Zum Auftakt in der 2. Klasse C hat Krumpendorf gegen die ASKÖ Poggersdorf Youngsters einen zähen 1:0-Heimsieg eingefahren. Nach einem torlosen ersten Durchgang fiel die Entscheidung erst in der 80. Minute durch Julian Pichler. Trainer Martin Tine Kaiser sah viel Ballbesitz, eine vergebene Möglichkeit vom Punkt und vor allem Geduld als Schlüssel zum Erfolg: „In der Ruhe liegt die Kraft.“

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Es war genau die Partie, die Martin Tine Kaiser nach dem Schlusspfiff als „lange Zeit ein schwieriges Spiel“ einordnete. Krumpendorf hatte nach seiner Einschätzung über weite Strecken mehr vom Spiel und auch mehr Ballbesitz, konnte diesen Vorteil aber zunächst nicht in Tore umwandeln. Zur Pause stand es 0:0, und damit war schon sichtbar, woran es an diesem Abend hakte: Der Aufwand war da, der Ertrag noch nicht. Dazu kam, dass auch ein Elfmeter ungenutzt blieb. Gerade dieser vergebene Strafstoß passte ins Bild eines Spiels, in dem Krumpendorf dranblieb, sich aber lange nicht belohnte. Kaiser formulierte das nachher sehr offen: „Der Dosenöffner ist erst spät gekommen. Ballbesitz war sicher mehr bei uns, aber es hat eben zu lange gedauert, bis ein Tor gefallen ist. Aber darum war es, glaube ich, verdient.“
Die Entscheidung fiel dann erst zehn Minuten vor Schluss, als Julian Pichler in der 80. Minute das 1:0 erzielte. Kaiser beschrieb den Treffer als starke Einzelaktion: „Alleingang von Julian Pichler, Verteidiger aussteigen lassen, Tormann aussteigen lassen und dann das Tor geschossen.“ Mehr brauchte es an diesem Abend am Ende auch nicht. Weil die Hausherren davor trotz Ballbesitz und mehr Kontrolle keinen Weg zum Treffer gefunden hatten, bekam genau diese Szene besonderes Gewicht. Es war nicht nur das Siegtor, sondern jener Moment, der das lange Anrennen endlich in einen Vorsprung verwandelte und damit den Unterschied auf die Anzeigetafel brachte.
Gerade in dieser Geduld sah Kaiser auch den entscheidenden Punkt für den gelungenen Start. „Wir haben trotzdem versucht, weiterzuspielen und die Ruhe zu bewahren. In der Ruhe liegt die Kraft, meiner Meinung nach, und das hat gepasst“, sagte der Trainer. Ganz ohne Kritik kam seine Analyse aber nicht aus, denn trotz des 1:0 sprach er die Chancenverwertung klar an: „Luft nach oben gibt es bei der Chancenauswertung.“ Positiv hob er noch einmal hervor, dass der Ballbesitz „okay“ gewesen sei. Respekt gab es außerdem für den Gegner, den er als „junge, sehr agile Mannschaft“ bezeichnete. Den ASKÖ Poggersdorf Youngsters traut er in der weiteren Entwicklung einiges zu: „In ein, zwei Jahren werden sie, glaube ich, eine sehr gute Mannschaft sein.“ Seine kurze Zusammenfassung des Unterschieds zwischen beiden Teams fiel dann markant aus: „Die Routine hat gesiegt gegen jugendlichen Leichtsinn, wenn man das so sagen kann.“ Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war Kaiser zufrieden: „Der Schiedsrichter war korrekt, hat das recht gut gemacht. Da können normalerweise beide Seiten zufrieden sein.“ Für Krumpendorf bleibt damit zum Auftakt vor allem ein knapper, aber am Ende verdienter Heimsieg stehen.