In der 2. Klasse C hat HSV die WSG Brückl mit 1:0 niedergerungen. Lange deutete vieles auf ein torloses Remis hin, weil die Gäste vor der Pause mehr vom Spiel hatten und nachher konsequent verteidigten. Doch in der 88. Minute traf Stefan Trinker für die Gastgeber und ließ Brückl mit leeren Händen zurück. Trainer Mario Radler sprach danach von einer bitteren Niederlage, obwohl für ihn ein Unentschieden durchaus verdient gewesen wäre.

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Dass Brückl in dieser Partie so lange auf einen Punkt hoffen durfte, hatte aus Sicht von Mario Radler viel mit der ersten Hälfte zu tun. Der Trainer der Gäste sah seine Mannschaft vor der Pause sogar klar im Vorteil. "Wir waren in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft und haben uns immer wieder Chancen erspielt", sagte Radler nach dem Spiel. Nach seiner Einschätzung war der HSV in dieser Phase "sehr passiv" und ließ Brückl spielen. Der entscheidende Haken aus Sicht der WSG war allerdings, dass dieser Aufwand ohne Ertrag blieb. "Wir haben leider keine Chance genutzt, und so ging es mit 0:0 in die Pause", hielt Radler fest. Gerade weil seine Mannschaft nach seiner Wahrnehmung mehr vom Spiel hatte, war die Enttäuschung über das Ergebnis am Ende entsprechend groß.
Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild laut Radler dann ein Stück weit. "Der HSV kam etwas besser ins Spiel, hat seine Strategie geändert und etwas mehr Druck gemacht", erklärte der Brückl-Trainer. Trotzdem blieb die Begegnung über weite Strecken chancenarm, auch Radler sprach von einem Spiel, in dem beide Mannschaften nur wenige offensive Aktionen hatten. Brückl verteidigte konsequent und hielt den Tabellenzweiten lange vom Tor fern. "Wir haben brav verteidigt und bis zur 88. Minute die Null gehalten", sagte Radler. Dann kam aber genau jener Moment, der solche Spiele kippen lässt. Eine kleine Konzentrationsschwäche reichte, der HSV nutzte das sofort aus, und Stefan Trinker erzielte in der 88. Minute das entscheidende 1:0.
Gerade deshalb fiel Radlers Bilanz trotz der Niederlage nicht grundsätzlich negativ aus. "Ich kann meiner Mannschaft nur ein Lob aussprechen", betonte er und erinnerte auch daran, dass Brückl mit einigen Ausfällen antreten musste. Für den Trainer war der Abstand zwischen beiden Teams an diesem Nachmittag jedenfalls minimal. "Der Unterschied war überhaupt nicht groß. Es war schlussendlich eine Kleinigkeit, eine Konzentrationsschwäche, die vom Gegner eiskalt ausgenutzt wurde", sagte er. Sein Fazit passte genau zu diesem Spiel: "Am Ende wäre meiner Meinung nach ein Unentschieden verdient gewesen." Den Ausschlag gab für ihn, dass der HSV "gegen Ende der Spielzeit den etwas mehr Siegeswillen" zeigte und die eine Gelegenheit eben konsequent nutzte. Auch am Unparteiischen gab es aus seiner Sicht nichts auszusetzen, Radler sprach von einer soliden Leistung. So bleibt für Brückl nach dem 0:1 in Runde 14 zwar nur eine bittere Niederlage, gleichzeitig aber auch die Erkenntnis, den Tabellenzweiten sehr lange auf Augenhöhe beschäftigt zu haben.