Spielberichte

„Wir wollten weniger Taktik und mehr Leidenschaft“ – Gurk trifft siebenmal

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SV Union Gurk
Annabichler SV 1b

In der 2. Klasse C hat SV Union Gurk den Annabichler Sportverein 1b mit 7:0 klar besiegt und schon früh die Richtung vorgegeben. Trainer Stefan Luschin führte den deutlichen Heimsieg vor allem auf eine einfache Marschroute zurück: weniger Taktik, mehr Kampf und Leidenschaft. Genau das habe seine Mannschaft von Beginn an auf den Platz gebracht, dazu sei sie vor dem Tor effizient gewesen.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Kronlechner macht früh den Anfang

Dass Gurk an diesem Nachmittag schnell in die Partie finden würde, zeigte sich schon in der 6. Minute. Florian Kronlechner brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und für Luschin war genau dieser Treffer ein Schlüsselmoment. „Der entscheidende Punkt war, dass die Mannschaft an sich geglaubt hat“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Dazu passte für ihn auch, dass Kronlechner wieder rechts am Flügel aufgeboten worden war. Luschin beschrieb die Szene als gelungenen Auftakt: Kronlechner habe sich den Ball stark vorgelegt und dann „super am Torwart vorbei“ abgeschlossen. Für Gurk war diese frühe Führung mehr als nur das 1:0. Sie bestätigte auch den Zugang, mit dem die Mannschaft in die Partie gegangen war. „Wir wollten heute weniger Taktik und mehr auf Kampf und Leidenschaft setzen“, erklärte Luschin, der seine Elf von Beginn an entschlossen sah.

Vor der Pause klar, nach der Pause endgültig deutlich

Mit dem frühen Tor war Gurk aber nicht zufrieden, sondern blieb im Spiel. Nach einer halben Stunde erhöhte Tobias Höfferer auf 2:0, kurz vor der Pause legte David Mitterer in der 40. Minute das 3:0 nach. Damit war schon zur Halbzeit eine klare Führung auf der Anzeigetafel, und Luschin sah seine Mannschaft auch in dieser Phase auf dem richtigen Weg. „Die Offensive, ja wie die ganze Mannschaft, hat super mitgewirkt“, sagte er. Noch wichtiger war für ihn, dass seine Elf die Chancen auch genutzt hat. „Wir waren in den Chancen effizient, wirklich top“, meinte der Gurk-Coach. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielbild nichts mehr. Kronlechner traf in der 50. Minute zum 4:0, danach setzte Mitterer mit seinen Treffern in der 56., 62. und 71. Minute den Schlusspunkt unter einen Auftritt, in dem Gurk die Tore nicht nur machte, sondern das Spiel auch weiter klar in der Hand behielt.

Hinten aufmerksam, vorne konsequent

Der Trainer machte den klaren Sieg nicht nur an den sieben Treffern fest. Für ihn war entscheidend, dass Gurk als Mannschaft funktionierte und die Grundtugenden über die gesamte Spielzeit zu sehen waren. „Besonders gut funktioniert hat, dass jeder für den anderen da war, dass jeder für den anderen den Fehler ausgebessert hat“, sagte Luschin. Genau darin sah er einen großen Unterschied. Seine Mannschaft habe die Mitte gut zugemacht und die langen Bälle des Gegners „top verteidigt“. So kam nicht nur vorne Druck zustande, sondern auch die Ordnung gegen den Ball passte. Dass Annabichl mit einer jungen Mannschaft angetreten war, erwähnte der Gurker Trainer ausdrücklich respektvoll. Er sprach von einer „jungen Truppe“ und bescheinigte auch dem gegnerischen Trainer, dass dort gut gearbeitet werde. Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Mannschaft das Spiel nicht mit komplizierten Vorgaben anging, sondern mit einfachen, klaren Mitteln.

Sieben Tore, aber auch zwei bittere Ausfälle

So deutlich das 7:0 am Ende auch war, ganz ohne Wermutstropfen ging der Nachmittag für Gurk nicht vorbei. Luschin berichtete von zwei Ausfällen, die den Erfolg trübten. Innenverteidiger Thorsten Krassnitzer habe sich laut Trainer ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzt, bei Johannes Gebeneter sprach Luschin sogar von einer schwereren Verletzung. Der Offensivspieler sei nach einem Zweikampf bereits im Krankenhaus gewesen und müsse nun wegen einer Außenbandverletzung pausieren. Dass Gurk solche Ausfälle zumindest auffangen kann, führt der Trainer auf die Breite seines Kaders zurück. Kapitän Maximilian Lattacher war nach einer krankheitsbedingten Trainingspause zunächst nur auf der Bank gesessen, musste nach der Verletzung von Krassnitzer aber sofort hinein. „Wir haben einen großen Kader, das ist natürlich positiv“, sagte Luschin. Trotzdem stellte er klar, dass ein Spieler wie Gebeneter „schwierig oder fast gar nicht“ zu ersetzen sei. Trotz des Kantersiegs wollte der Trainer die Sache nicht größer machen als nötig. „Luft nach oben gibt’s natürlich immer. Aber man sollte auch nach dem heutigen Spiel die Kirche im Dorf lassen“, sagte er nach einem Nachmittag, an dem bei Gurk vieles zusammenpasste.

2. Klasse C: SV Gurk : ASV 1b - 7:0 (3:0)

  • 71
    David Mitterer 7:0
  • 62
    David Mitterer 6:0
  • 56
    David Mitterer 5:0
  • 50
    Florian Kronlechner 4:0
  • 40
    David Mitterer 3:0
  • 30
    Tobias Höfferer 2:0
  • 6
    Florian Kronlechner 1:0