In der 2. Klasse C hat die WSG Brückl ein torreiches Heimspiel gegen den SV Himmelberg mit 6:4 gewonnen. Trainer Mario Radler sprach danach zwar nicht von einer Glanzleistung, hielt den Sieg aber für verdient. Was ihm trotz der drei Punkte klar missfiel: Brückl ließ eine komfortable Führung mehrfach wieder wackeln und machte die Partie am Ende unnötig noch einmal spannend.

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Philip Ritzinger stellte bereits in der 7. Minute durch eine Unachtsamkeit der heimischen Abwehr auf 0:1. Nur eine Minute später traf Niklas Haberl für die Gastgeber und stellte das Ergebnis wieder auf 1:1. Gerade diese Anfangsphase passte zu Radlers Eindruck, dass es zwar kein ganz sauberer Auftritt war, seine Mannschaft aber trotzdem viel vom Spiel hatte. "Wir haben grundsätzlich das Spiel kontrolliert", sagte der Trainer nach der Partie. Aus dieser Kontrolle heraus stellte Brückl die Weichen dann noch vor der Pause klar in Richtung Sieg. Haberl traf in der 23. Minute zum 2:1, Pascal Wunder erhöhte in der 30. Minute auf 3:1 und legte kurz vor dem Seitenwechsel auch das 4:1 nach. Radler fasste diese Phase treffend zusammen: "Danach haben wir uns Chance für Chance erarbeitet und konnten erfolgreich in Führung gehen und die Führung in die Pause mitnehmen."
Auch nach dem Wechsel sprach zunächst alles für einen ruhigen Nachmittag der Gastgeber. Benjamin Sandal erhöhte in der 50. Minute auf 5:1, ehe Ritzinger mit seinem zweiten Treffer nur fünf Minuten später auf 5:2 verkürzte. Als Haberl in der 66. Minute seinen dritten Treffer erzielte und auf 6:2 stellte, schien die Partie endgültig entschieden. Genau an diesem Punkt setzte aber jene Kritik an, die Radler nach dem Schlusspfiff deutlich formulierte. "Leider ist es bei uns der Fall, dass wir trotz komfortabler Führung den Sack nicht endgültig zumachen und uns immer wieder selbst in Gefahr beziehungsweise in Schwierigkeiten bringen", sagte er. Himmelberg gab sich nicht geschlagen, kam durch Noah Raphael Schranz in der 80. Minute auf 6:3 heran und stellte in der Nachspielzeit auch noch den 6:4-Endstand her. Damit blieb ein Spiel offen, das aus Brückler Sicht schon deutlich früher hätte beruhigt werden können.
Dass Brückl die drei Punkte am Ende trotzdem zurecht in Brückl behielt, stellte Radler in seiner Analyse gar nicht infrage. "Es war nicht unsere beste Leistung, jedoch am Ende verdient gewonnen", sagte der Trainer. Für ihn war entscheidend, dass seine Mannschaft auch an einem nicht idealen Tag genug auf den Platz brachte, um das Spiel für sich zu entscheiden. "Wir haben trotz eines mäßigen Auftrittes die Leistung gezeigt, die am Ende zum Sieg gereicht hat", so Radler weiter. Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner ein. Himmelberg habe "nichts zu verlieren" gehabt und deshalb entsprechend frei aufspielen können. Auf der anderen Seite stand Brückl laut dem Trainer klar in der Pflicht, diese drei Punkte zu holen. Genau deshalb fällt die Einordnung nach einem 6:4 zweigeteilt aus: erfreulich wegen des Ergebnisses, aber eben nicht ohne klare Hinweise darauf, was noch besser werden muss.
Unter dem Strich nimmt Brückl aus dieser Partie in erster Linie einen wichtigen Heimsieg mit. Radler wollte nach dem Spiel deshalb auch bewusst nicht nur kritisieren. "Ich möchte der Mannschaft noch einmal ein Lob aussprechen. Auch solche Partien müssen erst gewonnen werden und das macht uns nur noch stärker", sagte er. Trotzdem formulierte er den Auftrag für die nächsten Wochen sehr klar. "Nach einem komfortablen Vorsprung müssen wir die Partie in Ruhe zu Ende spielen und uns nicht unnötig selbst das Leben schwer machen und gegen Ende hinaus das Spiel noch einmal spannend machen." Genau dieser Punkt bleibt nach einem Nachmittag mit zehn Toren am stärksten hängen. Brückl hat reichlich Offensivkraft gezeigt und sechs Treffer erzielt, muss aber daran arbeiten, klare Führungen konsequenter und ruhiger über die Zeit zu bringen.