In der 2. Klasse C lieferte die ASKÖ Poggersdorf Youngsters dem SV Oberes Metnitztal ein offenes Spiel, musste sich am Ende aber mit 3:4 geschlagen geben. Trainer Franz Krall sprach von einem Duell „auf Augenhöhe“, haderte jedoch mit dem Ausgleich kurz vor der Pause, den er als Elfer sah. Trotz des Rückschlags lobte er Moral und Einsatz seiner jungen Truppe und blieb zuversichtlich: „Irgendwann fällt das Glück auf unsere Seite – dann nehmen wir unsere Punkte mit.“

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Die Partie begann denkbar ungünstig für die Youngsters: Bereits in Minute 4 stellte Fabian Drobesch auf 0:1. „Nach vier Minuten waren wir 0:1 hinten“, schilderte Franz Krall. Seine Mannschaft antwortete prompt: Jürgen Kersch glich in der 6. Minute aus, Daniel Alessandro Rupitsch drehte das Spiel in Minute 16 auf 2:1. Poggersdorf hatte damit die bessere Phase, doch kurz vor der Pause folgte der Dämpfer. Aus Kralls Sicht fiel das 2:2 „durch einen Elfer“, verwandelt von Maximilian Dietmar Wurzer in der 43. Minute. Nach dem Seitenwechsel legte Metnitztal nach: Wieder Wurzer traf früh zur 2:3-Führung (48.), später erhöhte Klemen Strancar auf 2:4 (70.). Poggersdorf gab nicht auf, drückte in der Schlussphase und kam in der 90.+4 durch Kersch zum 3:4-Anschluss. „Wir haben Chancen gehabt, wir haben einen Hunderter liegen lassen – das wäre normal das 4:4 gewesen“, ärgerte sich Krall, der seine Mannschaft dennoch für die Aufholjagd lobte.
In seiner Analyse fand der Trainer klare Worte, ohne die Leistung kleinzureden. „Das Spiel war auf Augenhöhe“, hielt Krall fest. Entscheidend sei gewesen, dass seine Elf „kurz vor der Halbzeit den Elfer zum 2:2“ hinnehmen musste. Die Reaktion in der Kabine passte für ihn: „Ich habe die Jungs aufgerichtet und motiviert.“ Nach der Pause sah er allerdings jene Details, die den Unterschied machten: „Die Abstände waren ein bissl zu groß in der zweiten Halbzeit.“ Daraus zog Metnitztal seinen Nutzen. „Die haben mehr Routine und haben die wenigen Chancen, die sie hatten, genutzt“, so Krall über den Gegner. Gleichzeitig wollte er den eigenen Auftritt nicht schlechtreden: „Die Jungs haben nicht aufgegeben, haben Moral, haben Kampfgeist, alles gezeigt.“ Wichtig war Krall auch der faire Umgang mit den Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Seine Entscheidungen sind zu akzeptieren.“ Für ihn bleibt die Erkenntnis, dass Einstellung und Wille stimmen – und an Kleinigkeiten gearbeitet werden muss.
Krall ordnete das Resultat auch mit Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft ein. „Das Team ist im ersten Jahr in der Kampfmannschaft, sie sammeln gemeinsam Erfahrung und Routine“, sagte er. Dass seine Youngsters trotz des Rückstands bis in die Nachspielzeit am Drücker blieben, wertete er als gutes Zeichen für die kommenden Aufgaben.
Rückenwind kommt von außen: „Unsere Fans sind treu und immer da“, betonte Krall – und freute sich über prominente Unterstützung am Platz. „Unsere Vizebürgermeisterin, Katrin Hayek, ist ein treuer Fan dieser Mannschaft und bei jedem Spiel, auch auswärts, dabei.“ Sportlich ist der Weg klar: Chancenverwertung schärfen, die Abstände kompakter halten und die guten Phasen ausbauen. „Irgendwann fällt das Glück auf unsere Seite – dann werden wir voll punkten oder Punkte mitnehmen“, gab der Trainer als Ausblick vor.