Spielberichte

Mit Feldspieler im Tor: Krumpendorf verliert 1:4 trotz Chancenplus

Krumpendorf
Oberes Metnitztal

In der 2. Klasse C musste Krumpendorf am Samstag eine 1:4-Heimniederlage gegen SV Oberes Metnitztal hinnehmen. Nach einem Chancen-Start der Hausherren trafen die Gäste früh dreimal, ehe Krumpendorf nach der Pause verkürzte. Ein verschossener Elfmeter und ein Feldspieler im Tor prägten den Nachmittag. Trainer Martin Tine Kaiser sprach von verpassten Möglichkeiten und einer eiskalten Gästeeffizienz. Trotz zahlreicher Chancen lag sein Team schon zur Pause 0:3 zurück und lief einem Rückstand hinterher.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Guter Auftakt ohne Tor, dann drei kalte Duschen vor der Pause

Krumpendorf startete mutig in die Partie und erspielte sich früh dicke Möglichkeiten. „Wir hätten da eigentlich 2:0 führen müssen. Stattdessen hat Oberes Metnitztal in der 15. Minute eiskalt zugeschlagen – und hinten ist uns der Faden gerissen“, ärgerte sich Trainer Martin Tine Kaiser. Die kalte Dusche kam durch Simon Schrittesser, der in Minute 14 das 0:1 besorgte. Nur fünf Minuten später legte Florian Knapp zum 0:2 nach (19.). Krumpendorf blieb zwar vorne aktiv, ließ aber weiter liegen. „Offensiv waren Chancen da, die Chancenauswertung war eine Katastrophe“, so Kaiser. Kurz vor der Pause erhöhte Klemen Strancar auf 0:3 (39.), womit es mit einem klaren Rückstand in die Halbzeit ging. „In der ersten Halbzeit waren sie extrem effizient, aus vier Chancen machen sie drei Tore“, fasste Kaiser die Kräfteverhältnisse bis zum Pausenpfiff nüchtern zusammen.

Feldspieler im Tor, Elfer vergeben – kurzes Aufbäumen reicht nicht

Ein besonderes Handicap zog sich durch den ganzen Nachmittag. „Wir mussten mit einem Feldspieler im Tor spielen, weil uns an diesem Tag drei Tormänner ausgefallen sind“, erklärte Kaiser. Dennoch hatte er Lob parat: „Hut ab vor Matej Knezevic: Er hat uns im Tor zwei Hunderter gerettet und war für mich trotzdem der Beste.“ Nach Wiederbeginn meldete sich Krumpendorf zurück: Christopher Holzfeind stellte in Minute 52 auf 1:3 und sorgte für ein kurzes Aufbäumen. „Wir haben uns noch einmal aufgebäumt, hatten wieder zwei Hunderter und den Elfer – es wäre genug da gewesen, die Partie zu drehen“, haderte Kaiser. Der Strafstoß fand jedoch nicht den Weg ins Tor: „Wir haben dann auch noch einen Elfmeter verschossen.“ Metnitztal blieb abgeklärt, spielte laut Kaiser „nach der Pause souverän runter“ und setzte durch den zweiten Treffer von Simon Schrittesser zum 1:4 (74.) den Deckel drauf. Ein Wort noch zum Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war top.“

Kaisers Fazit: Effizienz schlägt Aufwand – und was bleibt

Im Kern sah Martin Tine Kaiser den Unterschied im Strafraum. „Der Unterschied war, dass Metnitztal eiskalt verwertet hat und unsere Chancenauswertung katastrophal war“, meinte der Krumpendorf-Coach. Er verwies auch auf die spezielle Torhüter-Situation: „Vielleicht war auch die Verunsicherung da, weil kein Tormann zur Verfügung stand.“ An der grundsätzlichen Analyse ändert das nichts: Vorne fehlte die Konsequenz, hinten riss nach dem 0:1 der Faden.

In der Tabelle hält Krumpendorf nach 25 Runden bei 36 Punkten und rangiert auf Platz acht, Metnitztal baut als Vierter sein Konto auf 43 Zähler aus. Für die Wörtherseer bleibt die Aufgabe klar: Aus den guten Phasen mehr machen, die frühen Gegentreffer abstellen und die entgangenen Möglichkeiten in künftigen Partien konsequenter nutzen – die Chancen dafür erspielt sich die Mannschaft, wie an diesem Tag deutlich zu sehen war.

2. Klasse C: Krumpendorf : O. Metnitztal - 1:4 (0:3)

  • 74
    Simon Schrittesser 1:4
  • 52
    Christopher Holzfeind 1:3
  • 39
    Klemen Strancar 0:3
  • 19
    Florian Knapp 0:2
  • 14
    Simon Schrittesser 0:1