In der 2. Klasse B hat sich Rothenthurn 1b in einem offenen Spiel gegen Wernberg 1b mit 2:1 durchgesetzt. Nach torloser erster Hälfte brachte Kevin Steiner die Gastgeber in Front, Lukas Moser glich rasch aus, ehe Fabian Einspieler spät entschied. Trainer Robert Suprun sah ein Duell auf Augenhöhe, in dem vor allem ein gehaltener Elfmeter vor der Pause und der Glaube an die eigene Linie den Ausschlag gaben.

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Schon in den ersten 45 Minuten war für Robert Suprun klar, dass das kein Spiel werden würde, in dem sich eine Mannschaft lange deutlich absetzt. "Es war ein ziemlich offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten", sagte der Trainer nach dem Heimsieg. Rothenthurn war aus seiner Sicht zwar "vielleicht ein bisschen die spielbestimmende Mannschaft", wirklich ruhig wurde die Partie für die Gastgeber aber nie. Auch Wernberg kam zu Abschlüssen, während Rothenthurn selbst zwei oder drei gute Möglichkeiten liegen ließ. Der größte Moment dieser ersten Halbzeit kam dann unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als der Rothenthurner Tormann einen Elfmeter hielt. Suprun nannte genau diese Aktion einen entscheidenden Punkt im Spiel, weil seine Mannschaft dadurch beim 0:0 blieb und mit einem ganz anderen Gefühl in die Kabine gehen konnte.
Nach dem Seitenwechsel schien sich das Spiel zunächst genau in die Richtung zu drehen, die sich die Gastgeber erhofft hatten. In der 48. Minute traf Kevin Steiner zum 1:0, und auch die Beschreibung des Trainers zeigte, warum ihm dieses Tor gefiel: "Das war ein schöner Diagonalball, den Kevin Steiner super mitnimmt und dann trocken abschließt." Lange tragen konnte Rothenthurn diesen Vorteil aber nicht. Nur vier Minuten später glich Lukas Moser für Wernberg aus, nachdem die Heimelf laut Suprun einen schweren Abwehrfehler beging und den Ball in einem Eins-gegen-eins-Duell verlor. Danach wurde es richtig heikel. "Mit dem Ausgleichstreffer haben wir komplett den Faden verloren", sagte Suprun offen. Wernberg war in dieser Phase klar besser, kam zu vielen Torchancen und ließ Rothenthurn kaum zur Ruhe kommen. Dass es trotzdem beim 1:1 blieb, hatte aus Sicht des Trainers einerseits mit viel Arbeit gegen den Ball, andererseits aber auch mit dem fehlenden Ertrag der Gäste zu tun.
Entschieden war die Partie erst in der 77. Minute, als Fabian Einspieler eine der wenigen Möglichkeiten nach dieser schwierigen Phase zum 2:1 nutzte. Suprun schilderte den Treffer als "trockenen Flachschuss ins kurze Eck", und genau dieses Tor stand sinnbildlich für das, was er seiner Mannschaft an diesem Tag positiv anrechnete. "Wir haben nicht aufgehört, Fußball zu spielen und noch daran geglaubt, dass nach vorne immer etwas geht", sagte der Trainer. Dieses Dranbleiben war für ihn die größte Stärke seines Teams, auch wenn er die Leistung keineswegs schönreden wollte. Vor allem in der Defensive fordert er mehr Stabilität: "Wir dürfen einfach nicht so viele Torchancen zulassen." Gleichzeitig fand Suprun auch für den Gegner anerkennende Worte. Wernberg sei eine gute Mannschaft und habe für die gezeigten Leistungen bislang fast zu wenig Punkte geholt. Rothenthurn nimmt damit in Runde zwölf drei wichtige Zähler mit und hält nun bei 16 Punkten, während Wernberg bei sechs Zählern bleibt.