In der 2. Klasse B hat SV Draschitz am Sonntag SV Sachsenburg mit 4:0 besiegt und die Partie schon in der Anfangsphase auf seine Seite gezogen. Trainer Ahmet Pekel sah den Schlüssel in einem konsequenten Offensivpressing, zwei frühen Treffern und einer Mannschaft, die über neunzig Minuten voll dagegenhielt. Spätestens mit dem 3:0, so seine Einschätzung, war die Richtung endgültig klar.

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Draschitz war vom Anpfiff weg da und setzte genau das um, was der Trainer angekündigt hatte. „Die ersten zehn bis fünfzehn Minuten waren so geplant“, sagte Pekel, der seine Mannschaft mit Offensivpressing ins Spiel geschickt hatte. Der Plan ging schnell auf. In der 4. Minute brachte Raphael Martinz die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Patrick Nischlwitzer das 2:0 nach. Damit hatte sich Draschitz früh einen klaren Vorteil erarbeitet und laut Pekel die taktische Vorgabe „sehr gut durchgeführt“. Bis zur Pause blieb es beim 2:0, und der Trainer hatte schon da das Gefühl, dass seine Mannschaft die Partie unter Kontrolle hatte. Ganz erledigt war die Sache für ihn aber noch nicht. „Ich habe in der Halbzeit gesagt: Wir dürfen nicht lockerlassen, weil 2:0 immer gefährlich ist. Wir müssen das dritte Tor machen, damit wir durchatmen können“, schilderte Pekel seine Ansprache.
Genau dieses dritte Tor fiel dann in der 57. Minute durch Christoph Marko. Für Pekel war das der Moment, in dem die Begegnung endgültig in die gewünschte Richtung kippte. „Nach dem 3:0 war das Spiel meiner Meinung nach schon entschieden“, sagte der Draschitz-Coach. Er hatte den Eindruck, dass der Gegner danach gebrochen war und seine Mannschaft die Partie „normal gewonnen“ habe. Acht Minuten später sorgte Lukas Eisendle mit dem 4:0 in der 65. Minute auch endgültig für klare Verhältnisse. Auffällig war dabei weniger ein einzelner Glanzmoment, sondern vielmehr die Linie, die Draschitz über das ganze Spiel hielt. Der Trainer sprach von viel Einsatz, von gewonnenen Zweikämpfen und davon, dass „keiner gestanden“ sei. Jeder habe gekämpft und versucht, der Mannschaft zu helfen. Gerade diese Geschlossenheit war für ihn der entscheidende Punkt, warum die drei Zähler in Draschitz blieben.
Pekel machte nach dem Spiel deutlich, dass der Sieg nicht nur auf die frühen Tore zurückzuführen war, sondern vor allem auf die Art und Weise, wie seine Mannschaft die Aufgabe angenommen hat. Eine zentrale Rolle spielte dabei das Pressing, das laut Trainer die ganze Woche über trainiert worden war. „Das war wichtig, das haben wir immer trainiert“, sagte er. Fußballerisch sei die Partie wegen der Bedingungen aber nur eingeschränkt planbar gewesen. „Das Spielfeld war wegen des Schlechtwetters schwierig. Fußballerisch war das nicht so besonders, aber wir wollten unser Offensivspiel durchbringen, und das haben die Spieler gut gemacht“, erklärte Pekel. Über die Flügel wollte Draschitz ebenfalls immer wieder Lösungen finden, auch das sprach er ausdrücklich an. Vor allem aber gefiel ihm, dass seine Mannschaft in Sachen Kampf und Laufbereitschaft voll da war. „Wir waren in den Zweikämpfen immer ein Spieler mehr und sind mehr gelaufen“, brachte er die größte Stärke seiner Elf auf eine einfache Formel.
Dass Pekel nach dem Schlusspfiff zufrieden war, hing nicht nur mit diesem 4:0 zusammen, sondern auch mit der Entwicklung der vergangenen Wochen. Der Trainer verwies darauf, dass Draschitz in den letzten sechs Spielen ungeschlagen geblieben ist, dabei viermal gewonnen und zweimal unentschieden gespielt hat. Besonders stolz war er auf die Arbeit gegen den Ball. „In den letzten fünf Partien haben wir nur drei Gegentreffer bekommen“, sagte Pekel, der die Verbesserung in der Mannschaftsverteidigung klar hervorhob. Auch der junge Tormann bekam ein Sonderlob. „Heute habe ich einen Tormann gehabt, der sechzehn Jahre alt ist, und jetzt hat er zweimal hintereinander zu null gespielt“, erklärte der Coach. Dieses Lob verband er bewusst mit der gesamten Defensive, vom Mittelfeld bis zur Viererkette und weiter nach vorne. Der klare Sieg gegen Sachsenburg passt damit für Draschitz in ein Bild, das der Trainer deutlich beschreibt: Die Mannschaft wird stabiler, lässt weniger Chancen zu und holt dadurch verlässlicher Punkte. Nach 13 Runden steht Draschitz damit auf Rang fünf der 2. Klasse B.