Zum Auftakt in der 2. Klasse C hat SV Union Gurk bei SG SV Moosburg/SGA Sirnitz 1b nach einem wilden Spielverlauf ein 3:3 geholt. Trainer Stefan Luschin sah seine Mannschaft lange auf einem guten Weg, haderte danach aber deutlich mit der Chancenverwertung. Dass am Ende dennoch ein Punkt mitgenommen wurde, lag auch an Paul Georg Fischer und einem Treffer in allerletzter Sekunde.

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Für Stefan Luschin war es ein Spiel, das gleich mehrere Geschichten in sich hatte. Einerseits sprach der Trainer des SV Union Gurk von einem „erwartet schweren ersten Meisterschaftsspiel“, andererseits sah er seine Mannschaft gerade in der Anfangsphase ordentlich in die Partie kommen. „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, haben den Gegner offensiv gut bespielt und uns einige Möglichkeiten herausgespielt“, sagte Luschin. Genau dort begann aus seiner Sicht aber auch schon das eigentliche Problem dieses Abends. Der SV Union Gurk ließ laut seinem Trainer mehrere sehr gute Chancen liegen und hielt damit die SG SV Moosburg/SGA Sirnitz 1b im Spiel. Luschin brachte es auf den Punkt: „Aus den ersten drei, vier wirklich sehr guten Torchancen müssen wir mindestens zwei Tore machen.“ Weil das nicht gelang, blieb die Partie offen, obwohl der SV Union Gurk viel investierte. Immerhin fiel kurz vor der Pause doch noch die Führung, als Florian Matthias Novak in der 44. Minute das 0:1 erzielte. Für Luschin wirkte dieses Tor zunächst wie der verdiente Lohn für den Aufwand seiner Mannschaft und zugleich wie ein möglicher Türöffner für den weiteren Spielverlauf.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Stefan Luschin zunächst nicht den Eindruck, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlieren würde. Im Gegenteil: „Wir haben dann gut in die zweite Halbzeit gestartet und auch wieder ein, zwei Top-Chancen gehabt“, sagte der Trainer. Doch wieder blieb der Ertrag aus. Statt die Führung auszubauen, ließ der SV Union Gurk diese Möglichkeiten ungenutzt und machte damit die SG SV Moosburg/SGA Sirnitz 1b wieder stark. In der 59. Minute glich Marco Andrea Divo zum 1:1 aus, acht Minuten später drehte Raphael Wolf die Partie auf 2:1. Luschin ordnete genau diese Phase sehr klar ein und machte dabei keine Nebenschauplätze auf. „Durch zwei Standards, durch zwei Eckbälle, haben wir dann einfach nicht gut im Raum verteidigt“, sagte er. Das erste Eckballtor sei „glasklar“ Abseits gewesen, beim zweiten habe man es ebenfalls nicht sauber gelöst aber der Ball wurde unserem Tormann aus der Hand geschossen. Für den Trainer stand trotzdem fest, dass die Hauptursache nicht in diesen Gegentoren allein lag. „Wir waren da einfach selber schuld, weil wir unsere Torchancen einfach nicht genutzt haben.“ Der Trainer reagierte mit Wechseln, brachte unter anderem Florian Kronlechner und Paul Georg Fischer und hoffte auf neue Impulse.
Genau dieser Impuls kam dann auch, und zwar unmittelbar. Luschin hob nach dem Spiel besonders den Auftritt von Paul Georg Fischer hervor. „Paul hat das wahnsinnig gut gemacht. Mit der ersten Aktion, er war vielleicht zehn Sekunden am Platz, hat er schon wieder den Ausgleich gemacht“, sagte der Trainer. In Zahlen bedeutete das den Treffer zum 2:2 in der 74. Minute. Lange konnte sich der SV Union Gurk darüber allerdings nicht freuen, weil Raphael Wolf in der 77. Minute erneut für die SG SV Moosburg/SGA Sirnitz 1b traf und das 3:2 erzielte. Auch danach war die Partie aber noch nicht zu Ende. Der SV Union Gurk blieb dran und bekam in der Nachspielzeit doch noch seine Belohnung. In der 90+4. Minute drückte Paul Georg Fischer den Ball zum 3:3 über die Linie. Für Luschin war dieses späte Tor mehr als nur ein schöner Schlusspunkt. „Durch den ganzen Spielverlauf, wie das Spiel auch verlaufen ist, war das ein verdammt wichtiger Punkt für uns“, sagte er. Gleichzeitig verteilte er auch ein klares Kompliment an die Gastgeber: „Großer Respekt an SG SV Moosburg/SGA Sirnitz 1b. Das ist eine Mischung aus jungen und routinierten Spielern, sie rackern und kämpfen bis zum Umfallen.“ Dass es dabei laut Luschin eine faire Partie ohne Gehässigkeiten war, passte für ihn ebenfalls ins Bild.
Nach dem 3:3 suchte Stefan Luschin keine Ausreden und lenkte den Blick bewusst auf die Dinge, die der SV Union Gurk selbst beeinflussen kann. Weder beim Gegner noch beim Schiedsrichter wollte er irgendwelche Gründe suchen. „Wir brauchen überhaupt nicht diskutieren“, stellte er klar. „Die Torchancenauswertung müssen wir uns einfach selber ankreiden.“ Damit war seine Analyse im Kern schnell zusammengefasst, im Inhalt aber deutlich genug: Der SV Union Gurk hat sich nach seiner Sicht ein besseres Ergebnis lange selbst verbaut. Entsprechend klar fiel auch der Ausblick aus. „Man muss einfach hart daran arbeiten, konsequenter vor dem Tor zu werden“, sagte Luschin. Dazu komme, dass man „im Spielaufbau noch an einigen Schrauben drehen“ müsse. Der Punkt zum Start ist für den SV Union Gurk deshalb einer, den man gerne mitnimmt, auch weil er in letzter Sekunde gerettet wurde. Zufrieden klang der Trainer nach diesem Verlauf aber vor allem deshalb nicht, weil er genau wusste, dass in diesem ersten Saisonspiel sogar mehr drin gewesen wäre.