In der 2. Klasse B hat ASKÖ Bodensdorf daheim gegen SC Landskron 1b mit 3:1 gewonnen, musste für den Erfolg aber deutlich mehr arbeiten, als es das Ergebnis vermuten lässt. Trainer Mario Ladinig sprach nach dem Spiel von vielen vergebenen Chancen, einem schwachen Defensivverhalten des kompletten Teams und einem wichtigen Punkt: Seine Mannschaft blieb nach dem Ausgleich ruhig und fand sofort die richtige Antwort.

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Bodensdorf wollte von Beginn an hoch anlaufen und den Gegner früh unter Druck setzen. Ladinig erklärte, dass seine Mannschaft „mit zwei, fast schon mit drei Stürmern Angriffspressing spielen“ wollte. In der Anfangsphase kamen die Gastgeber auch zu Möglichkeiten, belohnten sich zunächst aber nicht. Gleichzeitig sah der Trainer genau den Punkt, der ihm weniger gefiel. „Das Umschaltspiel beziehungsweise das Defensivverhalten hat von den zwei Stürmern überhaupt nicht funktioniert“, sagte er offen. Damit kam Landskron trotz des mutigen Bodensdorfer Plans ordentlich in die Partie. Erst in der 18. Minute fiel die verdiente Führung, als Gottfried Gallob zum 1:0 traf. Bis zur Pause blieb es dabei, obwohl Ladinig hinterher klar sagte, dass seine Mannschaft schon davor mehr aus ihren Chancen machen hätte können.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie noch einmal eine andere Richtung, zumindest für kurze Zeit. Landskron kam in der 51. Minute durch Matthias Alexander Neuhold zum 1:1, und aus Sicht von Ladinig war das kein sauber verteidigter Gegentreffer. „Landskron hat aus einer Halbchance aufgrund von Fehlern in unserer Abwehrkette den Ausgleich gemacht“, meinte der Bodensdorf-Trainer. Entscheidend war dann aber die Reaktion der Heimelf. Nur drei Minuten später stellte David Basta per Elfmeter auf 2:1. Genau diese unmittelbare Antwort hob Ladinig hervor: „Wir haben uns nach dem Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen lassen.“ Weil Bodensdorf im Defensivverhalten als ganze Mannschaft nicht den besten Tag erwischte, blieb das Spiel danach offen und ging laut Trainer „hin und her“. Die Entscheidung fiel schließlich in der 77. Minute, als Dejan Kecanovic das 3:1 machte. Für Ladinig war damit klar, dass die Partie entschieden war.
Trotz der drei Punkte war Ladinig mit weiten Teilen des Auftritts nicht zufrieden. „Das Defensivverhalten war heute von der ganzen Mannschaft schlecht“ und „nur vier Spieler haben Normalform aufgewiesen“, sagte er ungewöhnlich deutlich. Auch die sechs Ausfälle wollte er nicht als Ausrede gelten lassen, weil der Offensivbereich seiner Ansicht nach fast vollständig besetzt war. Umso mehr störte ihn, dass die taktischen Vorgaben im Anlaufen nicht sauber umgesetzt wurden. Gleichzeitig fand er mehrfach anerkennende Worte für Landskron. Der Trainer sprach von einer „guten jungen Truppe“ und erwähnte auch Torhüter Michael Gaggl positiv. Selbst bei zwei Abseitsentscheidungen, die er nicht ganz nachvollziehen konnte und bei denen Robin Knes sowie Phillipp Daross aus seiner Sicht gute Konterchancen verloren, wollte er kein großes Thema daraus machen. „Wir hätten die Partie früher entscheiden müssen“, sagte Ladinig. Unterm Strich bleibt für Bodensdorf der zwölfte Auftritt in Folge ohne Niederlage. In der Tabelle bleibt man mit 30 Punkten Zweiter, und der Trainer kündigte schon an: „Nächste Woche in Weißenstein wird man einen anderen ASKÖ Bodensdorf sehen.“