In der 2. Klasse D feierte der SC Diex am 22. Spieltag einen 3:2-Heimsieg gegen den Eberndorfer AC. Nach frühem Rückstand fanden die Gastgeber über einen verwandelten Elfmeter zurück ins Spiel und legten nach der Pause zweimal nach, ehe Eberndorf spät verkürzte. Trainer Marc Alexander Sollhart sprach von einem Wendepunkt: „Der Elfer hat alles gedreht – ab da waren wir bis kurz vor Schluss die klar aktivere Mannschaft.“
Der Nachmittag begann für Diex denkbar ungünstig. Schon in der 2. Minute traf Eberndorfs Jure Smigoc zum 0:1 – laut Marc Alexander Sollhart „ein wunderschön verwandelter Freistoß vom Sechzehner“. Der Trainer nahm kein Blatt vor den Mund: „In der ersten Viertelstunde waren wir als Mannschaft noch nicht ganz bereit fürs Spiel.“ Danach kämpfte sich Diex zurück, kam in die Zweikämpfe und suchte konsequenter die Tiefe. Der Ausgleich war der Knackpunkt. „Durch eine gute Aktion sind wir zu einem Elfmeter gekommen, den wir sehr gut verwandelt haben – das war der Knackpunkt und hat uns ins Spiel gebracht“, so Sollhart. Den fälligen Strafstoß verwandelte er selbst zum 1:1 (35.). Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause (45.), und schon da war zu spüren, dass die Hausherren nun mehr vom Spiel hatten und den Ton angaben.
Nach dem Seitenwechsel blieb Diex am Drücker. Die Gastgeber gewannen die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld, nutzten die freien Räume und trugen ihre Angriffe geradlinig vor. Der Lohn kam in Minute 59: Eugene Resch schob nach einem gut durch die Mitte vorgetragenen Angriff zum 2:1 ein. „Eugene hat das durch die Mitte gut durchgespielt und den Tormann überwunden“, erklärte Sollhart. Diex ließ nicht locker und erhöhte in der 67. Minute auf 3:1 – erneut durch Marc Alexander Sollhart, der laut eigener Schilderung „einen wunderschön getroffenen Eckball direkt ins Tor“ setzte. Über weite Strecken kontrollierten die Hausherren nun das Geschehen, genau so, wie es der Coach beschrieben hatte: „Ab dem Elfmeter waren wir bis zur 85. Minute die spielbestimmende Mannschaft.“ In der Schlussphase wurde es aber noch einmal eng. Eberndorf kam in der 89. Minute durch Julian Leon Waibel zum 3:2-Anschluss. „Zum Schluss ist es noch einmal ein bisschen spannend geworden“, meinte Sollhart, der zugleich anmerkte, das 3:2 sei „durch wiederum einen Elfmeter“ gefallen. Am Ende jubelte dennoch Diex – auch, weil man in den hektischen letzten Momenten ruhig blieb und hinten wenig zuließ.
Der Trainer legte nach dem Schlusspfiff viel Wert auf die mannschaftliche Leistung. „Ab der fünfzehnten Minute waren wir wirklich eine Mannschaft. Wir haben angefangen, die Räume gut zu finden und diese auch zu bespielen.“ Entscheidend sei dabei die Balance gewesen: „Die gute Raumbesetzung und vor allem die Aggressivität, die trotzdem fair geführt wurde, haben für uns den Ausschlag gegeben.“ Auch zum Gegner fand er klare Worte: „Eberndorf war am Anfang gut im Spiel und ist offensiv angelaufen, hat sich dann aber zu weit zurückfallen lassen und uns im Mittelfeld zu viel Raum gegeben.“ Zur Leistung des Unparteiischen meinte Sollhart nüchtern: „Die Leistung des Schiedsrichters war gut. Natürlich gibt es immer ein paar strittige Szenen, aber nichts Großes hervorzuheben.“ Der Coach sprach zudem vom besonderen Heimfaktor: „Der entscheidende Unterschied war heute der Heimvorteil. In unserer Bergarena bekommen wir einen besonderen Spirit auf den Platz – es ist extrem schwer, gegen uns zu spielen.“ Mit dem Dreier festigt Diex Rang sieben (24 Punkte), während Eberndorf mit 36 Zählern im vorderen Mittelfeld bleibt. Für Diex zählt nun, den Schwung der zweiten Halbzeit mitzunehmen: mehr Mut mit Ball, weiter kompakt arbeiten – dann soll die Bergarena auch in den nächsten Wochen ihre Festung bleiben.