In der 2. Klasse C hat ASKÖ Poggersdorf Youngsters gegen Krumpendorf nach früher Führung am Ende klar mit 1:5 verloren. Für Krumpendorf-Trainer Martin Tine Kaiser war der Schlüssel rasch benannt: Nach einem schwachen Beginn übernahmen die Gäste immer mehr die Kontrolle, drehten den Rückstand noch vor der Pause und legten direkt nach dem Seitenwechsel das dritte Tor nach.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste alles andere als ideal. Schon in der 6. Minute brachte Marcel Delija die Poggersdorf Youngsters mit 1:0 in Führung, und genau diese Phase meinte Kaiser später, als er sagte: "Nach einem schwachen Beginn haben wir uns immer mehr Kontrolle erarbeitet und dann souverän gewonnen." Krumpendorf musste sich also zuerst sortieren, weil der Gegner laut dem Trainer "die erste Viertelstunde sehr giftig" war. Mit Fortdauer des Spiels änderte sich das Bild aber spürbar. In der 33. Minute fiel durch Lukas Kapfenberger das 1:1, und dieses Tor blieb dem Coach besonders in Erinnerung. "Der Ausgleich war meiner Meinung nach ein Torwartfehler. Unser Außenverteidiger hat das gut ausgenutzt und ins leere Tor eingeschoben", schilderte Kaiser. Noch wichtiger wurde dann die Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Marcel Kaiser auf 2:1 stellte. Genau dort sah der Krumpendorf-Trainer einen echten Wendepunkt: "Der wichtigste Moment war sicher, dass wir nach dem 0:1-Rückstand das Spiel noch vor der Pause gedreht haben."
Was Krumpendorf vor der Pause angeschoben hatte, setzte die Mannschaft unmittelbar nach dem Wechsel fort. Bereits in der 48. Minute erhöhte Leon Moser auf 3:1, und auch dieses Tor passte genau zu dem Bild, das Kaiser von der zweiten Halbzeit zeichnete. "Gleich nach der Pause haben wir das 3:1 nachgelegt. In der zweiten Halbzeit haben wir Fußball gespielt", sagte er. Den Treffer selbst beschrieb er als "sehr schön freigespielt" und mit einem "schönen Heber über den Tormann" abgeschlossen. Danach blieb Krumpendorf am Drücker und ließ den Gastgebern kaum noch Raum, wieder in die Partie zu finden. In der 74. Minute sorgte Christopher Holzfeind mit dem 4:1 für die nächste klare Wegmarke, ehe Aleksandar Jelic in der 87. Minute auch noch den fünften Treffer nachlegte. Für Kaiser war dieses 5:1 deshalb nicht nur deutlich, sondern auch folgerichtig, weil seine Mannschaft nach dem schwierigen Beginn die Oberhand übernommen und nicht mehr abgegeben hatte.
Besonders zufrieden war der Krumpendorf-Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel, weil für ihn nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise stimmte. "In der zweiten Halbzeit war eigentlich alles okay. Da sind wir auch gut defensiv gestanden und haben uns offensiv sehr viele Chancen erarbeitet", sagte Kaiser. Dass es am Ende bei fünf Treffern blieb, war für ihn fast noch die bescheidenere Ausbeute. "Mit ein bissl mehr Glück könnte das Ergebnis auch noch höher ausgefallen sein." Diese Aussage passt zu seiner gesamten Einordnung des Spiels, denn er sprach nicht bloß von Effizienz, sondern auch von sauber ausgespielten Angriffen. "Wir waren zu 100 Prozent dominant, mit schönen Aktionen, mit Doppelpass und über die Seite runterspielen", sagte der Trainer. Gerade dieser Satz zeigt, was ihm an der Leistung wichtig war: Krumpendorf gewann nicht nur, sondern spielte sich laut seinem Coach in einen Rhythmus, der ihm sichtbar gefiel. "So gefällt mir Fußball und so möchte ich ihn auch sehen", brachte es Kaiser auf den Punkt.
Am Ende stand damit ein 5:1-Auswärtssieg, der sich aus Krumpendorfer Sicht vor allem über den Verlauf erklären lässt. Der frühe Rückstand durch Delija brachte die Gäste zwar zunächst ins Hintertreffen, doch mit dem Ausgleich durch Kapfenberger, dem 2:1 von Marcel Kaiser noch vor der Pause und dem schnellen 3:1 durch Moser gleich nach Wiederbeginn war das Spiel in jene Richtung gekippt, die der Trainer nach Schlusspfiff ausführlich beschrieb. Dass später auch noch Holzfeind und Jelic trafen, rundete einen Nachmittag ab, an dem Krumpendorf nach Kaisers Einschätzung immer sicherer wurde. Viel lieber sprach er darüber, wie seine Mannschaft nach anfänglichen Problemen das Spiel kontrollierte, hinten stabil stand und vorne mit guten Aktionen nachlegte. Genau deshalb wirkte dieses 5:1 nicht wie ein Zufallsergebnis, sondern wie das Resultat einer Partie, die Krumpendorf Schritt für Schritt an sich gezogen hat.