In der 2. Klasse B hat ASKÖ St. Egyden beim SV Postwurf Stockenboi am Weissensee trotz eines starken Starts nach der Pause mit 2:3 verloren. Trainer Martin Koreiman sah den Knackpunkt nicht nur im frühen Rückstand, sondern vor allem in den eigenen Fehlern: "Wir haben uns das Leben wieder selber schwer gemacht", sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft nach dem 1:1 dran war, am Ende aber nur noch verkürzen konnte.

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Aus Sicht von Martin Koreiman begann die Partie für seine Mannschaft denkbar ungünstig. Stockenboi ging in der 5. Minute durch David Luca Schretter mit 1:0 in Führung, und der Trainer der Gäste haderte dabei mit der Entstehung des Treffers. "Wir sind schon mit 0:1 gestartet durch einen sehr fragwürdigen Elfmeter", sagte er und ergänzte, der betroffene Spieler habe aus seiner Sicht im Abseits gestanden. Ebenso offen sprach Koreiman aber an, dass St. Egyden danach in der ersten Hälfte "sehr, sehr schlecht" ins Spiel gekommen sei. Mit dem 0:1 ging es in die Pause, ehe die Gäste nach einer, wie er selbst sagte, "härteren" und "lauteren" Kabinenansprache sofort ein anderes Gesicht zeigten. Schon in der 47. Minute gelang Elias Noah Hudelist der Ausgleich zum 1:1. Genau diese Phase hob der Trainer später ausdrücklich hervor: "Wir sind wirklich gut aus der Halbzeit herausgekommen, konnten den Gegner endlich dominieren und haben uns nie aufgegeben."
Weil St. Egyden nach dem Ausgleich zunächst besser aus der Kabine kam, wog die weitere Entwicklung aus Sicht der Gäste umso schwerer. In der 61. Minute brachte Maximilian Matefi die Hausherren wieder 2:1 in Führung, in der 84. Minute legte Nico-Elias Pacher das 3:1 nach. Koreiman machte nach dem Spiel kein Geheimnis daraus, wo für ihn die Partie verloren ging. "Verloren gegangen ist das ganz klar durch unsere eigene Schuld, weil wir die Tore zum 2:1 und 3:1 hergeschenkt haben. Das sind Geschenke, die in einer Kampfmannschaft nicht passieren dürfen", sagte er. Besonders der dritte Gegentreffer blieb ihm hängen. "Bei einem Freistoß darf man das Tor nicht so bekommen", meinte der Trainer, der darin den Moment sah, der seiner Mannschaft "endgültig das Genick gebrochen" habe. Noch grundsätzlicher formulierte er seine Kritik an den letzten Wochen: "Uns fehlt einfach die Spielintelligenz, um dem Gegner nicht dauernd leichte Tore zu schenken." Dass Stockenboi diese Fehler nützte, sprach er den Gastgebern dabei nicht ab. "Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt."
Ganz aus der Hand gab St. Egyden die Partie trotz des 1:3-Rückstands aber nicht. In der 87. Minute verkürzte Leon Ruben Steinwender noch auf 2:3, mehr war in der Schlussphase aber nicht mehr drinnen. Auch das passte zur Analyse des Trainers, der meinte, nach dem dritten Gegentor sei nicht mehr genug Zeit geblieben, um noch einmal ganz zurückzukommen. Neben den eigenen Fehlern sprach Koreiman auch von mehreren strittigen Situationen im Laufe der Partie. Vor allem den frühen Elfmeter hielt er für nicht gerechtfertigt, gleichzeitig wollte er die Niederlage nicht allein am Unparteiischen festmachen. "Wenn man selbst schuld ist, sollte man nicht den Schiedsrichter als Schuldigen suchen", sagte er, fügte aber hinzu, dessen Pfiffe hätten das Spiel "schon sehr beeinflusst". Viel wichtiger war ihm zum Abschluss der Blick nach vorne. "Es hilft nichts. Wir haben noch ein Spiel. Darauf müssen wir den Fokus richten und im Frühjahr diese leichten Fehler abstellen."