In der 2. Klasse C lieferte der HSV gegen SG SV Moosburg/SK Austria Klagenfurt 1c ein echtes Comeback ab: Nach 1:3 zur Pause drehten die Hausherren die Partie noch in ein 4:3. Trainer Christian Anton Fellner sprach von vielen Ausfällen und einer Startelf mit ungewohnten Gesichtern, doch nach einer klaren Kabinenansprache fand seine Mannschaft die richtige Antwort. Spät sorgte Vladimir Uvarov für den Sieg – und das nach einer zweiten Hälfte, in der der HSV deutlich aktiver war und mehr vom Spiel hatte.

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Der Start lief gegen die Gastgeber, und das früh: Bereits in Minute fünf stellte Denis Barucic auf 0:1, der HSV brauchte bis zur 23. Minute, ehe ein unglückliches Eigentor von Marco Andrea Divo den Ausgleich brachte. Doch die Gäste blieben gefährlich, Barucic legte in der 33. Minute das 1:2 nach, und kurz vor der Pause rutschte den Heimischen selbst ein Ball ins eigene Netz – Patrick Klocker traf in Minute 44 zum 1:3. „Wir hatten heute sehr viele Ausfälle, und einige mussten von Beginn an ran, die sonst nicht immer starten“, erklärte Christian Anton Fellner. Er schilderte auch, warum es bis dahin hakte: „Die Burschen sind mit wenig Selbstvertrauen reingegangen und haben anfangs zu wenig Verantwortung übernommen.“ Mit dem 1:3 zur Halbzeit war daher klar: Es brauchte eine Wende in der Kabine.
Diese Wende kam. „Die Kabinenansprache war entscheidend“, betonte Fellner. „Wir haben klar angesprochen, dass jeder Verantwortung übernimmt. Sie haben das Herz in die Hand genommen, wollten die zweite Halbzeit unbedingt gewinnen und das Match drehen.“ Auf dem Platz wurde das schnell sichtbar: In Minute 53 verkürzte Patrick Stefan Kihalic auf 2:3, sieben Minuten später sorgte Stefan Trinker für den Ausgleich zum 3:3. „Wir waren nach der Pause brüllend überlegen, das 3:3 war aufgrund unserer Drangphase absolut gerechtfertigt“, so der Coach. Auffällig war, wie geschlossen sein Team auftrat. „Egal wer ausfällt – das Kollektiv ist stark. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, spielerisch besser, läuferisch besser“, erklärte Fellner und lobte den klaren Zugriff seiner Truppe nach Wiederbeginn.
Die Krönung folgte spät – und sie passte zur Druckphase der Hausherren. In Minute 88 besorgte Vladimir Uvarov per Kopf das 4:3 und ließ den HSV für seinen Aufwand jubeln. Fellner ordnete die Szene so ein: „Das 4:3 ist nach einer Druckphase gefallen, nach einer Corner-Serie – beim letzten Corner hat Vladimir Uvarov eingeköpft.“ Auch für den Gegner hatte er anerkennende Worte: „Die Nummer zehn auf der linken Seite war sehr stark und hat uns vor der Pause Probleme bereitet. Das ist eine gute Mannschaft.“ Ein Lob gab es zudem für den Unparteiischen: „Herr Alman hat die Partie super geleitet. Es wäre oft gut, wenn man so routinierte und positive Schiedsrichter hätte.“ Mit dem Dreier behauptet der HSV laut aktueller Tabelle Platz fünf und hält bei 39 Punkten; Moosburg folgt knapp dahinter ebenfalls mit 39 – ein enger Fight im oberen Mittelfeld, der noch Spannung für die letzten Runden verspricht.