Spielberichte

Milazim Rexhaj (Trainer St. Stefan NextGen): 'Wir haben unglücklich 4:3 verloren'

FC Frantschach
St. Stefan NextGen

In der 2. Klasse D lieferten sich der FC Frantschach und St. Stefan NextGen in Runde 21 ein wildes Duell, das die Hausherren spät mit 4:3 für sich entschieden. Es war eine Partie mit vielen Wendungen und einem dramatischen Finish. St. Stefan-Trainer Milazim Rexhaj sprach von „einem spannenden Spiel mit vielen guten Aktionen“ und haderte zugleich: „Leider haben wir am Schluss unglücklich verloren.“ Seine Mannschaft kam zweimal zurück – und stand am Ende doch mit leeren Händen da.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Frantschach schlägt früh an, NextGen antwortet – und das Finish hat es in sich

Auf dem Rasen legte Frantschach den besseren Start hin. Nach einer guten Viertelstunde brachte Iman Rahmatpanah Siya Masgi die Heimischen 1:0 in Front, St. Stefan brauchte etwas, fand dann aber besser in die Partie. Kurz vor der Pause belohnte sich das Auswärtsteam: Sebastian Christian Obrietan traf in Minute 41 zum 1:1, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Direkt nach dem Seitenwechsel setzte Frantschach den nächsten Stich. Philipp Christian Stocker stellte in der 53. Minute auf 2:1, St. Stefan musste wieder hinterherlaufen. Als Marcel Gerald Zarfl in der 80. Minute sogar auf 3:1 erhöhte, schien das Pendel klar in Richtung der Gastgeber auszuschlagen. Doch NextGen gab sich nicht geschlagen. Hamid Rasekh traf in der 88. Minute zum 3:2, und nur zwei Minuten später war erneut Sebastian Christian Obrietan zur Stelle – 3:3 in der 90. Minute. Das letzte Wort hatte aber wieder Frantschach: In der Nachspielzeit traf abermals Iman Rahmatpanah Siya Masgi zum 4:3-Sieg. „Es war intensiv und mit vielen Toren – bitter, dass der letzte Treffer auf die andere Seite gefallen ist“, fasste Rexhaj zusammen.

„Das dritte Tor war der Knackpunkt“ – Rexhaj über Ausfälle, Ärger und die Schlussszene

Rexhaj ordnete den Abend klar ein: „Wir haben zu viele Ausfälle gehabt und trotzdem eine gute Partie abgeliefert.“ Der Knackpunkt lag für ihn im dritten Treffer der Hausherren. „Wir waren im Ballbesitz, spielen zurück, dann gibt es einen Zweikampf, unser Innenverteidiger bleibt verletzt am Boden – normalerweise ist das Foul für uns. Der Schiedsrichter lässt weiterlaufen und ein paar Sekunden später kassieren wir das 3:1“, schilderte der Trainer. Seine Mannschaft habe sich nach diesem Rückschlag zwar wieder gefangen, doch das Gefühl der Ungerechtigkeit blieb. Zum späten Gegentreffer blieb der Coach ebenfalls deutlich: „In der Nachspielzeit kriegen wir das vierte Tor – durch einen eigenen Fehler, kann man so sagen.“ Er präzisierte die Szene aus seiner Sicht: „Wir sind links im Ballbesitz, verlieren die Kugel, erobern sie kurz zurück, verlieren sie wieder – dann kommt eine Flanke von rechts, hinten steht einer komplett frei.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen fand Rexhaj klare Worte: „Der Schiedsrichter hat heute sehr viele falsche Entscheidungen getroffen.“

Zwischen starken Phasen und alten Baustellen: Chancen genutzt, Standards tun weh

So groß der Ärger über einzelne Szenen war, so klar hob Rexhaj auch Positives hervor. „Dieses Mal war gut: Von den Hundertprozentigen haben wir zumindest drei gemacht“, sagte er – verbunden mit dem Zusatz, dass es sogar noch mehr hätten sein können. „Wir haben einen Lattenschuss gehabt, Roscher hatte auch ein, zwei gute Chancen nach einer super Kombination.“ Direkt nach der Pause habe NextGen zudem eine Riesengelegenheit liegen lassen: „Gleich nach der Halbzeit stehen wir allein vor dem Tormann und schießen leider vorbei.“ Gleichzeitig bleibe die Liste der Baustellen bekannt. „Unser Problem sind noch immer die Standards. Wir haben das zweite Tor wieder nach einem Eckball bekommen“, so der Coach. Dazu kämen „sehr viele einfache Ballverluste“ im Aufbau, die gnadenlos bestraft würden: „Defensiv kriegen wir zu viele einfache Tore. Das ist bitter.“

„Wir müssen weiterarbeiten“ – Respekt für den Gegner, Tabelle im Blick

Für den Gegner fand Rexhaj knappe, aber treffende Worte: „Frantschach war ziemlich aggressiv.“ Das passte zum Bild eines Heimteams, das nach dem 1:0 durch Iman Rahmatpanah Siya Masgi, dem 2:1 von Philipp Christian Stocker, dem 3:1 von Marcel Gerald Zarfl und dem späten Siegtor erneut durch Masgi jede Antwort parat hatte. Auf der anderen Seite hielt NextGen mit dem Doppelpack von Sebastian Christian Obrietan und dem Anschluss von Hamid Rasekh lange dagegen.

In der Tabelle der 2. Klasse D rangiert Frantschach aktuell auf Platz neun (18 Punkte), St. Stefan NextGen auf Rang 13 (9 Punkte). Trotz der Enttäuschung richtete der Trainer den Blick nach vorn: „Wir müssen einfach weiterarbeiten und schauen, was kommt.“ Seine junge Mannschaft habe gezeigt, dass sie mithalten kann – jetzt gehe es darum, die Leistung über 90 Minuten zu tragen und die einfachen Fehler abzustellen.

2. Klasse D: Frantschach : St. Stefan NextGen - 4:3 (1:1)

  • 94
    Iman Rahmatpanah Siya Masgi 4:3
  • 90
    Sebastian Christian Obrietan 3:3
  • 88
    Hamid Rasekh 3:2
  • 80
    Marcel Gerald Zarfl 3:1
  • 53
    Philipp Christian Stocker 2:1
  • 41
    Sebastian Christian Obrietan 1:1
  • 14
    Iman Rahmatpanah Siya Masgi 1:0