In der 2. Klasse C hat der Annabichler Sportverein 1b bei der SG GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b einen 2:1-Auswärtssieg geholt und dabei nach Ansicht von Trainer Dietmar Frank vor allem mit Moral und Einsatz überzeugt. Trotz vieler Ausfälle, einer Roten Karte in der 63. Minute und einer druckvollen Schlussphase der Gastgeber brachte Annabichler den Vorsprung über die Zeit und bleibt damit auch nach der dritten Runde ganz vorne dabei.

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Dietmar Frank sah seine Mannschaft von Beginn an in einer guten Rolle, obwohl die personelle Lage alles andere als einfach war. „Wir sind halb geschwächt angetreten, haben wieder sehr viele Ausfälle gehabt und mit der letzten Elf gespielt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade deshalb war er mit dem Auftreten besonders einverstanden, weil Annabichler seiner Einschätzung nach über weite Strecken die aktivere Mannschaft war. Frank sprach sogar von rund siebzig Minuten, in denen sein Team das Spiel bestimmte. Zur Pause lag der Annabichler Sportverein 1b nach dem Treffer von Mehran Naseri verdient mit 1:0 vorne. Den Führungstreffer schilderte Frank als starke Einzelaktion: „Das 1:0 war ein Alleingang vom Naseri. Er ist auf der linken Seite runter, hat vier, fünf Leute überspielt und den Ball rechts reingeschoben.“ Für den Trainer war aber auch klar, dass seine Mannschaft sich in dieser Phase höher hätte belohnen müssen. „Wir machten aus unseren Chancen leider wieder nichts, wir hätten höher führen müssen“, sagte Frank.
Der Knackpunkt der Partie lag für Frank in der 63. Minute, als Karl Podgornig die Rote Karte sah und Annabichler damit lange in Unterzahl weiterspielen musste. Der Trainer machte kein Geheimnis daraus, wie er die Szene einordnete. „Für mich war das keine Rote Karte, sondern Gelb, weil er nicht der letzte Mann war“, sagte Frank und ergänzte, dass es aus seiner Sicht zwar ein Foul gewesen sei, aber eben kein Platzverweis. Der Spielverlauf änderte sich dadurch spürbar, auch wenn Annabichler zunächst die passende Antwort fand. In der 78. Minute erhöhte Mohammad Nour Akraa auf 2:0, wieder nach einer Aktion, die Frank aus der Vorbereitung heraus erklärt sah. „Wir haben auf Konter gespielt. Wir haben gewusst, dass Akraa sehr schnell ist und ein guter Techniker ist. Er machte auch im Alleingang das 2:0“, sagte er. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal richtig eng. Frank berichtete, dass sein Team in den letzten zehn Minuten tief gedrückt wurde, was nach seiner Sicht mit der langen Unterzahl und der personellen Besetzung zusammenhing. In der 88. Minute kam die SG GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b durch Paul Karl Flores noch zum 1:2, mehr ließ Annabichler aber nicht mehr zu.
Der Trainer stellte nach dem Schlusspfiff nicht zuerst das Ergebnis in den Vordergrund, sondern die Art und Weise, wie seine Mannschaft mit den Umständen umging. „Der wichtigste Moment war die Moral der Mannschaft“, sagte Frank. „Die Jungs haben gezeigt, dass auch mit den letzten elf Spielern einiges drinnen ist. Sie haben auf hohem Niveau gespielt, gekämpft bis zum Umfallen und einen verdienten Sieg eingefahren.“ Diese Aussagen ziehen sich durch seine ganze Analyse. Frank lobte den Kampfgeist als den wichtigsten Punkt, sprach aber gleichzeitig auch an, wo seine Mannschaft noch Luft nach oben hat. „Die Passqualität könnte besser werden, die Chancenauswertung könnte besser werden“, meinte er offen. Auch spielerisch sei noch nicht alles so, wie er sich das vorstellt: „Wir spielen noch nicht immer das, was ich will, aber im Großen und Ganzen muss man zufrieden sein.“ Gerade mit Blick auf die personellen Sorgen war das für ihn ein wesentlicher Punkt. Über den Gegner sagte Frank, dass die Gastgeber kompakt und tief standen und auf Konter spielten. Gleichzeitig betonte er, dass sein Team ihnen lange „alles abgekauft“ habe und die Heimelf abgesehen von der Schlussphase nur wenige Spielanteile gehabt habe.
Nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel war bei Dietmar Frank vor allem eines herauszuhören: Zufriedenheit mit der Haltung seiner Mannschaft. „Ich bin einfach nur stolz auf meine Mannschaft“, sagte der Trainer, der diesen Auftritt auch als Signal für die nächsten Wochen versteht. Er rechnet damit, dass sich die Situation im Kader bald entspannen wird, weil weitere Spieler zurückkommen sollen. Dann, so seine Hoffnung, kann der Annabichler Sportverein 1b auch spielerisch noch einmal zulegen. „Dann sind wir endlich vollzählig und können aus dem Vollen schöpfen“, sagte Frank.
Der 2:1-Erfolg bei der SG GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b gibt seiner Mannschaft dafür Rückenwind. In der Tabelle hält Annabichler nach drei Runden bei sieben Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe. Frank selbst wollte den Blick nach dem Auswärtssieg jedenfalls nicht klein halten: „Das könnte so weitergehen. Wir werden in der laufenden Meisterschaft noch sehr viele Überraschungen machen.“