Für Obmann Rene Knauder war es ein Nachmittag voller Reibungspunkte: Im Duell der 2. Klasse D zwischen FC Mondi Frantschach und Eberndorfer AC prägten vor allem starker Wind und strittige Szenen die Partie. Am Ende stand für Frantschach ein 1:4. „Es war ein Kampfspiel – geprägt vom Wind und von Fehlentscheidungen“, ordnete Knauder ein. Aus seiner Sicht hatte Frantschach in der 1. Halbzeit mehr Spielanteile, ließ jedoch gute Möglichkeiten ungenutzt; nach der Pause war Eberndorf phasenweise am Drücker. Besonders emotional war für ihn das 1:3 (Torschütze: Jakob Rems) kurz nach Wiederanpfiff, das er als spielentscheidend und klar irregulär wertete.

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Die äußeren Bedingungen zogen sich wie ein roter Faden durch Knauders Analyse. Standards wurden aus seiner Sicht massiv vom Wind beeinflusst – mit Folgen: Frantschach geriet 0:1 in Rückstand (Torschütze: Jure Smigoc), als ein Freistoß vom Wind ins Tor getragen wurde. „Solche Bälle sind bei diesen Verhältnissen extrem schwer einzuschätzen.“ Sinnbildlich stand das Duell für ein intensives Kampfspiel, in dem Witterung und Zweikämpfe die Linie vorgaben. Im Umschalten sah Knauder Licht und Schatten: „In der 1. Halbzeit hätten wir unsere Chancen konsequenter ausspielen müssen – daran werden wir arbeiten.“
Taktisch sah sich Frantschach auf einem guten Weg. Knauder hob die Handschrift des neuen Trainers Martin Mayerhofer hervor und verwies auf eine starke 1. Halbzeit: „Das System wurde sehr gut umgesetzt, dadurch hatten wir mehr Spielanteile.“ Nach dem Seitenwechsel verschob sich das Kräfteverhältnis – auch, weil eine Situation die Partie in die falsche Richtung lenkte: „Das 1:3 (Torschütze: Jakob Rems), das wir auch auf Video haben, war klar Abseits.“
Trotz Frust blickte Knauder zuversichtlich nach vorn. Er betonte die Jugend seiner Mannschaft und den Mut, den sie vor der Pause zeigte: „Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit meiner Truppe. Gegen eine erfahrene Eberndorfer Mannschaft haben wir in der 1. Halbzeit gezeigt, was möglich ist, wenn wir eingespielt sind. Die Umschaltmomente haben wir da gut genutzt.“
Für die kommenden Einheiten legte er die Richtung fest: „Schwerpunkt bleibt unser System – dazu Umschaltspiel und das konsequente Ausspielen der Angriffe.“Ziel ist es zudem die Großen vier im oberen Tabellendrittel zu ärgern und blickt zuversichtlich auf das Derby nächste Woche gegen SV Maria Rojach. Zugleich verband er seine Analyse mit einem Appell über den Spieltag hinaus: Der Verband solle verstärkt junge Schiedsrichter fördern, um den Nachwuchs langfristig zu sichern.