In der 2. Klasse B hat SV Obermillstatt am Sonntag bei SC Landskron 1b mit 2:0 gewonnen und damit die Tabellenführung untermauert. Trainer Thomas Herndl sah den Grundstein schon früh gelegt: "Das 1:0 war für mich die Schlüsselszene." Ganz zufrieden war der Obermillstätter Coach aber trotzdem nicht, denn trotz vieler guter Angriffe ließ sein Team nach seiner Einschätzung deutlich zu viele Möglichkeiten liegen.

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Obermillstatt ging als Tabellenführer in die Partie beim Tabellenzwölften und trat laut Herndl auch genau so auf. Die Gäste hatten von Beginn an mehr vom Spiel und belohnten sich schon in der 10. Minute, als Matthias Krammer die frühe Führung erzielte. Für den Trainer war das nicht irgendein Tor, sondern der entscheidende Moment des Nachmittags. "Wenn man auswärts spielt, ist es immer gut, wenn man früh in Führung geht. Das 1:0 war für mich die Schlüsselszene, weil so ein frühes Tor oft als Türöffner dient", sagte Herndl. Ganz einseitig war die erste Halbzeit aus seiner Sicht dennoch nicht, weil Landskron im Umschalten immer wieder Ansätze zeigte und bis zur Pause beim 0:1 im Spiel blieb.
Wie die beiden Tore zustande kamen, gefiel dem Obermillstatt-Coach besonders. Beim 1:0 spielte sein Team den Ball aus dem Mittelfeld genau in die Tiefe, vorne wurde die Situation klug weitergeleitet und Krammer schloss ins lange Eck ab. Herndl sprach von einem "wirklich super herausgespielten Tor". Auch das 2:0 nach 59 Minuten ordnete er in dieselbe Kategorie ein. Ausgangspunkt war ein Ballgewinn rund 30 Meter vor dem eigenen Tor, danach ging es mit wenigen Pässen sofort nach vorne. Krammer erkannte laut Herndl, dass die Landskroner Abwehr nicht gut stand, sprintete zwischen zwei Verteidigern durch und traf erneut ins lange Eck. "Also zwei absolut super herausgespielte Tore", fasste der Trainer zusammen.
Vor allem nach der Pause sah Herndl seine Mannschaft über weite Strecken klar überlegen. Besonders gut habe das Spiel über die rechte Seite funktioniert, wo Joshua Ogertschnig immer wieder in gefährliche Räume gebracht wurde. Dazu sei es Obermillstatt gelungen, Krammer über das Mittelfeld mehrmals gut einzusetzen. Dass am Ende trotzdem nur ein 2:0 stand, störte den Trainer deutlich mehr, als es das Ergebnis vermuten lässt. "Das Einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann, ist die Chancenverwertung. Wir müssen hier mindestens 6:0 oder 7:0 gewinnen", sagte er. Obermillstatt blieb also am Drücker, nutzte die vielen guten Möglichkeiten aber längst nicht so eiskalt, wie es sich der Coach vorgestellt hatte.
Trotz dieser Kritik fiel das Gesamtfazit klar positiv aus, weil Obermillstatt defensiv erneut wenig anbrennen ließ. Herndl betonte ausdrücklich die kompakte Arbeit gegen den Ball und verwies darauf, dass es bereits das zweite Spiel in Folge ohne Gegentor war. Landskron sei zwar im Umschaltspiel stärker gewesen als erwartet und in der ersten Halbzeit zu einigen Halbchancen gekommen, eine wirkliche Hundertprozentige habe es aber nicht gegeben. Auch abseits der Tore blieb die Partie ruhig; Herndl sprach von einer fairen Begegnung mit wenig Gehässigkeiten und wenigen groben Fouls. Für Obermillstatt bedeutet der Sieg nach neun Runden weiter Platz eins, und genau daran will der Trainer nun anknüpfen: "Hinten stehen wir wirklich sehr kompakt, vorne ist noch ein bisschen Luft nach oben."