In der 2. Klasse B hat Rothenthurn 1b am Sonntag gegen Magdalen 1b nach 0:1-Pausenrückstand noch mit 3:1 gewonnen. Trainer Robert Suprun sah den Schlüssel in einer starken zweiten Hälfte, nachdem seine Mannschaft schon davor viel investiert hatte, sich für den Aufwand aber zunächst nicht belohnte. Erst nach dem Seitenwechsel machte Rothenthurn aus der Überlegenheit auch Tore und drehte die Partie verdient.

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Der Trainer der Gastgeber hatte schon in der Anfangsphase das Gefühl, dass seine Mannschaft den Ton angibt. „Wir haben von Anfang an gezeigt, dass es unser Platz ist und wir heute gewinnen wollen“, sagte Suprun nach der Partie. Rothenthurn hatte nach seiner Einschätzung gleich Zugriff auf das Spiel, ließ den Ball gut laufen und arbeitete sich immer wieder Möglichkeiten heraus. Gerade darin sah er auch die Grundlage für den späteren Sieg. Gleichzeitig blieb genau dort vor der Pause der entscheidende Mangel. „Wir haben Chance um Chance herausgespielt, waren im Abschluss aber noch nicht griffig genug“, so Suprun. Statt einer Führung stand nach 23 Minuten das 0:1 auf der Tafel, weil Michael Stephan Käfinger für Magdalen traf. Der Rothenthurn-Coach führte den Gegentreffer auf einen Fehler im eigenen Spielaufbau zurück: „Wenn du die Tore nicht schießt, schenkst du dem Gegner eines.“ Mit diesem Rückstand ging es dann auch in die Kabinen.
Entscheidend war aus Sicht von Suprun, dass seine Mannschaft nach der Pause wieder klarer bei sich blieb und den Fokus zurück auf das eigene Spiel legte. „In der zweiten Halbzeit haben wir das viel besser gemacht, haben uns mehr aufs Fußballspielen konzentriert und dann weiter Gas gegeben“, sagte er. Genau das zeigte sich auch am Spielstand. In der 51. Minute fiel das 1:1 durch David Schafflinger, der einen Elfmeter sicher verwandelte. Suprun beschrieb diese Szene als Folge eines entschlosseneren Auftretens im Strafraum: Seine Mannschaft sei endlich mit mehr Nachdruck hineingegangen, der Torwart sei zu spät gekommen und so habe es den Strafstoß gegeben. Nur sieben Minuten später drehte Rothenthurn die Partie endgültig, als Mathias Schmölzer mit einem Distanzschuss zum 2:1 traf. Das 3:1 in der 75. Minute durch Fabian Einspieler machte den Umschwung dann auch auf der Anzeigetafel klar. Suprun sprach bei diesem Treffer von einem „wirklich schönen Kunstschuss“, bei dem sich der Ball sehenswert ins Tor gesenkt habe.
Auch in der Analyse nach dem Spiel blieb der Rothenthurn-Trainer bei einer klaren Linie. Ihm gefiel vor allem, wie seine Mannschaft die Partie über weite Strecken in die Hand nahm. „Wir haben sehr gut Fußball gespielt, den Ball laufen lassen, uns gut bewegt und sind gut in die Tiefe gekommen“, sagte Suprun. Für ihn war das der eigentliche Unterschied zwischen beiden Teams. „Wir haben Fußball gespielt, wir haben den Ball laufen lassen, uns gut nach vorne kombiniert und dann in der zweiten Halbzeit auch die Abschlüsse endlich reingemacht.“ Ganz ohne Warnhinweis wollte er den Heimsieg aber nicht stehen lassen. Gerade die Chancenverwertung vor der Pause sprach er deutlich an. „Wir müssen vor der Pause schon zwei oder drei Tore erzielen. Da muss die Chancenverwertung besser werden.“ Der Sieg fiel aus seiner Sicht verdient aus, noch klarer hätte er aber werden können, wenn Rothenthurn seine gute Anfangsphase früher genutzt hätte.
Dass die Partie nicht schon früher in Rothenthurns Richtung ging, lag laut Suprun auch daran, dass sich Magdalen keineswegs kampflos ergab. „Der Gegner hat gut dagegengehalten“, meinte er und verwies darauf, dass die Gäste mit langen Bällen und mutigem Anlaufen immer wieder präsent waren. Deshalb habe seine Mannschaft hinten hellwach sein müssen. Eine Phase vor der Pause gefiel ihm dennoch gar nicht, weil sein Team zu sehr mit den Entscheidungen des Schiedsrichters beschäftigt gewesen sei. „Wir haben da ein bisschen den Faden verloren und zu viel gehadert“, sagte Suprun, schob aber sofort nach: „Er hat in dem Sinn keine groben Fehlentscheidungen getroffen.“ Gerade diese Einordnung zeigt auch, warum der Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz des 3:1 nicht einfach alles abhaken wollte. Der Heimsieg bringt Rothenthurn nach 14 Spielen auf 19 Punkte, wichtiger als die nackte Zahl war für Suprun aber die Erkenntnis, dass seine Mannschaft mit ihrer Spielweise vieles richtig gemacht hat. Bleibt sie so aktiv und wird im Abschluss noch sauberer, dann soll aus solchen Leistungen künftig früher ein klares Spiel werden.