In der 2. Klasse C hat Annabichler Sportverein 1b das Heimspiel gegen den SV Oberes Metnitztal mit 6:3 gewonnen und damit im direkten Duell im oberen Mittelfeld ein klares Zeichen gesetzt. Trainer Dietmar Frank sah den Knackpunkt nicht erst beim 3:2, sondern schon früher: „Der wichtigste Moment war, dass wir beim 0:1 nicht aufgesteckt haben.“ Gerade die Reaktion seiner jungen Mannschaft gefiel ihm besonders.

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Die Annabichler kamen nach Franks Eindruck gut in die Partie, wurden aber früh kalt erwischt. In der 10. Minute brachte Niklas Jeglitsch die Gäste mit 1:0 in Führung, und die Heimelf musste sich erst wieder sammeln. Genau diese Phase hob Frank nach dem Spiel besonders hervor. „Der wichtigste Moment war, dass wir beim 0:1 nicht aufgesteckt haben, dass wir einfach weitergekämpft und wieder ins Spiel gefunden haben“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft fing sich tatsächlich, spielte sich nach seiner Schilderung wieder sauber von hinten heraus und kam in der 37. Minute durch Mehran Naseri zum verdienten 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Frank war überzeugt, dass seine Elf sich bis dahin schon mehr hätte belohnen können: „Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, können wir in der ersten Halbzeit den Sack schon zumachen und 3:1 oder 4:1 führen.“
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst offen, auch wenn die Gastgeber gleich wieder nach vorne kamen. Ftaliem Kifle Bekuretsion brachte die Annabichler in der 53. Minute mit 2:1 in Führung, doch lange hielt der Vorsprung nicht. In der 63. Minute glich Klemen Strancar zum 2:2 aus, und Frank machte auch daraus keinen Hehl: Aus seiner Sicht fiel dieses Tor nach einem eigenen Fehler. Umso größer war der Wert der nächsten Antwort. In der 68. Minute traf Andreas Katic zum 3:2, und für Frank war genau das der Punkt, an dem die Partie endgültig auf die Seite seiner Mannschaft kippte. „Der entscheidende Punkt war das 3:2 von Katic. Das war wunderschön gemacht“, sagte er über den Weitschuss. Danach blieb Annabichl am Drücker. Nur drei Minuten später erhöhte erneut Ftaliem Kifle Bekuretsion auf 4:2, in der 77. Minute legte Abulfazal Nazari das 5:2 nach.
Ganz erledigt war die Partie damit zwar noch nicht, aber aus Sicht des Trainers stand die Richtung längst fest. Maximilian Dietmar Wurzer verkürzte in der 80. Minute für Metnitztal noch auf 3:5, ehe Abulfazal Nazari in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 6:3 setzte. Frank hatte auch in dieser Phase nicht das Gefühl, dass sein Team das Spiel noch aus der Hand geben würde. „Wir waren eigentlich nie in Gefahr, dass wir das Spiel verlieren“, sagte er, und er begründete das vor allem mit den Spielanteilen seiner Mannschaft. Nach seiner Einschätzung lag der Ballbesitz bei rund 80 Prozent, dazu habe sein Team den Gegner über weite Strecken im Griff gehabt. Entsprechend deutlich fiel auch sein Gesamturteil aus: „Wenn das 10:3 ausgeht, darf man auch nichts sagen.“ Das Ergebnis war hoch, seine Analyse fiel noch klarer aus.
Besonders wichtig war Frank nach dem Abpfiff aber nicht nur die Torausbeute, sondern die Art und Weise, wie seine junge Mannschaft mit Rückschlägen umging. Zwei Gegentore führte er auf eigene Fehler zurück, beim 5:3 sprach er von einer guten Aktion des Gegners. Ansonsten sah er vieles, was ihm gefiel. „Das Gegenpressing hat super funktioniert. Eigentlich hat alles gut funktioniert – bis auf unsere zwei Fehler, die zu Toren geführt haben“, sagte er. Dazu lobte er das Kurzpassspiel und die Ruhe seiner Elf. „Ich bin einfach nur stolz auf meine junge Mannschaft, dass sie heute wieder gezeigt hat, was in ihr steckt.“ Auch mit Tabellenplatz und Punkten sei man „sehr, sehr zufrieden“, gerade weil diese Truppe noch jung sei und nach seiner Einschätzung von Spiel zu Spiel Schritte nach vorne mache. Respekt gab es von Frank außerdem für Metnitztal, das man „nie unterschätzen“ dürfe.