In der 2. Klasse C war SV Weitensfeld/Zweinitz über weite Strecken das klar dominierende Team. 72 Punkte, 24 Siege aus 26 Spielen und der Meistertitel sprechen eine deutliche Sprache. Obmann Stefan Friesser fällt seine Bilanz deshalb entsprechend klar aus: "Nach einer Saison mit 24 Siegen aus 26 Spielen kann man nicht von vielen Verbesserungsmöglichkeiten reden. Das war eine Top-Saison. Wir sind sehr zufrieden und es hat eigentlich alles gepasst." Daran ändert auch das abschließende 2:3 gegen Techelsberg nichts mehr.

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Der Blick auf den Saisonverlauf zeigt, warum Friesser so deutlich urteilt. SV Weitensfeld/Zweinitz startete zwar als Tabellenführer, rutschte nach der zweiten Runde aber zwischenzeitlich bis auf Rang sieben ab. Viel länger dauerte diese Phase allerdings nicht. Über die Plätze vier, drei und zwei arbeitete sich die Mannschaft rasch wieder nach vorne, ab Runde neun stand sie an der Spitze und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Gerade die Schlussphase unterstrich noch einmal die Stärke des Meisters. Auf den 9:1-Erfolg gegen Oberes Metnitztal folgte ein 4:2 bei der SG SV Moosburg/SK Austria Klagenfurt 1c, danach ein 6:0 gegen Liebenfels - Future Team und ein 6:2 bei SV Feldkirchen 1b. Erst im letzten Spiel gab es mit dem 2:3 gegen Techelsberg noch eine Niederlage. Dass Friesser ausgerechnet diesen Gegner hervorhebt, passt zur Saisonwahrnehmung des Vereins. "Techelsberg hat mich im letzten Spiel sehr beeindruckt durch den Kampfgeist, den sie an den Tag gelegt haben", sagt er.
Wenn ein Verein eine derart starke Saison spielt, fällt meist auch die Kaderanalyse entsprechend unspektakulär aus. Bei SV Weitensfeld/Zweinitz gibt es keinen größeren Umbruch, im Gegenteil. "Wir haben keinen Abgang", sagt Friesser knapp und deutlich. Dazu kommt mit Simon Dörfler ein rechter Flügelspieler zurück, der wieder zum Verein stößt. Große Baustellen sind damit im Kader nicht erkennbar. Friesser macht auch keinen Hehl daraus, dass der Erfolg auf mehreren Schultern verteilt war, auch wenn ein Name natürlich heraussticht. Adrian Schindler war mit 44 Toren der auffälligste Mann im Meisterteam. "Unser Torschütze vom Dienst, Adrian Schindler, hat uns mit 44 Toren sehr geholfen, den Meistertitel zu holen", sagt der Obmann. Gleichzeitig will er den Erfolg nicht nur an dieser einen Zahl festmachen. Für ihn war es "generell das Kollektiv in unserer Mannschaft, in der jeder für jeden arbeitet und kämpft".
Die größte Veränderung betrifft bei den Kärntnern deshalb nicht den Spielerkader, sondern den Trainerposten. Der bisherige Trainer hat den Verein nach der Saison verlassen, bleibt dem Klub laut Friesser aber in guter Verbindung erhalten. "Er hat uns nach dieser Saison verlassen. Er übernimmt zurzeit kein Traineramt und wird uns als treuer Fan weiter zur Seite stehen", sagt Friesser. Ein Nachfolger steht bereits bereit, er übernimmt mit dieser Woche das Training. Für den neuen Trainer beginnt die Arbeit also mit einer Mannschaft, die sportlich zuletzt fast durchgehend geliefert hat und personell ohne größere Sorgen in die nächste Phase geht. "Zurzeit gibt es keine Verletzten", betont Friesser, und genau das ist auch für den Blick nach vorne ein wichtiger Punkt. Die Hoffnung im Verein ist klar formuliert: "Wir hoffen auf eine gute Saison und vor allem darauf, dass alle Spieler verletzungsfrei bleiben." Nach einer Saison mit 24 Siegen ist der Maßstab hoch, doch in Weitensfeld/Zweinitz wirkt es eher nach Fortsetzen als nach Neuaufbau.