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„Von 1:1 auf 4:1 erhöht“ – Seeboden stellt vor der Pause die Weichen

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SC Landskron 1b
Seeboden Juniors 1b

In der 2. Klasse B hat sich SC Landskron 1b gegen Seeboden Juniors 1b lange gegen eine frühe Vorentscheidung gestemmt, am Ende nahmen die Gäste aber einen 5:2-Auswärtssieg mit. Trainer Mario Pirker machte vor allem die starke Phase vor der Pause aus, in der seine Mannschaft nach dem 1:1 rasch auf 4:1 davonzog. Genau dort, sagte er, sei der Grundstein gelegt worden.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Beginn und dann die klare Phase vor der Pause

Mario Pirker sprach von einem „von Anfang an flotten Spiel“ und sah seine Mannschaft zunächst klar am Drücker. Das 1:0 für Seeboden fiel in der 12. Minute durch Simun Samardzic, der nach Schilderung des Trainers mit einem herrlichen Schuss aus rund 20 Metern ins Eck traf. Der Ausgleich zum 1:1 durch Thomas Siegfried Grieser in Minute 18 änderte an der Linie der Gäste aber wenig. Pirker führte diesen Gegentreffer auf einen Fehler im Spielaufbau zurück, betonte aber gleichzeitig, dass seine Mannschaft danach weiter frisch nach vorne spielte. Florian Lanegger stellte in der 23. Minute auf 2:1, ehe jene Phase folgte, die Pirker später als entscheidend bezeichnete. Marco Claudio Fercher erhöhte auf 3:1, laut Trainer mit einem sehenswerten Kopfball, und nur wenig später legte Niklas Mitterer das 4:1 nach. „Der entscheidende Moment war in der ersten Halbzeit, wo wir den Gegner und den Ball laufen ließen und von 1:1 auf 4:1 erhöhten“, sagte Pirker. Genau diese Minuten gaben dem Auswärtssieg schon früh eine klare Richtung.

Nach dem Wechsel blieb Landskron im Spiel

Ganz so einseitig wie vor der Pause verlief die zweite Hälfte dann aber nicht mehr. Pirker erklärte, dass die Partie nach dem Wechsel ausgeglichener geworden sei und auf beiden Seiten Chancen entstanden. Seeboden hätte die Begegnung in dieser Phase früh endgültig schließen können, ließ diese Möglichkeit aber liegen. Der Trainer verwies auf einen vergebenen Elfmeter, der aus seiner Sicht die Vorentscheidung zum 5:1 gewesen wäre. Stattdessen kam Landskron noch einmal heran, als Marcus Pirker in der 74. Minute auf 2:4 verkürzte. Damit blieb das Spiel offen, weil die Gastgeber weiter dranblieben und laut dem Seebodner Trainer auch noch zu Möglichkeiten kamen. „Dann war die Entscheidung: Fällt das 3:4 oder fällt das 5:2?“, brachte es Pirker auf den Punkt. Die Antwort folgte erst ganz am Ende, als Denis Zolotic in der Nachspielzeit mit dem 5:2 den Deckel draufmachte und einen zweiten Abschnitt abschloss, in dem Landskron deutlich mehr Gegenwehr lieferte als noch vor dem Seitenwechsel.

Vieles gut, aber nicht alles fertig gespielt

Trotz der fünf erzielten Treffer sah Pirker nach dem Schlusspfiff keinen Anlass, sich nur auf das Ergebnis zu verlassen. Vielmehr hob er hervor, was seiner Mannschaft über weite Strecken gut gelungen ist, sprach aber auch offen über jene Punkte, die ihn schon länger beschäftigen. „Unser Zusammenspiel hat sehr gut funktioniert. Im Spielaufbau waren wir sehr gut, und bis ins letzte Drittel haben wir sehr gut gespielt“, sagte der Trainer. Genau dort sieht er aber weiterhin Luft nach oben. „Was uns den ganzen Herbst begleitet, ist die Chancenverwertung. Da haben wir noch sehr viel Aufholbedarf, vor allem die Angriffe fertigzuspielen und dann auch die Tore zu erzielen.“ Auch defensiv blieb bei aller Offensivstärke noch Arbeit offen. „Umgekehrt müssen wir in der Defensive noch stabiler werden“, hielt Pirker fest. So wurde dieser 5:2-Erfolg für Seeboden zwar zu einem verdienten Auswärtssieg, aber nicht zu einem Spiel, nach dem der Trainer nur zufrieden abhakt.

Verdienter Sieg, Lob für den Gegner und der Blick auf die Tabelle

Unter dem Strich war Pirker mit der Einordnung des Spiels dennoch eindeutig. Für ihn lag der Unterschied vor allem darin, „dass wir im Spielaufbau stabiler und stärker waren“. Dazu kam, dass seine Mannschaft in den entscheidenden Phasen die Tore machte und damit laut Trainer „verdient gewonnen“ hat. Gleichzeitig fand der Seebodner Coach auch anerkennende Worte für Landskron. „Der Gegner hat nie aufgegeben“, sagte er und verwies darauf, dass die Gastgeber selbst beim 1:4 nicht nachließen und sich den Anschlusstreffer in der zweiten Halbzeit erarbeiteten. Auch rund um die Leitung der Partie gab es aus seiner Sicht nichts zu beanstanden: „Die Schiedsrichterleistung war hervorragend.“ Für Seeboden bedeutet der Auswärtssieg, dass die Mannschaft nach 13 Runden mit 19 Punkten auf Rang sechs der Tabelle steht. Landskron bleibt nach der Niederlage bei sieben Punkten und liegt auf Platz zwölf. Das Ergebnis war klar, der Weg dorthin aber vor allem wegen der zweiten Halbzeit deutlich umkämpfter, als es das nackte 5:2 zunächst vermuten lässt.

2. Klasse B: Landskron 1b : Seeboden Juniors 1b - 2:5 (1:4)

  • 93
    Denis Zolotic 2:5
  • 74
    Marcus Pirker 2:4
  • 27
    Niklas Mitterer 1:4
  • 26
    Marco Claudio Fercher 1:3
  • 23
    Florian Lanegger 1:2
  • 18
    Thomas Siegfried Grieser 1:1
  • 12
    Simun Samardzic 0:1