In der 2. Klasse C hat sich Krumpendorf am Samstag in Runde drei von SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan Juniors mit 2:2 getrennt. Für Trainer Martin Tine Kaiser war es "am Ende ein gerechtes Unentschieden", auch wenn er überzeugt ist, dass mit weniger Eigenfehlern sogar mehr möglich gewesen wäre. Vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem letzten Spiel gefiel ihm.

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Das Spiel entwickelte sich so, wie Martin Tine Kaiser es erwartet hatte: unangenehm, offen und mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Krumpendorf ging in der 18. Minute in Führung, als Leon Cavkunovic das 1:0 erzielte. Der Trainer hob diese Szene nach dem Schlusspfiff noch eigens hervor und sprach von einem "sehr schön rausgespielten" Treffer. Lange konnte Krumpendorf den Vorsprung aber nicht mitnehmen, denn Thomas Matheuschitz glich nach einem haarsträubenden Rückpassversuch für die SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan Juniors bereits in der 24. Minute zum 1:1 aus. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste neuerlich in Führung, wieder war es Thomas Matheuschitz, der in der 69. Minute zum 1:2 traf. Krumpendorf musste nun einem Rückstand nachlaufen, blieb aber bis in die Schlussphase im Spiel.
Gerade diese Reaktion war für den Krumpendorfer Trainer einer der zentralen Punkte des Abends. "Diesmal haben wir eine gute Reaktion aufs letzte Spiel gezeigt. Noch nicht das, was wir wollen oder was ich will, aber es war mal eine gute Reaktion", sagte Kaiser. Er machte aber ebenso deutlich, warum aus seiner Sicht auch ein Sieg drinnen gewesen wäre. "Die Gegentore waren leider zwei Fehler von uns. Mit ein bisschen besserer Defensivarbeit bzw. wenn wir weniger Fehler machen, wäre auch ein Sieg möglich gewesen", sagte der Trainer. Dazu passte auch seine grundsätzliche Einordnung der Partie als "gerechtes Unentschieden mit Chancen auf beiden Seiten". Krumpendorf war also durchaus im Spiel, brachte sich laut Kaiser mit den entscheidenden Fehlern aber selbst um eine noch bessere Ausgangslage.
Dass Krumpendorf am Ende dennoch zumindest einen Punkt mitnahm, lag an der Schlussphase. In der 89. Minute glich Julian Pichler zum 2:2 aus, nachdem Krumpendorf kurz vor Schluss noch einen Elfmeter zugesprochen bekam. Die Szene war laut Kaiser die strittigste des Spiels, seine eigene Sicht war jedoch eindeutig. "Für mich war das ein klarer Elfmeter. Der Spieler kreuzt vor dem Verteidiger rein und der Verteidiger trifft ihn unten am Fuß", erklärte der Trainer. Überhaupt sprach er einen weiteren Punkt offen an, der ihn schon länger beschäftigt. "Über die Chancenauswertung brauchen wir nicht diskutieren. Das ist immer ein Thema bei uns. Da müssen wir mehr machen." Immerhin konnte Krumpendorf diesmal einen kleinen Haken setzen, denn laut Kaiser war es bereits der dritte Elfmeter in dieser Saison und der Erste, der auch verwertet wurde.
Neben dem Ergebnis blieb für Martin Tine Kaiser noch ein weiterer Aspekt hängen. Die SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan Juniors beschrieb er als junge und schwierige Mannschaft. "Die zeigen Willen und wollen am Platz etwas machen, deswegen sind sie schwer zu bespielen", sagte der Krumpendorfer Trainer. Umso mehr freute er sich über den Torschützen zum 1:0. Leon Cavkunovic, 16 Jahre, traf erstmals in der zweiten Klasse, und genau das wollte Kaiser nach dem Spiel noch erwähnt haben. "Das freut mich natürlich ganz sehr", sagte er über den jungen Spieler.
Unterm Strich nimmt Krumpendorf aus dieser 2:2-Partie also mehr mit als nur einen Punkt. Nach drei Runden stehen vier Zähler zu Buche, und der Trainer hat zumindest jene Reaktion gesehen, die er nach dem letzten Auftritt eingefordert hatte. Gleichzeitig ist aber auch klar, wo weiter angesetzt werden muss: bei der Chancenverwertung und bei den Fehlern in den entscheidenden Defensivsituationen.