Ein wilder Nachmittag in der 2. Klasse C: Der SV Himmelberg lag bei der WSG Brückl nach einer halben Stunde 0:3 zurück und gewann am Ende 4:5. Trainer Martin Sinz sprach von einem „großen Platz“ und einer Mannschaft, die „spielbestimmend“ blieb, auch als es ganz düster aussah. Entscheidend waren der schnelle Anschluss, der Ausgleich noch vor der Pause und nach Seitenwechsel ein Doppelpack von Raphael Sinz – inklusive entscheidendem Elfer zum Sieg.

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Die Heimmannschaft erwischte einen Traumstart. Mark Langer traf früh zum 1:0 (7.) und legte in Minute 26 das 2:0 nach. Als Langer in der 33. Minute sogar seinen dritten Treffer zum 3:0 draufpackte, schien die Sache gelaufen. „Wir waren spielbestimmend, aber sie haben die Tore gemacht“, ordnete Martin Sinz ein. Er sprach von einem „großen Platz“ und eigenen Fehlern: „Beim 2:0 hat sich Michael verschätzt, beim 3:0 Florian.“ Doch Himmelberg ließ sich nicht hängen. Philip Ritzinger stellte in der 34. Minute auf 3:1 – laut Sinz „mit einem Freistoßtor, da ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“. Nur eine Minute später traf Andreas Heinz Kassmannhuber zum 3:2, und kurz vor der Pause besorgte Florian Höher den 3:3-Ausgleich (44.). „Der Ausgleich vor der Halbzeit war extrem wichtig“, so der Coach.
Aus der Pause kam Himmelberg mit breiter Brust. „Wir waren fokussiert. Wir haben gesagt: Ein 0:3 aufgeholt – jetzt wollen wir den Sieg“, erklärte Martin Sinz. Die Gäste blieben am Drücker und belohnten sich: Raphael Sinz drehte das Spiel mit dem 3:4 in der 56. Minute. Brückl meldete sich allerdings zurück, Georg Lukas Rebernig glich nach einer aus Himmelberger Sicht „strittigen Szene“ zum 4:4 aus (61.). Die Schlussphase gehörte wieder den Gästen. „Zum Schluss sind wir nach einer klaren Elfersituation zum 4:5 gekommen – das Ergebnis geht für mich in Ordnung“, sagte Sinz. Den Schlusspunkt setzte erneut Raphael Sinz (72.) und schnürte damit den Doppelpack. Dass Himmelberg „den Ball gut in den eigenen Reihen hielt“ und „cool und clever“ blieb, zahlte sich in den entscheidenden Momenten aus.
Respekt hatte Martin Sinz auch für den Gegner: „Brückl hat die weiten Bälle über die Flanken forciert, das wussten wir. Wir haben uns gut darauf eingestellt, trotzdem haben wir da anfangs zu viel zugelassen.“ Entscheidend sei gewesen, „den Ball auf dem großen Platz laufen zu lassen“ und nach dem 3:1 dranzubleiben: „Nach dem Anschluss haben wir das Spiel großteils kontrolliert und nach vorne gut gearbeitet.“ Zur Leitung des Unparteiischen meinte Sinz differenziert: „Einige Abseitsentscheidungen waren fragwürdig, aber der Schiri hat eine super Partie gepfiffen.“ Besonders wichtig war ihm das Miteinander in seiner Truppe: „Ich hebe das Kollektiv hervor. Obwohl einige Spieler gefehlt haben, war das heute sehr stark – cool, clever und mit richtig viel Arbeit nach hinten.“ Sein Fazit nach dem 4:5: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir über weite Strecken das aktivere Team waren.“