Zwischen Erleichterung und Stolz fasste Trainer Reinhold Josef Kügler den Abend des Eberndorfer AC gegen den ASV St. Margarethen/Lav. in der 2. Klasse D als taktisch geprägtes Duell mit langem Atem zusammen. „Ohne unsere Fans geht es nicht“, sagte Kügler und dankte den Zuschauern sowie dem Vorstand – vom Jubel auf den Rängen bis zu den Arbeiten rund um den neuen Sportrasen. „Ich bin sehr stolz, hier Trainer sein zu dürfen.“

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„Es war eher ein taktisch geprägtes Spiel“, ordnete Kügler ein. Nach einer zähen Anfangsphase fand Eberndorf ab der 20. Minute besser in die Partie, kam über Standards zu Abschlüssen und tastete sich Schritt für Schritt nach vorn. In diese Phase fiel auch ein gefährlicher Freistoß von Jakob Rems, der knapp über die Latte ging. Defensiv ließ der EAC zuvor wenig zu: St. Margarethen tauchte zwar vereinzelt vor dem Tor auf, doch Eberndorf verteidigte konzentriert und mit der nötigen Portion Glück. Zur Pause stand es 0:0. Die Entscheidung reifte spät – in Minute 75 schlug Jure Smigoc zu und besorgte das 1:0.
Beim Ballbesitz sah Kügler Vorteile für die Gäste: „Es war ungefähr 60 zu 40 für St. Margarethen.“ Ausschlaggebend sei jedoch nicht die Prozentzahl gewesen, sondern das Timing der Eberndorfer Momente und die Entschlossenheit gegen den Ball. In diesem Zusammenhang sprach er auch von der „ersten Niederlage“ des Gegners – eine Einordnung, die für ihn das Kräfteverhältnis und die Wirkung von Disziplin und Biss seiner Mannschaft in den Schlüsselszenen verdeutlicht.
Ein großer Baustein war der Mann zwischen den Pfosten: „Für mich war Julian Waibel – und eigentlich die ganze Mannschaft – herausragend. Er hat uns mit drei starken Paraden im Spiel gehalten.“ Auch die Spielleitung lobte der Coach: Das Schiedsrichtergespann habe die Partie jederzeit gut im Griff gehabt. Für das nächste Spiel plant Kügler mit einer verletzungsbedingten Pause für Jakob Rems sowie einer Gelbsperre innerhalb des Teams. Mitnehmen will er „die gesamte Mannschaftsleistung, das Kämpferische, das Herz für diesen Verein“ – und den Schulterschluss mit den Fans, die diesen 1:0-Erfolg sichtbar mitgetragen haben.