In der 2. Klasse B hat sich SG SK Weißenstein/SV Töplitsch am Sonntag mit 5:1 gegen Magdalen 1b durchgesetzt. Nach einem zunächst unsicheren Beginn fand die Heimelf laut sportlichem Leiter Benjamin Oberheinrich immer besser hinein, legte vor der Pause den Grundstein und nutzte ihre Möglichkeiten diesmal deutlich konsequenter. Vor allem das 1:0 habe die Mannschaft spürbar gelöst, danach lief es wesentlich freier.

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Ganz rund lief es aus Sicht der Gastgeber zu Beginn noch nicht. Oberheinrich sprach offen von einem "sehr verhaltenen Start" und davon, dass man die Verunsicherung in der Mannschaft zunächst noch gemerkt habe. Entscheidend war für ihn, dass dieses Gefühl nicht blieb, sondern von Minute zu Minute weniger wurde. Mit dem Führungstor in der 26. Minute kippte die Partie dann klar in Richtung der Heimelf. Leon Wimmer stellte auf 1:0, nachdem der Angriff laut Oberheinrich genau so vorgetragen wurde, wie man es besprochen hatte: über die Flügel, mit schnellen Pässen auf die linke Seite und einer starken Vorarbeit von Bastian Stinnig. Dessen Flanke in den Strafraum verwertete Wimmer, und für Oberheinrich war klar: "Mit dem 1:0 wurden die Weichen für den Sieg gelegt und die Mannschaft konnte befreit aufspielen." Dass noch vor der Pause Christoph Ernst Ebner mit Treffern in der 30. und 41. Minute auf 3:0 stellte, passte für ihn ins Bild eines verdienten Heimsiegs, "der auch noch höher hätte ausfallen können".
Für Oberheinrich lag der Unterschied nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. "Was diesmal besonders funktioniert hat, war die Einstellung der Mannschaft, die Körpersprache und die Kommunikation am Platz", sagte der sportliche Leiter. Er hob hervor, dass sich die Spieler gegenseitig positiv gepusht hätten und es diesmal keine negativen Reaktionen auf dem Feld gegeben habe. Gerade im Vergleich zum aus seiner Sicht unnötigen Remis der Vorwoche in Wernberg sei das ein klarer Fortschritt gewesen. Dazu kam, dass Weißenstein/Töplitsch den Gegner auf einer wichtigen Seite gut kontrollierte. Magdalen 1b hatte laut Oberheinrich dort Verstärkung von oben, dennoch habe man diese Zone "sehr gut schließen" können und kaum Angriffe zugelassen. In der zweiten Hälfte blieb die Heimelf am Drücker, Christoph Ernst Ebner erhöhte in der 66. und 78. Minute noch auf 5:0. Erst spät kam Magdalen 1b durch Ivan Pravdic in der 87. Minute noch zum Ehrentreffer. Am grundsätzlichen Eindruck änderte das nichts mehr. Oberheinrich brachte es auf den Punkt: "Der entscheidende Unterschied war sicher unsere Erfahrung und unsere Spielstärke." Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft ihre Möglichkeiten diesmal "eiskalt" nutzte.
Eine Szene blieb Oberheinrich trotz des klaren Sieges besonders im Kopf. Kurz vor dem Pausenpfiff lief ein Angriff der Heimelf noch in den Strafraum der Gäste, und genau in dieser Aktion wurde die Partie unterbrochen. "So eine Situation wie beim Halbzeitpfiff habe ich noch nie erlebt", sagte er. Laut seiner Schilderung kam er selbst in dieser Szene frei zum Ball, ehe der Pfiff ertönte und der Schiedsrichter zur Pause bat. Verstanden habe auf dem Platz zunächst niemand, warum gerade in diesem Moment Schluss war. Abseits dieser kuriosen Unterbrechung sprach Oberheinrich aber von einer fairen Begegnung, in der es keine groben Fouls gegeben habe und der Schiedsrichter das Spiel insgesamt gut im Griff hatte. Der 5:1-Erfolg bringt Weißenstein/Töplitsch nach neun Runden bei 15 Punkten in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen, und genau dort sieht Oberheinrich auch noch Möglichkeiten. "Wir stehen tabellarisch ungefähr da, wo wir stehen wollten", sagte er, verwies aber auch auf liegen gelassene Punkte aus den vergangenen Wochen. Mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel beim Tabellenführer SV Obermillstatt klang schon wieder Angriffslust durch: "Wir haben uns warm geschossen für Obermillstatt." Die Hoffnung dahinter ist klar: Die positive Stimmung und die deutlich verbesserte Art des Auftritts sollen nun auch gegen einen Titelfavoriten halten.