Spielberichte

Spätes 1:0 in Liebenfels: Für Krumpendorf gaben "die Platzverhältnisse" den Ausschlag

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b
Krumpendorf

In der 2. Klasse C hat SG GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b am Samstag gegen Krumpendorf mit 0:1 verloren. Ein spätes Eigentor entschied eine zähe Partie, in der nach Einschätzung von Krumpendorf-Trainer Martin Tine Kaiser vor allem eines den Ausschlag gab: "Die Platzverhältnisse." Weil spielerisch lange wenig zusammenlief, bekam genau dieser Moment kurz vor Schluss besonderes Gewicht.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Viel Kampf, wenig Spielfluss

Von Beginn an war es nach der Einschätzung des Krumpendorf-Trainers kein Spiel, das über längere Phasen sauber lief. "Es war ein ganz schwieriges Spiel. Ein richtiges Fußballspiel ist nicht wirklich aufgekommen", sagte Martin Tine Kaiser nach dem Schlusspfiff. Er sah über weite Strecken ein Hin und Her, in dem beide Mannschaften kaum in einen klaren Rhythmus fanden. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und auch dieser Zwischenstand passte zum Verlauf. Kaiser hielt fest, dass sein Team zwar ebenfalls nicht alles sauber ausgespielt habe, insgesamt aber die besseren Möglichkeiten vorgefunden habe: "Es war eher ein Hin und Her, mit ein paar Chancen und den größeren Chancen für uns." Gerade weil die Partie wenig Struktur hatte, wurde jede halbwegs gefährliche Aktion sofort wichtiger als in einem offenen Spiel mit vielen klaren Szenen.

Die Entscheidung fällt erst in Minute 88

Lange blieb die Begegnung genau in diesem Bild hängen. Viel Stückwerk, wenig klare Angriffe und ein Spiel, in dem Kleinigkeiten am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden konnten. Die Entscheidung fiel erst in der 88. Minute, als Krumpendorf doch noch zum 1:0 kam. In den offiziellen Spieldaten wird der Treffer als Eigentor von Klemens Ebner geführt. Kaiser schilderte die Szene aus seiner Sicht so, dass ihr ein Vorstoß von Aleksandar Jelic vorausging. "Jelic ist auf der linken Seite durchgebrochen und wollte den Ball scharf Richtung Tor spielen", erklärte der Trainer. Dann wurde der Ball auf dem schwierigen Untergrund immer unangenehmer. Für Kaiser war genau das der springende Punkt: "Unser Tor war relativ glücklich, aber aufgrund der größeren Chancen meiner Meinung nach doch irgendwie verdient." Und noch klarer formulierte er den aus seiner Sicht entscheidenden Grund für den Ausschlag in dieser Szene: "Die Platzverhältnisse."

Hinten stabil, vorne noch Luft nach oben

Dass Krumpendorf am Ende als Sieger vom Platz ging, führte Kaiser nicht nur auf diese späte Situation zurück, sondern auch auf das Auftreten seiner Mannschaft gegen den Ball. "Der Zusammenhalt war definitiv da. Defensiv sind wir recht gut gestanden. Wir haben nicht viele Top-Chancen zugelassen", sagte er. Gerade darin sah er eine wesentliche Stärke seines Teams an diesem Tag. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, wo noch Arbeit wartet. "Nach vorne müssen wir auf alle Fälle noch ein bissl was machen", meinte Kaiser, der also trotz der drei Punkte keinen Anlass sah, den Auftritt schönzureden. Über die Gastgeber sagte er, dass er sie schon deutlich stärker erlebt habe. Er kenne Liebenfels aus anderen Spielen, etwa vom Heimauftritt gegen Gurk, "aber davon war heute natürlich nicht viel zu sehen". Das schrieb er einerseits dem Auftritt des Gegners zu, andererseits auch der eigenen kompakten Arbeit gegen den Ball.

Drei Punkte für den Tabellenführer

So blieb unter dem Strich ein Auswärtssieg, der zwar nicht durch viele spielerische Höhepunkte glänzte, für Krumpendorf in der Tabelle aber dennoch viel wert ist. Mit dem 1:0 baut die Mannschaft ihr Konto auf 21 Punkte aus und behauptet nach zehn Spielen die Führung in der 2. Klasse C. Kaiser musste nach dieser Partie auch keine Nebenschauplätze aufmachen. Das passt zu einem Nachmittag, an dem weniger Spektakel als Geduld gefragt war. Krumpendorf nahm genau diese drei Punkte mit, obwohl nach vorne nicht alles funktionierte. Für die nächsten Aufgaben wird der Sieg daher zweierlei bedeuten: Bestätigung für die stabile Defensivarbeit, aber auch den klaren Hinweis, dass im Offensivspiel noch mehr kommen muss.

2. Klasse C: GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b : Krumpendorf - 0:1 (0:0)

  • 88
    Eigentor durch Klemens Ebner 0:1