In der 2. Klasse C hat Krumpendorf ein wildes Heimspiel gegen SV Hirter Kraig 1b noch mit 5:3 gewonnen. Nach früher Führung lagen die Gastgeber schon 1:3 und zur Pause 2:3 zurück, ehe sie die Partie nach dem Seitenwechsel drehten. Trainer Martin Tine Kaiser sprach von einer "nervlichen Katastrophe", sah im Elfmeter kurz vor der Pause aber die Initialzündung für den Umschwung.

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Krumpendorf war eigentlich ideal in dieses Heimspiel gestartet. Schon in der 6. Minute brachte Pascal Pirker die Gastgeber mit 1:0 in Führung, doch Sicherheit kam dadurch keine auf. Kaiser wurde in seiner Analyse nach dem Spiel sehr deutlich: "Wir haben in der ersten Hälfte aufgehört, Fußball zu spielen. Kein Zweikampf, kein Mittelfeld, nur lange Bälle." Genau in dieser Phase kam Kraig 1b immer besser ins Spiel und drehte die Partie noch vor der Pause. Dominik Christian Oberraufner traf in der 22. Minute zum 1:1 und in der 32. Minute zum 1:2, ehe Amir Cirikovic in der 37. Minute sogar auf 1:3 stellte. Für den Krumpendorfer Trainer war dieser Rückstand deshalb auch folgerichtig, weil seine Mannschaft laut eigener Einschätzung in dieser Phase "keinen Fußball gespielt" habe.
Umso wichtiger war aus Sicht der Heimelf die Szene unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Julian Pichler verkürzte in der 45. Minute per Elfmeter auf 2:3, und genau dieses Tor stellte Kaiser nach dem Spiel in den Mittelpunkt. "Für mich war der Anschlusstreffer kurz vor der Pause der wichtigste Moment. Das war die Initialzündung, dass wir nach der Pause besser waren", sagte der Trainer. Statt mit einem klareren Rückstand in die Kabine zu gehen, blieb Krumpendorf damit in Schlagdistanz. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann tatsächlich ein anderes Bild. In der 53. Minute war es Pascal Kaiser, der den Ausgleich zum 3:3 erzielte und die Aufholjagd damit vollendete. Kaiser sprach davon, dass seine Mannschaft nach der Pause wenigstens annähernd so gespielt habe, wie man sich das vorgestellt habe.
Mit dem Ausgleich war die Partie noch nicht entschieden, aber der Trainer sah seine Mannschaft nun klar im Vorteil. "Nach der Pause waren wir eigentlich die spielbestimmende Mannschaft", sagte Kaiser, auch wenn er einräumte, dass Kraig 1b noch zu ein, zwei Kontern kam, diese aber nicht sauber zu Ende spielte. In der Schlussphase belohnte sich Krumpendorf schließlich doch noch. Das 4:3 durch Marcel Kaiser fiel in der 74. Minute, und der Coach schilderte die Szene so: "Ein Freistoß wird vom Tormann abgewehrt, unser Stürmer schaltet am schnellsten und schiebt zum 4:3 ein." Nur drei Minuten später stellte Laris Cavkunovic auf 5:3. Auch dieses Tor ordnete Kaiser als ähnliche Situation ein, diesmal aber aus dem Spiel heraus. Damit war das Spiel endgültig gedreht und die drei Punkte blieben bei den Gastgebern.
Bei aller Erleichterung wollte Kaiser den Heimsieg aber nicht schöner machen, als er war. "Charakter haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt, aber fußballtechnisch war das nicht die feinste Art, wie man Fußball spielt", sagte er offen. Auch den Gegner bewertete er fair und respektvoll. Kraig 1b sei in der ersten Hälfte ambitioniert gewesen, habe aggressiv zugelaufen und Krumpendorf mit langen Bällen vor Probleme gestellt. Gerade deshalb versteht der Trainer die Partie auch als Warnung für die kommenden Wochen. "Ich hoffe, dass das für meine Mannschaft eine Lehre war, dass man auch gegen Gegner aus den hinteren Regionen normal Fußball spielen sollte." Der Sieg bringt Krumpendorf nach neun Runden auf 18 Punkte und hält die Mannschaft im Spitzenfeld der 2. Klasse C.