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WSG Brückl – Kitz nach 0:8 gegen Techelsberg: "Ich gehe im Juni in den Nachwuchs"

WSG Brückl
Techelsberg

Für WSG Brückl geriet das Duell mit ASKÖ Techelsberg in der 2. Klasse C zu einer herben 0:8-Niederlage. Trainer Stefan Kitz sprach anschließend ungewöhnlich offen: Er berichtete von sechs Verletzten und einer praktisch ausgefallenen Abwehr, schilderte einen mentalen Bruch nach dem frühen 0:1 und kündigte persönliche Konsequenzen an. Zwischen ernüchternder Analyse, Selbstkritik und dem Blick nach vorne zeichnete er ein schonungsloses Stimmungsbild seiner Mannschaft: "Ich mache im Juni Schluss und gehe in den Nachwuchs. Die Mannschaft wird dann ein Spieler übernehmen."

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Personelle Ausfälle und der Bruch nach dem 0:1

Kitz skizzierte die Ausgangslage klar: "Ich habe sechs Verletzte, die ganze Abwehr ist seit rund eineinhalb Wochen ausgefallen. Wir konnten dem nicht genug entgegensetzen." Dennoch habe seine Elf gut begonnen: Die ersten 15 bis 20 Minuten hätten Brückl gehört. "Nach dem 0:1 kam jedoch ein Bruch – wir gerieten in Rückstand und fanden nicht mehr zurück. Die psychische Komponente haben wir nicht auf den Platz gebracht; statt stärker wurden wir schwächer."

Techelsberg setzt den Plan besser um – Tore fallen konsequent

Im Kern, so Kitz, setzte Techelsberg genau das um, was Brückl selbst vorhatte: über das Mittelfeld agieren und mit langen Bällen die Spitze suchen – die Gäste machten es schlicht konsequenter. Der Spielverlauf spiegelte diese Dominanz: In der 15. Minute eröffnete Christopher Korhammer zum 0:1, Ziga Slavicek legte in der 19. zum 0:2 nach. Christopher Koban stellte in der 25. auf 0:3 – der Pausenstand. Nach Wiederbeginn schnürte Jan Potocar mit Treffern in der 51. und 57. Minute den Doppelpack zum 0:5, ehe Clemens Tscharnuter in der 63. Minute das halbe Dutzend vollmachte. In der Schlussphase traf erneut Ziga Slavicek (82.) zum 0:7, Christopher Koban setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 0:8. "Hinten stand Techelsberg sehr stabil, vorne waren sie einfach stärker als wir", fasste Kitz zusammen. Bitter zudem: In der 80. Minute sah Mario Radler Rot – Brückl beendete die Partie in Unterzahl.

Einzelne Lichtblicke, klare Appelle – und die persönliche Weichenstellung

Trotz der Deutlichkeit lobte Kitz den Einsatz einzelner Akteure. Besonders positiv erwähnte er Benjamin Sandal, der sich unermüdlich einbrachte. Zugleich mahnte der Trainer mehr Disziplin bei der Umsetzung der Vorgaben ein: Die Mannschaft müsse lernen, Anweisungen konsequent einzuhalten.

"Ich bin seit 20 Jahren im Geschäft und habe von meinen Trainern viel mitgenommen – heute wird das nicht immer so praktiziert", sagte Kitz. Seine persönliche Entscheidung steht fest: Im Juni wechselt er in den Nachwuchsbereich; anschließend soll ein Spieler die Mannschaft übernehmen.

2. Klasse C: WSG Brückl : Techelsberg - 0:8 (0:3)

  • 87
    Christopher Koban 0:8
  • 82
    Ziga Slavicek 0:7
  • 63
    Clemens Tscharnuter 0:6
  • 57
    Jan Potocar 0:5
  • 51
    Jan Potocar 0:4
  • 25
    Christopher Koban 0:3
  • 19
    Ziga Slavicek 0:2
  • 15
    Christopher Korhammer 0:1