In der 2. Klasse B hat SV Draschitz gegen Wernberg 1b mit 6:1 gewonnen, doch so klar, wie es das Endergebnis sagt, war die Partie vor der Pause noch nicht. Nach vielen guten Angriffen, einer offenen ersten Hälfte und dem 1:1 zur Halbzeit fand Draschitz erst nach dem Seitenwechsel die nötige Konsequenz vor dem Tor. Genau dort sah Trainer Ahmet Pekel den entscheidenden Unterschied.

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Draschitz war von Beginn an die aktivere Mannschaft und wollte das Spiel sofort an sich ziehen. Ahmet Pekel schilderte den Auftakt sehr klar: „Wir haben offensiv angefangen, mit Hochpressing. Über die Flügel haben wir immer wieder versucht, nach vorne zu kommen.“ Dazu passte auch, dass der Trainer den gegnerischen Tormann ausdrücklich hervorhob. Der junge Wernberger Schlussmann habe „sehr stark“ gehalten und einige Bälle herausgeholt oder noch abgelenkt. Trotzdem ging Draschitz in der 21. Minute in Führung, als Christoph Marko das 1:0 erzielte. Ganz ruhig wurde der Nachmittag damit aber nicht. In der 36. Minute fiel durch ein Eigentor von Daniele Errath das 1:1, und Pekel erklärte die Szene mit einem Fehler in der Ordnung zwischen Mittelfeld und Abwehr. „Da ist der Ball in den Raum gekommen“, sagte der Trainer. So blieb es trotz vieler Draschitzer Möglichkeiten beim 1:1 zur Pause. „Mit der Chancenverwertung war ich in der ersten Halbzeit nicht zufrieden“, hielt Pekel fest.
Nach dem Seitenwechsel blieb Draschitz bei seiner Linie und erhöhte den Druck noch einmal. Pekel gefiel vor allem, dass seine Mannschaft nicht von ihrem Plan abwich: „Wir sind offensiver in die zweite Halbzeit gestartet, haben wieder probiert, Fußball zu spielen, offensiv, aggressiv, mit Hochpressing. Das haben wir durchgezogen, dann sind wir belohnt worden.“ Diese Belohnung kam in der 56. Minute, als Patrick Nischlwitzer zum 2:1 traf. Nur fünf Minuten später legte Raphael Martinz das 3:1 nach, ein Treffer, den der Trainer besonders hervorhob: „Das dritte Tor war ein schöner Freistoß.“ Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Richtung eindeutig. „Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass es in unsere Richtung geht. Nach dem 3:1 war die Partie für mich entschieden“, sagte Pekel. Draschitz blieb danach am Drücker, kontrollierte das Spiel und baute den Vorsprung weiter aus. Lukas Eisendle erhöhte in der 69. Minute auf 4:1, Fatihhan Pekel machte in der 74. Minute das 5:1, und in der Nachspielzeit setzte Maximilian Proprenter mit dem 6:1 den Schlusspunkt.
Für Pekel war der klare Sieg nicht nur eine Frage der Tore, sondern vor allem eine der Grundlagen. Er sprach von einer routinierteren Mannschaft, die in den Zweikämpfen präsent war und läuferisch viel investierte. „Für mich waren wir heute die routiniertere Mannschaft. Wir sind viel gelaufen und haben diszipliniert gespielt, außer ein paar Minuten in der ersten Halbzeit“, sagte der Draschitz-Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht die Stärke bei ruhenden Bällen. „Drei Tore haben wir heute nach Standards gemacht. Da sind wir sehr stark“, meinte Pekel, der auch das Zusammenspiel mit Flanken und Pässen in die Tiefe lobte. Den Gegner wollte er trotz der klaren Niederlage nicht kleinreden. Wernberg sei eine junge, talentierte und technisch starke Mannschaft, die lange gut dagegengehalten habe. „Bis zur 50. oder 55. Minute haben sie mitgehalten, aber nachher haben wir mehr Druck gemacht“, so Pekel. Gerade dieser Mix aus körperlicher Präsenz, Druck über beide Seiten und mehr Erfahrung habe am Ende den Unterschied ausgemacht.
So zufrieden Pekel mit den drei Punkten war, so deutlich sprach er auch die Themen an, die aus seiner Sicht noch besser werden müssen. Vor allem im Abschluss sieht er bei seiner Mannschaft weiter Luft nach oben. „Wir schießen viele Tore, aber wir haben auch viele Möglichkeiten. Im Abschluss müssen wir kühler und ruhiger werden, dann wird alles besser“, sagte der Trainer. Auch defensiv will er weiter ansetzen, obwohl er die Leistung gegen den Ball im Vergleich zur letzten Partie schon verbessert sah. Insgesamt blickte Pekel aber mit einem guten Gefühl auf den Auftritt seiner Mannschaft, die laut seiner Aussage zuletzt 13 Tore in drei Spielen erzielt hat und aus den vergangenen zwei Partien sechs Punkte mitnahm. Einen großen Anteil daran sieht er auch neben dem Platz. „Neunzig Prozent Trainingsbeteiligung ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Die Freundschaft in der Mannschaft ist super, junge Spieler bauen wir ein, jeder ist für jeden da“, sagte Pekel. Zum Abschluss vergaß er auch die Menschen rund um den Verein nicht und bedankte sich bei den Zuschauern und den Vereinsmitgliedern. Draschitz nimmt damit Rückenwind in die nächste Woche mit und will genau dort weitermachen.