In der 2. Klasse B hat FC Rennweg am Samstag Rothenthurn 1b mit 2:1 geschlagen. Nach einer aus Sicht der Gäste "zum Vergessen" verlaufenen ersten Hälfte lag das Team von Robert Suprun zur Pause 0:2 zurück und musste zudem in Unterzahl weiterspielen. Trotzdem meldete sich Rothenthurn nach dem Seitenwechsel durch Kevin Steiner zurück und war laut Suprun "eigentlich die bessere Mannschaft oder zumindest ebenbürtig".

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Robert Suprun machte aus der schwachen Anfangsphase keinen Hehl. "Wir sind sehr schlecht in die Partie reingestartet und haben schon in den ersten Minuten große Probleme beim Verteidigen gehabt", sagte der Trainer nach der Partie. Rennweg legte auf eigenem Platz selbstbewusst los, arbeitete sich laut Suprun gleich einige Möglichkeiten heraus und setzte die Gäste früh unter Druck. Rothenthurn hatte in einer frühen Szene zudem Glück, dass es nur bei Gelb blieb. Zwar fing sich seine Mannschaft danach etwas, doch beim 0:1 durch Johannes Wandaller fehlte aus Supruns Sicht schon vor dem Elfmeter die nötige Klärung. Noch bitterer wurde es vor der Pause, als nach einer Gelb-Roten Karte auch noch ein Freistoß zum 0:2 führte, den Josef Kabusch verwertete.
Umso bemerkenswerter war die Reaktion nach dem Seitenwechsel. In der Kabine sei klar gewesen, dass es nur noch einen Weg geben könne, erzählte Suprun: "Wir haben in der Halbzeit gesagt: Alles oder nichts. Wir haben nichts mehr zu verlieren." Genau so trat Rothenthurn danach auch auf. Trotz Unterzahl ließ die Mannschaft den Ball laufen, bewegte sich viel und spielte mutig nach vorne. Der Anschlusstreffer zum 1:2 fiel früh, als Kevin Steiner in der 52. Minute mit einem Flachschuss ins Eck erfolgreich war. Suprun gefiel vor allem, dass "es nicht aufgefallen ist, dass wir einen Mann weniger waren". Für ihn war sein Team in dieser Phase "eigentlich die bessere Mannschaft oder zumindest ebenbürtig".
Mit dem 1:2 blieb Rothenthurn am Drücker und arbeitete weiter am Ausgleich. Suprun sprach von einer zweiten Hälfte, in der seine Mannschaft die Rennweger "vor große Probleme" gestellt habe. Ganz reichte es allerdings nicht mehr. Einmal trafen die Gäste noch die Latte, dazu fehlte bei weiteren Abschlüssen die letzte Genauigkeit. "Wir hätten den einen oder anderen Abschluss besser machen müssen, dann hätten wir einen verdienten Punkt holen können", sagte der Trainer. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass auch Rennweg in Überzahl noch zu Möglichkeiten kam. Gerade deshalb wertete er die Leistung seiner Elf nach dem Seitenwechsel als starkes Zeichen der Moral und als eine Phase, in der seine Mannschaft wieder ganz klar im Spiel war.
Den Knackpunkt sah Suprun am Ende klar in den beiden Gegentoren vor der Pause. "Das waren zwei sehr einfache Tore, die wir leider bekommen haben", meinte er und nannte sowohl den nicht geklärten Ball vor dem Elfmeter als auch den Freistoß zum 0:2. Rennweg sei eine routinierte Mannschaft gewesen, die auf ihrem eher kleinen Platz genau gewusst habe, wie sie spielen wolle und ihren schnellen Stürmer gut eingesetzt habe. Den Schiedsrichter nahm der Rothenthurn-Coach in einem robust geführten Spiel ausdrücklich in Schutz und sprach von keiner leichten Aufgabe. Zählbares gab es für die Gäste diesmal nicht, doch aus der zweiten Hälfte in Unterzahl nimmt Suprun trotzdem etwas mit, worauf seine Mannschaft nach dieser Niederlage aufbauen kann.