In der 2. Klasse C hat SV Union Gurk das Heimspiel gegen SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan Juniors mit 4:1 gewonnen und dabei schon früh die Richtung vorgegeben. Trainer Stefan Luschin sah seine Mannschaft „von der ersten Minute an“ im Vorwärtsgang, mit aggressivem Offensivpressing und deutlich mehr Zug zum Tor. Genau das spiegelte sich auch im Spielstand wider, denn zur Pause war die Partie beim 3:0 schon klar auf Gurker Seite gekippt.

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Was Luschin nach dem Schlusspfiff schilderte, war auf dem Platz schnell zu sehen. „Von Anfang an, von der ersten Minute an, haben wir den Gegner gut unter Druck setzen können“, sagte der Gurk-Trainer und verwies damit auf das Offensivpressing, mit dem seine Mannschaft sofort ins Spiel fand. Schon in der 7. Minute brachte Florian Kronlechner Gurk in Führung, drei Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Damit war genau jener Start gelungen, den sich die Gastgeber erhofft hatten. Luschin hob den Doppeltorschützen besonders hervor: „Heute hat er die Chance gekriegt, von Anfang an zu spielen, und hat dann auch gleich in der ersten Halbzeit seinen Doppelpack gemacht.“ Gurk blieb auch danach das aktivere Team, hielt das Tempo hoch und erhöhte noch vor der Pause durch Tobias Höfferer in der 34. Minute auf 3:0. Auch dieses Tor war für den Trainer ein schönes Signal, weil Höfferer zuletzt viel gearbeitet hatte, der Torerfolg aber ausgeblieben war.
Nicht nur nach vorne gefiel Gurk dem eigenen Trainer. Luschin betonte, dass auch gegen den Ball vieles so aussah, wie es in den Einheiten vorbereitet worden war. „Wir haben viel in der Viererkette trainiert, damit wir Missverständnisse mehr ausschließen können und kompakter stehen. Das hat ganz gut funktioniert“, sagte er. Diese Ordnung half den Gastgebern, das Spiel auch nach dem starken Beginn weiter zu kontrollieren. Nach dem Seitenwechsel machte Johannes Gebeneter in der 54. Minute mit dem 4:0 den nächsten Schritt in Richtung Heimsieg. Dass Christopher Buttazoni für die Gäste in der 65. Minute noch auf 4:1 stellte, änderte am Gesamteindruck nicht mehr viel. Aus Luschins Sicht lagen die größten Stärken seiner Mannschaft darin, dass sie „im Kombinationsspiel ganz super“ war und „kaltschnäuzig im Abschluss“ blieb. Gerade das gefiel ihm, weil Gurk die Angriffe nicht leichtfertig herschenkte, sondern die Bälle vorne gut hielt und aus den guten Phasen auch Tore machte. Trotz der klaren Niederlage fand er für den Gegner anerkennende Worte und sprach von einer „super jungen, talentierten“ und zugleich fairen Mannschaft.
Ein zentrales Thema im Gespräch war für Luschin aber nicht nur die Viererkette oder die frühe Führung, sondern der Zusammenhalt in seinem großen Kader. „Ausschlaggebend für den Sieg war einfach wieder unser Zusammenhalt“, sagte der Trainer. Gerade weil in Gurk Woche für Woche um die Plätze gerungen wird, misst er diesem Punkt große Bedeutung bei. „Ich muss als Trainer immer die Entscheidung treffen: Wen nehme ich mit, wen lasse ich auf der Bank? Aber zurzeit ist es so, dass keiner beleidigt ist. Die Spieler, die nicht im Kader sind, kommen trotzdem zuschauen und stehen hinter der Mannschaft.“ Für ihn ist genau das der Grund, warum der Konkurrenzkampf derzeit positiv wirkt und die Mannschaft im Training wie im Spiel anschiebt. Viel Zeit zum Genießen bleibt allerdings nicht, denn schon am Donnerstag wartet das nächste Spiel gegen Liebenfels. Verbesserungsbedarf sieht Luschin ohnehin immer, kündigte aber zugleich an, dass man „mit dieser Euphorie“ gleich anschließen wolle, um vorne dranzubleiben.