In der 2. Klasse B war für SC Landskron 1b gegen FC Rennweg am Samstag wenig zu holen. Die Gastgeber verloren 0:7, lagen schon zur Pause 0:4 zurück und hatten laut Trainer Reinhard Maier von Beginn an mit personellen Problemen zu kämpfen. "Das hat sich schon in der Früh abgezeichnet", sagte Maier, der nur elf einsatzfähige Spieler zur Verfügung hatte und trotzdem eine Mannschaft sah, die "mit Herz" alles versuchte.
Auf dem Platz zeigte sich die Überlegenheit der Gäste schon früh, auch wenn das 0:1 noch bis zur 14. Minute auf sich warten ließ. Da brachte Matthias Gigler den FC Rennweg in Führung. Für Landskron blieb die Aufgabe danach schwierig, weil Rennweg die Partie weiter im Griff hatte und bis zur Pause noch einmal deutlich zulegte. Johannes Wandaller stellte in der 38. Minute auf 0:2, Dejan Bozicic erhöhte in der 40. Minute auf 0:3, und nur eine Minute später kam mit dem Eigentor von Adnan Midzic auch noch das 0:4 dazu. Nach dem Seitenwechsel ging es in derselben Richtung weiter: Lukas Gritschacher traf in der 68. Minute, David Erlacher legte in der 80. und 84. Minute zwei weitere Tore zum 0:7-Endstand nach.
Trainer Reinhard Maier machte nach dem Spiel deutlich, dass er die entscheidende Ursache nicht in einem einzelnen Moment sah. "Das hat sich schon in der Früh abgezeichnet", sagte er und sprach von vielen Absagen sowie davon, dass Stammspieler nicht aufgetaucht seien. Landskron ging damit laut Maier "nur mehr mit dem letzten Kollektiv" ins Spiel, am Ende standen ihm genau elf Spieler zur Verfügung. Entsprechend schwer war die Ausgangslage, zumal diese Mannschaft in dieser Form noch nie gemeinsam ein Spiel bestritten hatte. Gerade deshalb stellte der Trainer seine eigene Elf trotz der klaren Niederlage ausdrücklich nicht an den Pranger. "Diese elf Spieler haben mit Herz gespielt, waren mit Herz dabei und haben wirklich alles probiert", betonte Maier.
Auch bei der Analyse des Gegners war Maier klar in seiner Einschätzung. "Rennweg war klar überlegen", sagte der Landskron-Coach und erklärte den Unterschied damit, dass die Gäste ihre Aktionen sauber fertig spielten. "Sie haben die Angriffe gut gespielt, weitergespielt und wirklich jeden Angriff zu Ende gespielt", so Maier. Genau das spiegelte sich auch im Ergebnis wider, weil Rennweg nicht nur mehr vom Spiel hatte, sondern die Überlegenheit auch in Tore ummünzte. Den Unparteiischen nahm Maier ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus. "Die Schiedsrichterleistung war top. Es war alles gerecht und alles perfekt", sagte er. In der Tabelle untermauert Rennweg mit nun 34 Punkten Rang drei, während Landskron nach der 14. Runde mit sieben Zählern im hinteren Bereich bleibt. Nach diesem Nachmittag stand bei den Gastgebern vor allem die schwierige Personallage im Mittelpunkt.