In der 2. Klasse B hat sich SV Obermillstatt in der 10. Runde gegen SG SK Weißenstein/SV Töplitsch mit 2:1 durchgesetzt. Nach dem 1:0 von Karl Klinar und dem schnellen zweiten Treffer durch Matthias Krammer sah vieles nach einem klareren Abend aus, ehe Christoph Ebner die Schlussphase noch einmal offen machte. Trainer Thomas Herndl hob danach vor allem das starke Kombinationsspiel und die kompakte Abwehr hervor.

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Herndl sprach nach dem Abpfiff von einer „äußerst super und spannenden Partie“, und genau so schilderte er auch den Verlauf. Obermillstatt ging in der 38. Minute in Führung, nachdem Florian Müller im Strafraum zu Fall gekommen war. Aus Sicht des Trainers war das Foul klar. Karl Klinar verwandelte zum 1:0, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn legten die Gastgeber nach. Das 2:0 in der 50. Minute entstand laut Herndl aus einer gelungenen Kombination über das Mittelfeld. Matthias Krammer spielte zunächst auf den Flügel zu Florian Müller, startete dann selbst in den Strafraum und verwertete die Hereingabe zum zweiten Treffer.
Für Herndl war genau dieser Moment spielentscheidend. „Die Einwechslung von meinem Topstürmer Matthias Krammer war wahrscheinlich der entscheidende Moment“, sagte der Obermillstatt-Trainer. Dass der Joker kurz nach seiner Einwechslung zum 2:0 traf, habe „einen kleinen Respektabstand“ hergestellt und seiner Mannschaft das Spiel leichter gemacht. Herndl führte den Auftritt seiner Elf aber nicht nur auf den Joker zurück, sondern vor allem auf die Art, wie Obermillstatt Fußball spielte. „Unser flaches Kombinationsspiel hat richtig gut funktioniert“, sagte er. Besonders in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft den Ball viel am Boden gehalten. Clemens Herndl und Stephan Götz beschrieb er als „sehr lebendig, sehr aktiv unterwegs, immer anspielbar“. Genau dadurch seien immer wieder saubere Angriffe und viele Abschlüsse entstanden.
Dass es trotz des 2:0 bis fast zum Ende eng blieb, hatte für den Trainer einen klaren Grund. Obermillstatt ließ aus seiner Sicht zu viele Möglichkeiten liegen. „Wir erspielen uns wirklich herausragende Chancen, aber verwerten sie im Abschluss noch nicht“, sagte Herndl offen. Genau deshalb blieb Weißenstein/Töplitsch im Spiel. Die Gäste agierten nach seiner Einschätzung oft mit hohen Bällen, worauf sich Obermillstatt gut eingestellt hatte. Herndl meinte, seine Innenverteidiger hätten diese Situationen über weite Strecken sehr sicher gelöst, und überhaupt habe seine Abwehr „wieder richtig kompakt“ gewirkt. Erst in der 90. Minute wurde es noch einmal heikel: Nach einem langen Ball bekam Obermillstatt die Situation nicht entscheidend geklärt, Christoph Ebner kam zum Abpraller und verkürzte auf 2:1. Danach warf Weißenstein/Töplitsch noch einmal alles nach vorne, mehr ließ Obermillstatt aber nicht mehr zu.
Unterm Strich blieb für Obermillstatt ein Heimsieg, mit dem der Tabellenführer seine starke Position behauptete. Herndl lobte nach dem Spiel mehrere Akteure ausdrücklich und sprach von Spielern in „Hochform“. Neben Clemens Herndl und Stephan Götz hob er auch Michael Angermann, Christoph Müller und Karl Klinar hervor. Gleichzeitig machte er klar, woran in den kommenden Wochen gearbeitet werden muss: „Wir müssen weiter am Abschluss arbeiten in den letzten vier Wochen dieser Herbstsaison.“ Einen Beigeschmack hatte der Abend für ihn dennoch. Abseits des eigentlichen Spiels störte ihn vor allem eine Szene nach dem Abpfiff. Nach seiner Schilderung sei es dabei zu einer unnötigen Auseinandersetzung gekommen. Herndl kritisierte diesen Ablauf deutlich, wollte den sportlichen Wert des Spiels aber trotzdem nicht schmälern: „Es war von beiden Seiten ein wirklich tolles Spiel.“