In der 2. Klasse C hat SV Himmelberg eine schwierige Saison hinter sich gebracht und die Spielzeit mit 16 Punkten auf Rang 13 beendet. Trainer Martin Sinz blickt auf einen „holprigen Weg“ zurück, sieht aber zugleich einen klaren positiven Trend zum Ende hin. Vor allem die Entwicklung der jungen Spieler macht dem SV Himmelberg-Coach Mut, auch wenn der Umbruch noch längst nicht abgeschlossen ist.

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Martin Sinz redete die vergangenen Monate nicht schön, aber er sucht auch keine Ausreden. Sein Rückblick fällt offen aus, weil er in der abgelaufenen Saison einiges gesehen hat, das der Mannschaft selbst nicht gefallen haben kann. „Es war ein bissel ein holpriger Weg. Wir waren bei vielen Dingen selber schuld, weil wir die Leistung nicht abgerufen haben“, sagt der Trainer. Damit spricht er genau jenen Punkt an, der sich offenbar durch mehrere Phasen gezogen hat. Auf der anderen Seite will Sinz den Blick nicht nur auf das Negative richten. Gerade der Schlussteil der Saison ist für ihn ein Argument, warum er trotz Tabellenplatz 13 nicht nur Trübsal bläst. „Positiv war, dass zum Schluss wieder ein Aufwärtstrend da war“, sagt er. Diese Einschätzung ist für Himmelberg wichtig, weil sie zeigt, dass der Trainer im Verlauf der Saison sehr wohl Fortschritte erkannt hat und nicht nur auf die nackten 16 Punkte schaut.
Dass in Himmelberg ein Umbruch läuft, wird auch am Personal deutlich. Sinz spricht von Abgängen, die den Verein durchaus getroffen haben. „Schmerzhaft verlassen hat uns Stefan Spanner als Tormann, Florian Höher als Innenverteidiger, Alexander Töfferl als Mittelfeldspieler und Ferdinand Senk, der auch mit dem Fußballspielen aufgehört hat“, erklärt er. Gleichzeitig bleibt der Coach bei möglichen Zugängen bewusst vorsichtig. Namen will er noch nicht nennen, weil nach seinen Worten noch nichts unterschrieben ist. Statt großer Ankündigungen stellt er lieber die Linie des Vereins in den Vordergrund. „Die meisten Positionen werden mit einheimischen jungen Spielern aufgebessert oder aufgestockt, die aus der U15 herauskommen“, sagt Sinz. Für ihn ist damit klar, wohin die Reise geht: Himmelberg wird in der kommenden Saison eine sehr junge Mannschaft stellen. Der Trainer verbindet das nicht mit schnellen Versprechen, sondern mit einem längeren Horizont. „Wir haben nächstes Jahr eine sehr junge Mannschaft, aber ich bin trotzdem guter Dinge, dass sich die in den nächsten zwei bis fünf Jahren gut entwickelt und dann eventuell einen Mittelfeldplatz erreichen kann.“
Dass Sinz diesen Weg mitträgt, hängt stark mit der Entwicklung einzelner Spieler zusammen. Er betont, dass es nicht nur einen Gewinner der letzten Monate gegeben hat, sondern dass mehrere junge Akteure einen Schritt nach vorne gemacht haben. Konkret nennt er Philip Ritzinger, Martin Roth, Michael Sinz und Raphael Sinz. „Jeder von den jungen Spielern hat einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt der Trainer und macht damit klar, dass er im Kader trotz der schwierigen Saison Fortschritte gesehen hat. Besonders hebt er Eugen-Madalin Pincotan hervor. „Am meisten hat sich der Eugen in den letzten zwei Jahren entwickelt. Er ist ruhiger geworden, ballsicherer und mannschaftsdienlicher. Der hat einen enormen Schritt gemacht“, sagt Sinz. Gerade diese Beschreibung zeigt, was dem Trainer wichtig ist. Es geht ihm nicht nur um einzelne Aktionen, sondern um Entwicklung im Gesamtpaket. Dass ausgerechnet Pincotan für ihn noch einmal so deutlich zugelegt hat, hat ihn nach eigener Aussage sogar am meisten überrascht.
Vor dem Start in die neue Saison sieht Sinz zumindest in einem wichtigen Punkt gute Voraussetzungen. „Gott sei Dank sind wir momentan verletzungsfrei. Eigentlich sind alle Spieler wohlauf“, sagt er. Ganz fertig ist die Mannschaft damit freilich noch nicht. „Konditionell ist noch ein bissel Aufholbedarf da, aber wir sind guter Dinge, dass wir das bis zum Meisterschaftsstart hinbekommen.“ Auch abseits des Rasens war im Verein zuletzt etwas los. Die 50-Jahr-Feier hat laut Sinz bereits stattgefunden, als Nächstes steht der Werschlinger Kirchtag an, dazu kommt am Wochenende ein E-Coach-Kurs in Himmelberg. Der Trainer schaut aber nicht nur auf den eigenen Verein, sondern auch auf die Liga. Den Meistertitel von SV Weitensfeld bezeichnet er als verdient, auch den Aufstieg von Techelsberg hält er für verdient. Besonders sympathisch ist ihm aber der Weg einer anderen jungen Mannschaft. An ASKÖ Poggersdorf Youngsters gefällt ihm, dass dort viele einheimische Spieler aus dem Nachwuchs herangeführt werden. Genau das ist auch in Himmelberg die Idee. Sinz sagt damit zwischen den Zeilen sehr klar, worauf es in den nächsten Jahren ankommen wird: Geduld, Ausbildung und darauf zu vertrauen, dass aus einem jungen Kader Schritt für Schritt wieder eine Mannschaft wird, die weiter nach vorne schauen kann.