In der 2. Klasse C hat sich SV Hirter Kraig 1b gegen SV Himmelberg mit 3:5 geschlagen geben müssen. Nach frühem Rückstand drehten die Gäste die Partie noch vor der Pause, legten direkt nach Wiederbeginn das 3:1 nach und brachten den Vorsprung trotz einer späten Kraiger Aufholjagd über die Zeit. Für Trainer Martin Sinz war klar: „Wir wollten einfach ein bisschen mehr.“

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Martin Sinz schilderte nach dem Schlusspfiff eine Partie, in der von Beginn an auf beiden Seiten etwas los war. „Wir haben gute Spielaktionen auf beiden Seiten gehabt“, sagte der Himmelberg-Trainer und beschrieb damit eine Anfangsphase, in der sich keine Mannschaft sofort klar absetzen konnte. Den ersten Treffer machte trotzdem Kraig. In der 14. Minute brachte Markus Joseph Walch die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nachdem Himmelberg laut Sinz ein Fehler im eigenen Spiel unterlaufen war. Die Gäste blieben aber ruhig und kamen noch vor der Pause zurück. In der 41. Minute fiel der Ausgleich durch Martin Sinz. Er beschrieb den Angriff so: Nach einem langen Ball über rechts kam das Zuspiel von Raphael Sinz in die Mitte, Philip Ritzinger legte noch einmal auf und Sinz schob zum 1:1 ein. Noch wichtiger wurde für Himmelberg dann das 2:1 kurz vor dem Halbzeitpfiff. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde ein Angriff über die linke Seite fertiggespielt, der Ball kam in die Mitte und Luca Marcel Fürstler traf zum 2:1.
Genau diese Phase hob Sinz später auch als spielentscheidend hervor. „Entscheidender Moment war der Ausgleich, der Führungstreffer und nach Beginn der zweiten Halbzeit das 3:1“, sagte er. Und tatsächlich erwischte Himmelberg nach der Pause genau den Start, den man sich als Auswärtsteam wünscht. In der 48. Minute stellte Philip Ritzinger auf 3:1, nachdem die Gäste über die linke Seite schnell weitergespielt hatten. Damit war Himmelberg nicht nur ergebnismäßig vorne, sondern auch im Spiel richtig drin. Sinz sah darin vor allem eine Frage der Haltung. „Wir wollten einfach vom Spiel mehr, wir waren bissiger, haben den Kopf oben gehabt und für jeden Meter gefightet, damit wir Richtung Tor kommen“, sagte der Trainer. Als Unterschied zwischen den beiden Mannschaften nannte er später „den absoluten Willen zum Gewinnen“ und auch „ein bisschen Routine“, die seine Mannschaft in den entscheidenden Phasen auf den Platz gebracht habe.
Als Jakob Breitenecker in der 76. Minute das 4:1 erzielte, sprach vieles dafür, dass Himmelberg den Abend nun sauber herunterspielen würde. Zu diesem Zeitpunkt passte aus seiner Sicht auch vieles zusammen. „Jeder wollte, jeder war bissig, aggressiv, fair und hatte Zug nach vorne“, sagte er. Ganz so ruhig, wie es beim Zwischenstand wirkte, wurde der Schluss dann aber nicht. In der Schlussphase kam Kraig wieder besser ins Spiel. Thomas Komaier verkürzte in der 77. Minute sofort auf 2:4, und als Niklas Andre Stromberger in der 84. Minute auch noch das 3:4 machte, war die Partie plötzlich wieder offen. Genau dort setzte Sinz auch seine wichtigste Kritik an der eigenen Mannschaft an. „Die Defensive ist das Verbesserungspotenzial, wir haben uns zum Schluss nach hinten drücken lassen“, sagte er. In der Nachspielzeit stellte Luca Marcel Fürstler mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend auf 5:3. Damit war die wilde Schlussphase endgültig beendet.
Über das reine Ergebnis hinaus sprach Sinz nach dem Spiel auffallend ausführlich über den Rahmen dieser Partie. Den Gegner bezeichnete er als „junge, attraktive, bissige Mannschaft“, die auf Augenhöhe gewesen sei. Auch den Auftritt der Kraiger mit Ball hob er hervor: „Sie sind balltechnisch gut, haben Spielwitz, und es hat echt Spaß gemacht, gegen sie zu spielen.“ Dazu kam aus seiner Sicht ein faires Spiel, in das sich auch der Schiedsrichter gut eingefügt habe. Noch wichtiger war ihm aber ein anderer Punkt. „Ich bin sehr stolz auf die Jungen“, sagte Sinz und verwies dabei ausdrücklich auf den erst 15-jährigen Lorenz Natmessnig, auf Jakob Breitenecker, Philip Ritzinger und Luca Marcel Fürstler. Für den Himmelberg-Trainer war der Sieg deshalb mehr als nur ein gutes Ergebnis in Kraig. „Auch wenn wir hinten in der Tabelle sind, ist das mit den jungen Einheimischen der richtige Weg“, sagte er – und genau deshalb dürfte dieser Abend für Himmelberg mehr wert sein als bloß drei Punkte.