In der 2. Klasse C hat der SV Naturstein Kogler St. Urban gegen den HSV nach zweimaligem Rückstand noch ein 2:2 geholt. Aus Sicht der Gäste war das Remis trotzdem ein Ergebnis, mit dem man leben konnte. Sektionsleiter Michael Johann Miklautsch sprach von einer insgesamt ausgeglichenen Partie, sah seine Mannschaft taktisch sehr ordentlich und verwies auch auf vier fehlende Stammspieler.

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Michael Johann Miklautsch erlebte eine Partie, in der sich lange keiner entscheidend absetzen konnte. „Das Spiel war eigentlich ausgeglichen“, sagte der HSV-Sektionsleiter, und genau so entwickelte sich auch der Nachmittag. Die Gäste gingen früh in Führung, als Simon Mayrhofer bereits in der 3. Minute einen Freistoß aus rund 20 Metern direkt ins Eck setzte. Miklautsch sprach von einem „wunderschönen Freistoßtor“. Danach blieb die Partie umkämpft, ohne dass eine Mannschaft klar das Kommando übernahm. Kurz vor der Pause kam St. Urban aber noch zum Ausgleich: Raphael Johann Obitsch traf in der 42. Minute zum 1:1. Auch dieses Tor ordnete Miklautsch als einen Treffer der sehenswerten Sorte ein, wieder aus etwa 20 Metern genau ins Eck. Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Begegnung offen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel aus Sicht des HSV auf Augenhöhe. Miklautsch schilderte, dass seine Mannschaft zunächst die bessere Möglichkeit hatte, ehe St. Urban die große Chance auf die erste Führung liegen ließ. „Danach hat St. Urban einen Elfmeter verschossen“, sagte er, und genau in dieser Phase gelang den Gästen wieder der Nadelstich. Nach einer Standardsituation war Simon Mayrhofer in der 54. Minute per Kopf zur Stelle und brachte den HSV mit 2:1 in Führung. Der Vorsprung hielt allerdings nicht bis zum Ende, weil St. Urban erneut mit einem Distanzschuss antwortete. Stefan Johann Kraschl stellte in der 65. Minute auf 2:2. Für Miklautsch passte das ins Bild eines Spiels, in dem beide Teams immer wieder antworteten, ohne dass sich eine Seite wirklich lösen konnte. In der Schlussphase hatten die Gäste laut dem HSV-Sektionsleiter noch eine „Riesenchance“, ließen den möglichen Auswärtssieg aber ungenutzt.
Dass der HSV den Punkt am Ende positiv einordnete, hatte für Miklautsch vor allem zwei Gründe: die personelle Lage und die mannschaftliche Ordnung. „Mit vier Ausfällen geht das Unentschieden für uns in Ordnung“, sagte er deutlich. Dazu kam, dass ihm die taktische Umsetzung seiner Mannschaft gefiel. „Wir waren hinten gut abgestimmt, haben ab der Mittellinie attackiert und St. Urban das Spiel machen lassen“, erklärte Miklautsch. Der Plan war also, kompakt zu stehen, wenig Räume herzugeben und dann über Umschaltmomente gefährlich zu werden. Genau dort sah er aber auch den Bereich, in dem noch mehr möglich gewesen wäre. „In der Offensive haben wir bei den Konterschancen etwas die Durchschlagskraft vermissen lassen“, sagte er. Aus HSV-Sicht war also vieles ordentlich, nur nach vorne hätte die Mannschaft aus ihren Situationen noch mehr machen können.
Auch den Gegner sah Miklautsch im Grunde so, wie ihn der HSV erwartet hatte. „Wir haben das so erwartet, dass St. Urban hoch die Bälle in den Strafraum bringt und auf die zweiten Bälle geht“, sagte er. Dieses Muster sei bekannt gewesen und habe sich auch diesmal bestätigt. Gerade deshalb fiel sein Gesamturteil klar aus: „Im Großen und Ganzen war das Unentschieden gerecht für beide Mannschaften.“ Für den HSV bleibt damit ein Punkt, der nach zweimaliger Führung zwar nicht ganz den großen Wurf brachte, unter den Umständen aber akzeptiert wurde. Einen bitteren Beigeschmack bekam der Nachmittag aus Sicht der Gäste dennoch, weil sich Simon Mayrhofer in der Nachspielzeit nach Angaben von Miklautsch verletzte. Sportlich blieb aber vor allem das Bild einer ausgeglichenen Partie, in der der HSV diszipliniert auftrat und sich für seine Ordnung zumindest mit einem Zähler belohnte.