Spielberichte

„Nach dem 1:1 hat man die Energie gespürt“ – Weißenstein/Töplitsch dreht das Heimspiel

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Weißenstein/Töplitsch
Seeboden Juniors 1b

In der 2. Klasse B hat SG SK Weißenstein/SV Töplitsch das Heimspiel gegen Seeboden Juniors 1b nach einem 0:1 zur Pause noch mit 3:1 gewonnen. Trainer Patrick Staudacher sah zwei völlig unterschiedliche Hälften: vorne eine zerfahrene erste Halbzeit, danach aber eine klare Steigerung. Vor allem der Ausgleich habe viel freigesetzt – und genau dort habe er gespürt, dass das Spiel kippen kann.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Früher Rückstand und eine erste Hälfte ohne Zugriff

Für die Gastgeber begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Schon in der 9. Minute brachte Julian Werner Brunner die Gäste mit 1:0 in Führung, und dieses frühe Gegentor passte genau zu jener ersten Halbzeit, die Staudacher nach dem Schlusspfiff sehr offen einordnete. "Die erste Halbzeit war bei meiner Mannschaft Kraut und Rüben", sagte der Trainer, und viel klarer hätte man den Auftritt vor der Pause kaum beschreiben können. Weißenstein/Töplitsch kam nach seiner Sicht überhaupt nicht richtig ins Spiel, versuchte es oft mit langen Bällen und fand damit keinen Rhythmus. Dazu fehlte laut Staudacher die nötige Laufbereitschaft, auch über die Außenbahnen war seine Mannschaft nicht so im Spiel, wie er sich das vorgestellt hatte. Gespielt wurde zunächst im 4-2-3-1, mit Christoph Ernst Ebner vorne alleine im Sturm. Gerade das sprach der Trainer ausdrücklich an: Ebner habe sich zwar immer wieder angeboten, sei vorne aber weitgehend auf sich allein gestellt gewesen und habe zu wenig verwertbare Bälle bekommen. So ging es mit einem 0:1 in die Kabine, und aus Sicht der Heimischen war das zu diesem Zeitpunkt auch ein Spiegel des Spiels.

Mit dem 1:1 kippt die Partie spürbar

Nach dem Seitenwechsel zeigte Weißenstein/Töplitsch dann genau jene Reaktion, die Staudacher von seiner Mannschaft sehen wollte. Der Trainer sprach sogar von einer "180-Grad-Drehung", und im Ergebnis war diese Veränderung am Ende auch klar abzulesen. Lange lag Seeboden zwar vorne, doch in der 65. Minute fiel der Ausgleich durch Christoph Ernst Ebner, und genau dieses Tor war für Staudacher der entscheidende Punkt der Partie. "Der Ausgleich war sicher ausschlaggebend", sagte er. Zugleich ordnete er den Spielverlauf ehrlich ein und verschwieg nicht, dass die Begegnung auch anders hätte laufen können. "Es hätte auch anders ausgehen können. Wir hätten sicher das eine oder andere Gegentor mehr kriegen können", meinte er. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, was das 1:1 bei seiner Mannschaft ausgelöst hat. "Nach dem 1:1 habe ich gewusst, dass es bald in meine Richtung kippt", erklärte Staudacher. Er verwies dabei auch auf Ebner, der mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 einmal mehr wichtig war. Noch wichtiger als der Treffer war für den Trainer aber dessen Wirkung: Plötzlich war Energie da, plötzlich war das Miteinander wieder sichtbar, und plötzlich ließ sich seine Mannschaft auch nicht mehr vom Gegner einschüchtern.

Ebner und Unterdorfer drehen das Ergebnis noch klar

Die Wende blieb nicht beim Ausgleich stehen. Weißenstein/Töplitsch blieb nach dem 1:1 dran und belohnte sich in der Schlussphase auch auf der Anzeigetafel. In der 81. Minute brachte Heimo Unterdorfer die Heimischen mit 2:1 in Führung, ehe Ebner in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer des Tages zum 3:1 alles klarmachte. Gerade diese letzten Minuten passten gut zu dem Bild, das Staudacher von der zweiten Halbzeit zeichnete. Für ihn war die größte Stärke seiner Mannschaft nicht irgendein einzelner spielerischer Aspekt, sondern die Reaktion auf die schwache erste Hälfte. "Die größte Stärke war, dass sie Moral gezeigt haben und in der zweiten Halbzeit Teamspirit", sagte er. Genau das habe seine Mannschaft ausgezeichnet, besonders nachdem vor der Pause kaum etwas zusammengepasst habe. Dazu kam für Staudacher auch der besondere Rahmen: Es war ein Heimspiel. "Wir haben gewusst, es ist ein Heimspiel. Es gibt nichts Schöneres", sagte der Trainer. Deshalb fiel sein Fazit trotz des schwierigen Beginns am Ende klar aus: "Es ist ein verdienter Sieg auf unserer Seite." Mit diesem 3:1 bleibt Weißenstein/Töplitsch auf Platz vier, während Seeboden bei 19 Punkten hält. "Unseren Sportlichen Leiter, Benjamin Oberheinrich, den wir in der Halbzeit in die Fußballpension geschickt haben, wünschen wir alles Gute weiterhin und sagen leise "Danke" Benjamin "Herbalife" Oberheinrich.“

2. Klasse B: Weißenstein/Töplitsch : Seeboden Juniors 1b - 3:1 (0:1)

  • 92
    Christoph Ernst Ebner 3:1
  • 81
    Nirmel Bajramovic 2:1
  • 65
    Christoph Ernst Ebner 1:1
  • 9
    Julian Werner Brunner 0:1