In der 2. Klasse D trennten sich der Annabichler Sportverein 1b und der SV Rasenschach Tainach am 21. Spieltag 3:3 – ein Ergebnis, das sich für Annabichl nach mehr anfühlt. Trainer Wilhelm Sandner sprach von klarer Dominanz und viel Ballbesitz, doch die Führung hielt nicht bis zum Schluss. „Uns fehlte am Ende die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“, sagte er, nachdem seine junge Truppe trotz zahlreicher Angriffe den späten Ausgleich hinnehmen musste.

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Schon nach drei Minuten lagen die Hausherren hinten: Samuel Manaia Edmonds traf für Tainach zum 0:1. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, Emil Mujakovic stellte in Minute 13 auf 1:1. Annabichl blieb am Drücker und drehte die Partie durch Mohammad Nour Akraa, der in der 27. Minute das 2:1 erzielte. Noch vor der Pause schlugen die Gäste erneut zu: Fabian Gerhard Micheutz glich in der 34. Minute zum 2:2 aus, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel investierte Annabichl weiter und wurde belohnt: Akraa schnürte in der 64. Minute seinen Doppelpack zum 3:2. Doch in der Schlussphase kam Tainach zurück – Samuel Paul Strasser besorgte in der 82. Minute das 3:3. „Wir waren über 90 Minuten spielbestimmend, hatten rund 80 Prozent Ballbesitz und ließen nur drei Torschüsse zu. Leider waren alle drei drin“, fasste Sandner die Effizienz der Gäste zusammen.
Inhaltlich fand Sandner klare Worte zu Auftritt und Plan seiner Mannschaft: „Das Spiel mit dem Ball war sehr gut. Im Gegenpressing waren wir sehr gut.“ Über weite Strecken hatte Annabichl mehr vom Spiel, doch der entscheidende Punch fehlte. „Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Hätten wir das 4:2 geschossen, wäre das Spiel erledigt gewesen. Haben wir nicht gemacht und somit den Ausgleich bekommen“, haderte der Coach. Zum Gegner meinte er: „Tainach ist mit elf Spielern in der eigenen Hälfte gestanden und hat für das Spiel wenig getan. Unterm Strich haben sie damit recht gehabt, sonst hätten sie keinen Punkt geholt.“ Das Unentschieden nahm er dennoch auf die eigene Kappe: „Unterm Strich geht das Remis in Ordnung, da wir selbst schuld sind.“
Als Knackpunkte nannte Sandner ein „unnötiges Foul vor dem zweiten Treffer von Tainach“ sowie zwei Gegentore, bei denen „sich unser Torwart leider nicht optimal verhalten hat“. Auch die Leitung des Unparteiischen bewertete er kritisch, blieb dabei sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war aus meiner Sicht nicht gut auf beiden Seiten. Vor allem: Es hätte ein bis zwei Ausschlüsse geben müssen.“ Warum es am Ende „nur“ ein Punkt wurde? „Fehlender Wille, solche Spiele zu gewinnen“, so seine ehrliche Antwort. Den Blick nach vorne hält er dennoch positiv: „Wir sind am richtigen Weg. Wir haben die jüngste Mannschaft in der Liga. Sie entwickeln sich, es passt. Und Gratulation nach Tainach zum gewonnenen Punkt.“ In der Tabelle rangiert Annabichl aktuell auf Platz 10, Tainach liegt einen Rang dahinter – zur Tabellensituation passt das 3:3, auch wenn Annabichl in dieser Partie lange mehr investierte, sich aber nicht entschädigte.