In der 2. Klasse C hat sich die WSG Brückl am Samstag mit einem 3:3 von den ASKÖ Poggersdorf Youngsters getrennt. Nach einem 0:2-Rückstand arbeitete sich die WSG noch vor der Pause zurück und blieb auch danach im Spiel. Trainer Mario Radler sprach von einem gerechten Remis, machte aber auch klar, warum aus seiner Sicht sogar noch mehr drinnen gewesen wäre: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen.“

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Für Brückl begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Die Gäste aus Poggersdorf gingen in der 13. Minute durch Colin Roy mit 1:0 in Führung und legten in der 22. Minute nach, als Johannes Stippich auf 2:0 stellte. Genau diese erste Phase meinte Mario Radler später, als er sagte: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen, haben uns jedoch gut zurückgekämpft.“ Der Trainer sah also nicht nur den Rückstand, sondern vor allem den Umstand, dass seine Mannschaft zunächst nicht richtig Zugriff auf das Spiel bekam. Dazu kam, dass Poggersdorf mit seiner jungen Mannschaft immer wieder unangenehm war. Radler beschrieb den Gegner als „hochmotiviert“ und „gut eingestellt“ und hob besonders die schnellen Spieler hervor, „die immer eine Gefahr“ seien. Brückl tat sich in dieser Phase schwer, die passende Antwort zu finden, ließ sich vom 0:2 aber nicht endgültig aus der Partie nehmen.
Wichtig wurde aus Brückler Sicht dann die Schlussphase der ersten Hälfte. Georg Lukas Rebernig verkürzte in der 36. Minute auf 1:2 und sorgte damit dafür, dass die Gastgeber zur Pause wieder in Schlagdistanz waren. Radler nannte genau diesen Treffer einen „wichtigen Knackpunkt“, weil seine Mannschaft damit die schlechte Anfangsphase zumindest teilweise reparierte. Dass Brückl nach dem Doppelschlag der Gäste noch vor dem Seitenwechsel zurückkam, passte zu jener Einschätzung des Trainers, dass sich seine Elf „Stück für Stück in die Partie reingekämpft“ habe. Direkt nach Wiederbeginn folgte dann der nächste Schritt: Andreas Schmid traf in der 49. Minute zum 2:2. Lange hielt das Gleichgewicht aber nicht, weil Marcel Delija nur fünf Minuten später Poggersdorf wieder mit 3:2 in Führung brachte. Auch darauf fand Brückl noch eine Antwort. Benjamin Sandal stellte in der 67. Minute auf 3:3 und besiegelte damit einen offenen Spielverlauf, in dem die WSG gleich zweimal zurückkommen musste.
Am Ende ordnete Radler den Punktgewinn nüchtern ein. „Unterm Strich war das Unentschieden gerecht“, sagte der Brückl-Trainer und begründete das damit, dass sich beide Mannschaften genügend Möglichkeiten erarbeitet hätten. „Auf beiden Seiten wurden gleich viele Chancen erarbeitet und am Ende ist ein gerechtes Unentschieden entstanden“, so seine Sicht auf die 90 Minuten. Gleichzeitig war bei ihm herauszuhören, dass aus Brückler Sicht vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen wäre. „Unterm Strich hat der letzte Wille gefehlt, die Partie für sich zu entscheiden“, sagte Radler. Positiv strich er dennoch heraus, dass seine Mannschaft nach dem 0:2 nicht auseinanderfiel: „Wir haben nach dem Null-zu-zwei-Rückstand nicht die Köpfe hängen lassen und trotzdem versucht, zurück ins Spiel zu finden.“ Auch zum Auftritt des Schiedsrichters äußerte er sich zurückhaltend. Es sei „nicht die beste Leistung“ gewesen, insgesamt aber „für beide Mannschaften gleich fair“ gepfiffen worden. So blieb unter dem Strich ein 3:3, mit dem Brückl nach dem Verlauf gut leben kann, auch wenn die verschlafene Anfangsphase wohl noch etwas nachhängen wird.