In der 2. Klasse C erkämpfte sich der SV Himmelberg bei der jungen und spielfreudigen Truppe der SG SV Moosburg/SK Austria Klagenfurt 1c nach 0:3-Rückstand noch ein 3:3. Trainer und Torschütze Martin Sinz sprach von einer schwierigen Ausgangslage, zwei U15-Debütanten in der Startelf und einem klaren Matchplan – tief stehen, auf Konter lauern. „Im Nachhinein geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte er, auch wenn er das späte 3:3 und eine strittige Abseitsentscheidung erwähnte. Entscheidend: In der Schlussphase „wollten wir den Punkt mehr als sie den Sieg“ – und belohnten uns mit großem Kampf.

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Himmelberg kam mit dünner Personaldecke, Sinz musste umstellen und vertraute auf zwei ganz junge Kräfte. „Wir wussten, Moosburg ist jung, laufstark und technisch gut. Also stellen wir uns hinten rein und spielen auf Konter“, erklärte der Coach. Die Hausherren legten dennoch los: Maximilian Duss traf in Minute 24 zum 1:0, fünf Minuten später erhöhte Marco Andrea Divo auf 2:0. „Erst Unachtsamkeit, dann ein Kommunikationsfehler – das haben sie super bestraft“, räumte Sinz ein. Das 2:0 zur Pause war aus seiner Sicht verdient, denn Moosburg hatte mehr vom Spiel und nutzte die Chancen eiskalt. Himmelberg blieb aber im Plan, hielt die Ordnung, kommunizierte viel mit den U15-Burschen – „wir haben sie geführt, eingeteilt und keinen Druck aufgebaut“ – und wartete auf das eigene Fenster im zweiten Durchgang.
Als Tim Nadarevic in der 69. Minute auf 3:0 stellte, schien alles gelaufen. „Bitter, aber auch verdient“, sagte Sinz – und drehte dann selbst an der Partie. Die beiden 15-Jährigen mussten raus, frische Kräfte kamen, und beim letzten Wechsel kam auch der Trainer noch aufs Feld. „Nach einem schönen Pass von Alexander habe ich das 3:1 gemacht – da ging ein Ruck durch die Mannschaft“, schilderte er den Anschluss in Minute 74. Nur zwei Minuten später verkürzte Christopher Hartlmüller auf 3:2, der Glaube war nun voll da. „In der letzten Viertelstunde hatten wir ein bisschen Überhand, wir wollten mehr“, so Sinz. In Minute 87 belohnte Jürgen Giovanelli den Aufwand und netzte zum 3:3. „Unter dem Strich geht’s für beide in Ordnung – erste Halbzeit sie ein bisserl besser, zweite Halbzeit wir.“
Sinz hob nach dem Kraftakt besonders den Umgang der Routiniers mit den Debütanten hervor. „Die Kommunikation mit den jungen Spielern hat sehr gut funktioniert. Wir haben sie geführt, gut mit ihnen geredet und wenig Druck aufgebaut.“ Den Gegner hatte er genau so erwartet: „Jung, spielfreudig, agil, mit Spielwitz – eine attraktive Mannschaft mit viel Potenzial.“ Aus seiner Sicht fühlte sich Moosburg nach dem 2:0 beziehungsweise 3:0 sehr sicher und habe das Finish unterschätzt – „das ist halt Routine“. Und zum Unparteiischen blieb Sinz bewusst sachlich: „Auf einem großen Platz alleine gibt’s strittige Situationen. Er hat die Partie gut über die Bühne gebracht und auf beide Seiten versucht fair zu pfeifen.“ Eine diskutierte Abseitsentscheidung nahm er sportlich: „Wenn er pfeift, pfeift er.“
Dass Himmelberg nach 0:3 noch einen Zähler mitnimmt, bewertet der Trainer doppelt. Einerseits sportlich: „Hätte mir vor dem Spiel in unserer Personalsituation jemand ein 3:3 angeboten, ich hätte sofort Ja gesagt.“ Andererseits für die Köpfe: Der späte Ausgleich und das starke Finish geben Rückenwind für die nächsten Aufgaben. In der Tabelle bleibt Moosburg als Vierter mit 39 Punkten vorn im Verfolgerfeld, Himmelberg sammelte als 13. den zehnten Zähler ein – ein kleiner, aber wichtiger Schritt.
„Es tut ein bisschen weh, dass es nicht drei Punkte wurden, aber ich bin mit dem einen Punkt sehr zufrieden“, fasste Sinz zusammen. Jetzt gilt es, den Schwung mitzunehmen.