Nach dem Duell zwischen ASKÖ Poggersdorf Youngsters und Liebenfels - Future Team in der 2. Klasse C überwog bei Trainer Franz Krall die Enttäuschung über einen späten Rückschlag. Er sah sein Team lange „spielbestimmend“, lobte Einsatz, Pressing und Umschaltmomente, haderte jedoch mit vergebenen Chancen und dem unglücklichen Gegentor in der Schlussphase. Zugleich betonte er den positiven Entwicklungsschub seiner jungen Mannschaft und kündigte an, gezielt am Abschluss zu arbeiten.

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Poggersdorf legte kraftvoll los und ging früh 1:0 in Führung: Jürgen Kersch brachte die Gastgeber in der 12. Minute in Front. Liebenfels glich noch vor der Pause aus, als Marin Juric in Minute 27 das 1:1 markierte; mit diesem Resultat ging es auch in die Kabinen. „Bis zum 1:1 waren wir spielbestimmend“, unterstrich Krall. Die Partie blieb offen, ehe Vasile-Calin Patrascan in der 90. Minute zum 1:2 für die Gäste traf – nach einem Freistoß und damit aus Kralls Sicht besonders bitter angesichts der investierten Arbeit seiner Mannschaft.
Ein Kernmotiv von Kralls Analyse: verpasste Möglichkeiten und ein starker Gegenüber im Tor. Zwei Abschlüsse rund um den Sechzehner parierte der Liebenfelser Schlussmann reaktionsschnell zur Ecke – Szenen, die Poggersdorfs Drangphase hätten krönen können. In dieser Phase kam das Heimteam immer wieder in gute Abschlusspositionen und hielt das Tempo hoch. Weil die entscheidenden Bälle jedoch nicht einschlugen und auf der anderen Seite in der Endphase ein Standard saß, blieb der Eindruck einer Partie, deren Ertrag aus Poggersdorfer Sicht in einem deutlichen Missverhältnis zur Leistung stand.
Taktisch hob Krall das Verhalten gegen den Ball hervor: Das Pressing griff, die Wege nach Ballgewinn passten, und in den Umschaltmomenten tauchte seine Elf wiederholt gefährlich auf. Physisch sah er Vorteile: Seine Mannschaft agierte in den Duellen entschlossen, attackierte konsequent erste wie zweite Bälle und hielt die Intensität bis zum Ende hoch. Einzelne Spieler wollte er nicht herausheben: „Da gibt es keinen einzelnen Spieler, sondern nur das Team.“ Die Umsetzung der Vorgaben bewertete er als geschlossen und diszipliniert – „das haben sie alles sehr brav gemacht“ –, der fehlende Baustein blieb jedoch die Effizienz im Abschluss. Die Konsequenz für die kommende Trainingswoche formulierte Krall pointiert: „Wir werden Abschlüsse üben.“ Nach einer engagierten, über weite Strecken kontrollierten Vorstellung blieb so das Gefühl, „wieder einmal nicht belohnt“ worden zu sein – verbunden mit der Überzeugung, dass der sichtbare Reifeprozess dieser jungen Mannschaft die richtige Antwort auf einen bitteren Fußballabend ist.