In der 2. Klasse B hat Magdalen 1b gegen SC Landskron 1b 2:2 gespielt. Für Landskron fiel das Fazit nach dem späten Ausgleich trotzdem deutlich aus. Trainer Reinhard Maier sprach von einem schwachen Derby, von fehlendem Spielfluss und davon, dass bei seiner Mannschaft „heute kein Herz im Spiel“ gewesen sei.

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Der Spielverlauf hatte für Landskron eigentlich gut begonnen. Schon in der 10. Minute brachte Rene Hermann Hochmaier die Gäste mit 1:0 in Führung. Wer danach aber auf mehr Sicherheit oder auf einen geordneten Auftritt gehofft hatte, bekam laut Reinhard Maier genau das nicht zu sehen. Der Trainer fand sehr deutliche Worte: „Es war ganz schwierig, ein niedriges Niveau bei beiden Mannschaften. Das war heute kein Fußball.“ Bis zur Pause glich Magdalen durch Poyraz Cetin in der 44. Minute zum 1:1 aus, womit es mit einem offenen Spielstand in die Kabinen ging. Kurz nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber nach und gingen durch Andreas Josic in der 53. Minute mit 2:1 in Führung. Damit war die Partie gedreht, ohne dass Landskron nach Einschätzung des Trainers in einen klaren Rhythmus gefunden hätte.
Dass am Ende überhaupt noch ein Punkt heraussprang, änderte an der grundsätzlichen Einschätzung des Landskron-Trainers kaum etwas. Maier sagte offen: „Es hat heute eigentlich nichts funktioniert. Es war nichts stimmig. Wir konnten uns nicht konzentrieren, der Matchplan ist nicht eingehalten worden. Es war einfach eine Unruhe drin.“ Für ihn war es ein Spiel, in dem kaum etwas zusammenpasste, und er schob hinterher, dass solche Partien oft ihre eigene Dynamik entwickeln: „Das sind diese Derbys, sie schreiben eigene Gesetze.“ Auch den entscheidenden Mangel benannte er ohne großes Drumherum. „Was uns heute gefehlt hat, war der Spielfluss. Und das Wichtigste, was gefehlt hat, war das Herz. Es war heute kein Herz im Spiel.“ Den Gegner sah Maier nicht klar besser, sondern „ausgeglichen“. Gerade deshalb wog für ihn schwer, dass seine Mannschaft aus seiner Sicht so wenig von dem auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte.
In Erinnerung bleiben wird aus Landskroner Sicht vor allem die Schlussphase. So lief die Partie lange auf eine Niederlage hinaus, ehe Landskron in der Nachspielzeit doch noch zum 2:2 kam. Michael Gaggl verwandelte in der 95. Minute einen Elfmeter und sicherte seinem Team damit zumindest einen Punkt. Gerade dieses Tor blieb Maier hängen, auch weil er die Verantwortung bewusst übergeben hatte: „In der Nachspielzeit war es das Elfmetertor von meinem Tormann. Der Michael hat von mir das Vertrauen gekriegt und den Elfmeter zum 2:2 geschossen.“ Für Landskron ist dieser späte Treffer zumindest ein kleiner Ertrag aus einem Nachmittag, mit dem der eigene Trainer sonst überhaupt nicht einverstanden war. Der vierte Punkt nach acht Spielen steht, doch nach Maiers klaren Aussagen wird intern weniger über das Ergebnis als über die Leistung gesprochen werden.