Spielberichte

Vor dem Tor zu zögerlich: St. Egyden holt in Rennweg ein 1:1 und sieht mehr drin

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FC Rennweg
ASKÖ St. Egyden

In der 2. Klasse B nahm ASKÖ St. Egyden beim 1:1 beim FC Rennweg einen Punkt mit, und doch blieb nach dem Abpfiff ein leicht zwiespältiges Gefühl. Trainer Martin Koreiman sah seine Mannschaft nach frühem Rückstand lange auf Augenhöhe, lobte die Reaktion seiner Elf und machte zugleich klar, warum aus seiner Sicht beim Tabellenführer sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Guter Start, dann der unglückliche Rückstand

Wer nur auf das Ergebnis schaut, übersieht leicht, dass St. Egyden laut seinem Trainer sehr ordentlich in diese Auswärtspartie hineingekommen ist. "Wir waren von der ersten Minute an richtig gut im Spiel", sagte Martin Koreiman nach dem Schlusspfiff. Gleich zu Beginn habe seine Mannschaft sogar eine Topchance vorgefunden, die allerdings ungenutzt blieb. Statt selbst in Führung zu gehen, mussten die Gäste dann in der 13. Minute das 0:1 hinnehmen, als Samuel Seebacher für Rennweg traf. Für Koreiman war genau dieser Gegentreffer besonders ärgerlich, weil er aus seiner Sicht vermeidbar gewesen wäre. "Das 1:0 gegen uns war ziemlich unglücklich. Wir haben den Ball verfehlt und dann ist der Spieler allein durchgelaufen", schilderte der Trainer die Szene. Mit dem Rückstand ging es auch in die Pause, ohne dass seine Mannschaft den Faden verlor.

Donlics Freistoß bringt St. Egyden zurück

Gerade diese Reaktion nach dem Gegentor war ein Punkt, den Koreiman deutlich hervorhob. "Wir haben uns gleich wieder gefangen und gut weitergespielt", sagte er, und genau so stellte sich die Partie aus seiner Sicht auch dar. Rennweg führte zwar, konnte den Gästen aber nicht entscheidend davonziehen. Der Trainer von St. Egyden hatte vielmehr den Eindruck, dass seine Mannschaft in der Begegnung blieb und sich den Ausgleich weiterhin erarbeiten konnte. Kurz nach Wiederbeginn fiel dann auch die Antwort: Amar Donlic traf in der 54. Minute zum 1:1. Für Koreiman war das kein gewöhnlicher Treffer, sondern "richtig ein Traumtor durch einen Freistoß". Danach blieb sein Eindruck unverändert. "Der Gegner konnte uns eigentlich nicht wirklich wehtun. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen", meinte er. Aus Sicht der Gäste war das Remis daher keine glückliche Wendung, sondern die logische Folge einer Partie, in der sie nach dem Rückstand nicht eingebrochen sind.

Der Punkt passt, aber vorne fehlte der letzte Mut

Unterm Strich konnte St. Egyden mit dem Zähler beim Tabellenführer leben, ganz zufrieden war Koreiman mit dem Abend aber nicht. "Für uns geht es in Ordnung", sagte er zwar, schob aber gleich hinterher: "Natürlich fühlt es sich ein bisschen wie zwei verschenkte Punkte an, weil wir durchaus noch hätten gewinnen können." Genau dort setzte auch seine Analyse an. Der Trainer sah den Grund für das 1:1 nicht beim Gegner und auch nicht beim Unparteiischen, dessen Leistung er als "sehr okay" bezeichnete. Vielmehr blickte er auf die eigene Offensive. "Beim Torabschluss waren wir etwas zu zögerlich und haben uns nicht getraut, auch einmal von weiter weg zu schießen. Wir wollten bis zum Schluss kombinieren", erklärte Koreiman. Dazu kam noch ein weiterer Punkt, der ihm missfiel: "Der unbedingte Wille, zumindest einen Punkt zu holen, war heute klar ersichtlich. Leider haben wir durch eine Undiszipliniertheit eine Gelb-Rote Karte bekommen, das war richtig dumm." So bleibt für St. Egyden ein Remis, das angesichts des Gegners und des Spielverlaufs ordentlich ist, das aber zugleich zeigt, dass mit etwas mehr Konsequenz vor dem Tor sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

2. Klasse B: FC Rennweg : St. Egyden - 1:1 (1:0)

  • 54
    Amar Donlic 1:1
  • 13
    Samuel Seebacher 1:0