In der 2. Klasse B hat sich BSV Bad Bleiberg am Samstagnachmittag mit ASKÖ St. Egyden 2:2 getrennt. Aus Sicht von Trainer Martin Koreiman war für die Gäste trotzdem mehr drin. Seine Mannschaft lag nach der Pause zurück, drehte die Partie durch zwei Tore binnen zwei Minuten, brachte die 2:1-Führung aber nicht über die Zeit und ließ laut dem Coach zudem mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt.
Martin Koreiman hatte nach dem Schlusspfiff vor allem die erste lange Phase im Kopf. „Wir waren von Anfang an richtig gut im Spiel, konnten uns spielerisch durchsetzen und uns immer wieder Möglichkeiten herausspielen“, sagte der Trainer der St. Egydener. Gerade deshalb ärgerte ihn der Rückstand zur Pause besonders. Seine Mannschaft ließ laut Koreiman in der Anfangsphase einige Chancen liegen, Bad Bleiberg ging dann in der 35. Minute durch Matic Urbanija mit 1:0 in Führung. Der Coach sprach von einem „relativ unglücklichen“ Rückstand, weil dieser Treffer in eine Phase fiel, in der er seine Elf klar im Vorteil sah. Am Spiel selbst hatte sich aus seiner Sicht wenig geändert, am Ergebnis aber schon, und genau das machte die erste Halbzeit für die Gäste so unerquicklich.
Nach dem Seitenwechsel lief die Partie aus Sicht der Gäste zunächst weiter gegen das Ergebnis, nicht aber gegen den Spielanteil. Koreiman hob später vor allem den Ausgleich hervor, weil er für ihn den Lohn für den Aufwand brachte. „Sehr wichtig war der Ausgleich, wo wir uns sehr gut durchkombiniert haben“, sagte er. In der 76. Minute stellte Leon Ruben Steinwender auf 1:1, und St. Egyden blieb danach am Drücker. Nur zwei Minuten später drehte Kilian Lorenz Nemetz das Spiel mit dem 2:1 für die Gäste. „Danach sind wir sofort noch besser im Spiel gewesen und konnten zwei Minuten später auch den Führungstreffer erzielen“, so Koreiman. Die Wende war also da, nur hielt sie nicht lange. In der 83. Minute kam Bad Bleiberg durch Nico Filipovic noch einmal zurück und stellte auf 2:2, womit die starke Phase der Gäste am Ende nicht mit drei Punkten belohnt wurde.
Genau darin lag für den Trainer auch der entscheidende Punkt dieses Nachmittags. „Verpasste Chance war, dass wir nach der 2:1-Führung nicht imstande waren, hinten die Null zu halten“, sagte Koreiman offen. Gleichzeitig sah er genug Gründe, seiner Mannschaft trotz des späten Ausgleichs ein gutes Zeugnis auszustellen. „Fußballerisch waren wir wirklich gut, wir konnten den Gegner eigentlich über neunzig Minuten dominieren. Sie sind quasi nur zweimal vors Tor gekommen, haben aber leider zweimal ihre Chance eiskalt verwertet.“ Auch ganz zum Schluss war für ihn noch mehr drin, weil St. Egyden laut seinem Coach „noch zwei Tausenderchancen“ ungenutzt ließ. Den Gegner beschrieb er als bemüht, aber nicht wirklich gefährlich. Die Schiedsrichterleistung bewertete Koreiman knapp mit den Worten: „Sie war okay.“
Deshalb war der Auftritt für Koreiman mehr als nur das nackte 2:2. Er stellte ausdrücklich heraus, dass seine Mannschaft trotz personeller Ausfälle ein gutes Spiel ablieferte und sich fußballerisch in vielen Phasen durchsetzte. „Ein großes Lob an meine Mannschaft, dass wir trotz der Ausfälle richtig gut gespielt haben“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht nimmt St. Egyden aus Bad Bleiberg also nicht nur einen Punkt mit, sondern auch die Bestätigung, dass die Leistung gestimmt hat. Was noch fehlt, ist vor allem mehr Konsequenz vor dem Tor. Genau dort setzt für ihn auch der Blick nach vorne an: „Jetzt werden wir uns im Winter richtig vorbereiten, um im Frühjahr auch vorne etwas effektiver zu sein.“ Nach 14 Runden hält St. Egyden damit bei 20 Punkten, und für Koreiman bleibt das Gefühl, dass dieser Nachmittag mehr hergegeben hätte.