In der 2. Klasse B hat der BSV Bad Bleiberg gegen SV Draschitz ein Derby mit offenem Visier 4:5 verloren. Die Gäste lagen nach acht Minuten schon 3:0 vorne, ließen den Gegner aber noch vor der Pause wieder herankommen. Trainer Ahmet Pekel sah genau darin den Knackpunkt dieses wilden Nachmittags: „Nach dem 3:3 sind wir wieder aufgeweckt und konzentrierter geworden.“

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Was Pekel damit meinte, ließ sich schon in der Anfangsphase klar ablesen. Draschitz erwischte den besseren Start und ging durch Christoph Marko in der 1. Minute, Fatihhan Pekel in der 5. Minute und Patrick Nischlwitzer in der 8. Minute innerhalb kürzester Zeit mit 3:0 in Führung. „Wir haben offensiv wieder sehr gut angefangen“, sagte der Trainer, der vor allem das aggressive Offensiv- und Mittelfeldpressing seiner Mannschaft hervorhob. Bleiberg ließ sich davon aber nicht abschütteln. Matic Urbanija verkürzte in der 11. Minute auf 1:3, legte in der 16. Minute das 2:3 nach und stellte in der 31. Minute mit seinem dritten Treffer sogar auf 3:3. Genau diese Phase gefiel Pekel gar nicht: „Nach dem 3:0 haben wir aufgehört. Dann ist es auf einmal 3:3 gestanden.“
Entscheidend war aus Sicht des Draschitz-Coaches, dass seine Mannschaft auf diesen Ausgleich noch vor der Pause die richtige Reaktion zeigte. Nur zwei Minuten nach Urbanijas drittem Tor brachte Maximilian Proprenter die Gäste wieder mit 4:3 in Front, in der 37. Minute legte Christoph Lukas Jannach das 5:3 nach. Das 4:5 durch Robert Brnadic kurz vor dem Halbzeitpfiff hielt die Partie zwar offen, änderte aber nichts an Pekels Kernaussage. „Dann sind wir wieder aufgeweckt. Dann sind wir wieder konzentrierter geworden“, sagte er. Für ihn lag genau dort der Unterschied in einer ersten Halbzeit, die kaum Luft zum Durchschnaufen ließ. Draschitz war vorne sehr gefährlich, verlor zwischendurch aber die Ordnung und musste deshalb um die klare Anfangsführung noch einmal bangen.
Nach dem Seitenwechsel fiel kein Treffer mehr, und genau das stellte Pekel in seiner Analyse besonders heraus. „In der zweiten Halbzeit standen wir stabiler. Die Raumdeckung war besser“, sagte der Draschitz-Trainer. Er reagierte nach eigenen Worten mit zwei Wechseln und stellte sein Team etwas vorsichtiger ein. Vor allem über die Flügel hatte Bleiberg davor Probleme bereitet. „Sie sind in der ersten Halbzeit über außen relativ gut gekommen. Nachher haben wir das unter Kontrolle gebracht“, meinte Pekel. Dass seine Mannschaft nach der Pause kein Tor mehr zuließ, war für ihn in einem Derby ohne große Qualitätsunterschiede der entscheidende Punkt. Gleichzeitig wollte er den Sieg aber nicht schönreden: „Defensiv haben wir viel zu korrigieren. Wir kriegen wieder leichte Tore, das darf nicht passieren.“
Trotz dieser klaren Worte überwog bei Pekel am Ende die Zufriedenheit über einen wichtigen Derbyerfolg. „Die Jungs waren sehr konzentriert, sehr willig. Kampf, Herz und Leidenschaft waren da“, sagte der Draschitz-Coach, der seine Mannschaft vor allem für die zweite Halbzeit lobte. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein: „Bleiberg ist für mich keine schlechte Mannschaft.“ Für Draschitz war dieses 5:4 nach zuletzt wechselhaften Wochen ein Sieg, der intern gut tun dürfte, auch weil in der Tabelle nun neun Punkte nach acht Spielen zu Buche stehen. Vor allem aber blieb beim Trainer ein einfacher Satz hängen, der nach so einem Spiel viel über seine Mannschaft aussagt: „Ich bin meinen Jungs dankbar. Jeder war für jeden da.“