In der 2. Klasse C hat der SV Oberes Metnitztal die Saison mit 46 Punkten auf Platz fünf abgeschlossen. Genau dieser Bereich war vorab als Ziel ausgegeben worden, entsprechend fällt die Sommerbilanz im Verein positiv aus. Obmann Günther Maier spricht von einer erfüllten Vorgabe, verweist auf einen stabilen Kader und sieht den Klub für die kommende Spielzeit auf einem klaren Weg.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Wer auf den Saisonverlauf schaut, sieht, dass sich der SV Oberes Metnitztal diesen fünften Platz über Wochen hinweg erarbeitet hat. Die Mannschaft lag zu Beginn noch auf Rang neun, war zwischenzeitlich Sechster, Siebenter und Achter, schob sich in der Schlussphase aber genau dorthin, wo der Verein am Ende landen wollte. Gerade die letzten Runden unterstreichen, warum die Zufriedenheit im Klub so deutlich ausfällt. Nach der klaren 1:9-Niederlage gegen SV Weitensfeld blieb die Mannschaft nicht hängen, sondern antwortete mit vier Siegen am Stück. Bei ASKÖ Poggersdorf Youngsters folgte ein 3:4, danach ein 6:3 gegen SG SV Moosburg/SK Austria Klagenfurt 1c, ein 1:4 in Krumpendorf und zum Abschluss ein 6:2 gegen Liebenfels - Future Team. Maier ordnet diese Entwicklung entsprechend positiv ein: "Grundsätzlich blicken wir sehr positiv auf die Rückrunde zurück und sind mit dem Ergebnis und der Platzierung sehr zufrieden." Und er macht noch einmal klar, woran der Verein seine Saison misst: "Wir haben uns zu Saisonanfang das Ziel gesetzt, unter die Top fünf zu kommen. Das haben wir mit dem fünften Tabellenplatz auch erreicht."
Ein wesentlicher Punkt für den Sommer ist aus Sicht des Vereins, dass die Mannschaft in ihrer Struktur zusammenbleibt. Während viele Klubs in dieser Phase Abgänge auffangen oder größere Umbauten einleiten müssen, sieht sich der SV Oberes Metnitztal in einer deutlich ruhigeren Lage. "Wir sind in der glücklichen Situation, dass uns kein Spieler verlässt, dass die Mannschaft zusammenbleibt und auch in der neuen Saison gemeinsam antritt", sagt Maier. Genau darin steckt für den Obmann ein wichtiger Wert, weil damit ein Stamm erhalten bleibt, der sich in der vergangenen Saison das selbst gesteckte Ziel erfüllt hat. Ganz ohne Bewegung geht der Verein aber nicht in die neue Spielzeit. Laut Maier wurden die geplanten Verstärkungen bereits umgesetzt, vor allem in der Defensive wurde noch einmal nachgeschärft. Namen nannte er dazu noch nicht, die inhaltliche Linie ist aber klar. "Weitere Neuzugänge sind nicht geplant. Wir verfolgen eher das Konzept Qualität statt Quantität", betont der Obmann. Dahinter steckt eine Haltung, die im Verein bewusst gepflegt wird. "Wir wollen nachhaltig arbeiten und kein künstliches Hochbauschen der Kampfmannschaft durchführen", sagt Maier. Für den SV Oberes Metnitztal ist das also kein Sommer mit großen Schlagzeilen, sondern einer mit einem sehr klaren Plan.
Auch wenn der Kader weitgehend auf Kontinuität ausgelegt ist, gibt es im Umfeld der Mannschaft dennoch Neuigkeiten. Im Trainerteam kommt es zu einer Veränderung, die Maier ausdrücklich positiv hervorhebt. "Wir freuen uns, dass wir als Co-Trainer einen langjährigen und verdienten ehemaligen Spieler gewinnen konnten", sagt er. Der Verein setzt damit auch abseits des Spielfelds auf Verlässlichkeit und auf Personen, die den Klub kennen. Neben den sportlichen Planungen steht im Sommer noch ein zweiter Punkt im Mittelpunkt. Am 18. Juli feiert der SV Oberes Metnitztal auf der eigenen Sportanlage sein 60-jähriges Jubiläum und lädt dazu befreundete Vereine ein. Für den Klub ist das mehr als ein bloßer Festakt, weil dieser Termin Vergangenheit und Zukunft zusammenführt. Maier verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass nach einigen Jahren ohne Cup-Spiel heuer wieder ein Cup-Spiel ausgetragen wird. Damit bekommt das Jubiläum nicht nur einen feierlichen, sondern auch einen sportlichen Rahmen, der gut zu dieser Phase des Vereins passt.
Sportlich blickt der Verein auch deshalb zuversichtlich nach vorne, weil sich die personelle Lage bessern dürfte. Zwei langzeitverletzte Spieler stehen zwar noch nicht vollständig zur Verfügung, sollen nach aktuellem Stand aber rechtzeitig für die neue Saison fit werden. "Wir haben noch zwei langzeitverletzte Spieler, die aus derzeitiger Sicht beide für die neue Saison fit werden", sagt Maier. Bei einem Spieler ist der nächste Schritt schon erfolgt, denn er konnte bereits wieder ins Training einsteigen. Beim Zweiten rechnet der Obmann damit, dass er Mitte bis Ende Juli ebenfalls zurückkehrt. Das gibt dem Verein zusätzliche Optionen, ohne dass noch groß nachgelegt werden muss. Einen Blick über die eigene Mannschaft hinaus hat Maier trotzdem ebenfalls. Besonders imponiert hat ihm in der Liga der Meister. "Besonders beeindruckend war die Performance von Weitensfeld. Sie haben die ganze Saison durchgehend dominiert und sind eine sehr zusammengeschweißte Truppe", sagt er. Genau dort will der SV Oberes Metnitztal mittelfristig hin, auch wenn Maier bewusst sachlich bleibt: "Wir hoffen, dass wir bald nachfolgen können." Dass er seiner eigenen Mannschaft diesen Weg grundsätzlich zutraut, zeigt noch ein anderer Satz aus seiner Bilanz. "Man müsste hier jeden einzelnen Spieler hervorheben. Wir haben eine sehr zusammengeschweißte Truppe." Viel klarer kann man den Kurs für die nächsten Monate kaum zusammenfassen.