf dreht nach zäher erster Hälfte richtig auf

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ASKÖ Bodensdorf
ASKÖ St. Egyden

In der 2. Klasse B hat sich ASKÖ Bodensdorf mit einem 5:0 gegen ASKÖ St. Egyden klar durchgesetzt. Zur Pause war die Partie nach dem Eigentor von Heimo Zwittnigg noch offen, nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber aber deutlich zu. Trainer Mario Ladinig sprach von einer schwachen ersten Hälfte, sah danach eine klare Steigerung und widmete den Sieg am Ende Michael Lamprecht seiner rechten Hand.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach verhaltenem Beginn kommt Bodensdorf erst ab Mitte der ersten Hälfte ins Rollen

Die ersten Minuten passten gar nicht zu einem späteren 5:0-Heimsieg. Ladinig ordnete den Beginn sehr offen ein und machte kein Geheimnis daraus, dass ihm die Anfangsphase seiner Mannschaft gar nicht gefallen hatte. „Die ersten 20 Minuten war es relativ ausgeglichen. Da waren wir noch nicht so bereit, haben noch geschlafen und die Zweikämpfe nicht angenommen“, sagte der Bodensdorf-Coach. Die Gastgeber fanden gegen die defensiv eingestellten Gäste zunächst nicht richtig in die Partie und ließen die notwendige Konsequenz vermissen. Der Trainer sprach sogar davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase etwas überheblich gespielt habe. Erst ab etwa der 25. Minute änderte sich das Bild. Bodensdorf wurde aktiver, ging die Laufwege besser an und übernahm Schritt für Schritt mehr Kontrolle.

Das 1:0 als Schlüsselmoment vor der Pause

Mit dieser Steigerung kamen dann auch die klareren Möglichkeiten. Robin Knes hatte nach Angaben seines Trainers schon vor der Führung eine große Chance, kurz darauf bot sich auch Almedin Isanovic eine sehr gute Möglichkeit. Der Knackpunkt vor der Pause war dann das 1:0 in der 37. Minute, als Heimo Zwittnigg den Ball ins eigene Tor lenkte. Für Ladinig war genau dieser Treffer der wichtigste Moment des Nachmittags. „Wichtigster Moment war sicher das 1:0. Wir sind da richtig nachgegangen, der Gegner hat wenig bis gar keine Möglichkeiten gehabt“, sagte er über die Szene um diese zu klären. Kurz danach hätte Bodensdorf noch nachlegen können, doch Michael Kristl hielt gegen Isanovic stark. So blieb es zur Halbzeit beim 1:0, das für Ladinig schon zu diesem Zeitpunkt verdient war, auch wenn seine Mannschaft vorher zu viel liegen gelassen hatte.

Nach der Pause passt das Kombinationsspiel – und die Tore fallen

Nach dem Seitenwechsel war dann deutlich zu sehen, warum Ladinig den Sieg auch in dieser Höhe für gerecht hielt. „In der zweiten Halbzeit waren wir klar tonangebend“, sagte er, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Der Trainer hob besonders hervor, dass nun das Kombinationsspiel im 4-1-4-1 „super funktioniert“ habe und auch das rechtzeitige Attackieren viel besser geworden sei. Dazu kam, dass Bodensdorf von der Bank noch Qualität nachlegen konnte. David Basta, laut Ladinig nach seinem Urlaub noch nicht im vollen Rhythmus, erhöhte in der 57. Minute auf 2:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung. In der Schlussphase wurde das Ergebnis dann noch klarer. Kaan Meler traf in der 76. Minute zum 3:0 und erzielte damit sein erstes Tor in der Kampfmannschaft. Nur zwei Minuten später stellte Gottfried Gallob auf 4:0, ehe derselbe Spieler in der 86. Minute auch den Schlusspunkt zum 5:0 setzte. Gerade über Meler freute sich Ladinig besonders: „Das ist ein junger Spieler, sein erstes Tor in der Kampfmannschaft bei uns.“

Lob für den Gegner, kein großes Thema um den Schiedsrichter und eine besondere Widmung

So deutlich das Ergebnis am Ende auch ausfiel, für St. Egyden fand Ladinig dennoch anerkennende Worte. Er habe eine Mannschaft erwartet, die sehr defensiv auftrete und bislang nur wenige Tore bekommen habe, und genau deshalb stufte er das Resultat hoch ein. Offensiv habe bei den Gästen aus seiner Sicht allerdings „überraschend wenig funktioniert“, während Bodensdorf in der zweiten Hälfte kaum noch etwas zugelassen habe. Auch ein möglicher Strafstoß vor dem Eigentor war für ihn nach dem 5:0 kein großes Thema. „Bei 5:0 will ich nicht über die Schiedsrichterleistung reden“, sagte Ladinig und bescheinigte dem Unparteiischen sowie seinen Assistenten insgesamt eine gute Leitung. Stattdessen stellte er am Ende einen sehr persönlichen Gedanken in den Vordergrund. „Diesen Sieg widme ich ganz klar Michael Lamprecht“, sagte der Trainer. Der Hintergrund dafür war laut Ladinig, dass auf der Gegenseite der Sohn von Michael Lamprecht im Einsatz stand. So blieb für Bodensdorf nicht nur ein klarer Heimerfolg, sondern auch ein Nachmittag, den der Trainer mit einem besonderen Zusatz versah. Und sportlich war seine Botschaft ebenfalls eindeutig: „In der Höhe absolut verdienter Sieg. Ich freue mich schon auf die nächsten Aufgaben.“

2. Klasse B: Bodensdorf : St. Egyden - 5:0 (1:0)

  • 86
    Gottfried Gallob 5:0
  • 78
    Gottfried Gallob 4:0
  • 76
    Kaan Meler 3:0
  • 57
    David Basta 2:0
  • 37
    Eigentor durch Heimo Zwittnigg 1:0